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Ackermann-Nachfolge: Entscheidung für Fitschen und Jain offenbar so gut wie sicher

Frankfurt/Main (dts) - Die Entscheidung über die Ackermann-Nachfolge bei der Deutschen Bank ist offenbar so gut wie sicher. Wie die "Welt am Sonntag" aus dem Umfeld des Aufsichtrats der Deutschen Bank erfuhr, wird der Nominierungsausschuss dem Präsidium des Aufsichtsrats aller Voraussicht nach den Inder Anshu Jain und den Niedersachsen Jürgen Fitschen als Doppelspitze vorschlagen. Aufsichtsratsvorsitzender soll Clemens Börsig bleiben, dessen Mandat bis 2013 läuft.

Damit hätte sich Börsig mit seinem Vorschlag durchgesetzt. "Es geht nicht mehr das Was, sondern nur noch um das Wie", sagt eine mit den Vorgängen vertraute Person. Offen war bis Samstag dem Vernehmen nach allerdings die Frage, wann genau der Führungswechsel stattfinden soll. Ackermanns Vertrag läuft noch bis 2013. Es gilt jedoch als ausgeschlossen, dass er noch solange auf seinem Posten bleibt. Auch der zuletzt ins Spiel gebrachte Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrats gilt inzwischen als unwahrscheinlich. Es gehe darum, die Situation in Vorstand und Aufsichtsrat der Bank möglichst schnell zu befrieden, heißt es im Aufsichtsrat. Ackermanns Werben für den früheren Bundesbank-Präsidenten Axel Weber und die öffentlichen Angriffe auf den amtierenden Vorsitzenden Börsig, die dem Schweizer angelastet werden, haben für einen großen Vertrauensverlust unter den Führungskräften gesorgt. Die offizielle Entscheidung über die Nachfolge muss noch getroffen werden, und auch eine plötzliche Wendung im Machtkampf schließen eingeweihte Personen nicht völlig aus. In den nächsten Tagen werden noch Gespräche geführt. Nach dem Nominierungsausschuss muss das Präsidium des Aufsichtsrats eingeschaltet werden. Anschließend wird voraussichtlich schnell eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Wie die "Welt am Sonntag" aus Arbeitnehmerkreisen erfuhr, stehen wichtige Belegschaftsvertreter bereits hinter Börsigs Vorschlag. Besonderen Wert legen die Mitglieder des Nominierungsausschuss - neben Chefkontrolleur Börsig sind das Werner Wenning und Tilman Todenhöfer - darauf, dass Ackermann durch die Personalentscheidungen nicht beschädigt wird. "Seine Verdienste um die Bank sind groß und unumstritten. Dies gilt es zu würdigen", sagt ein Aufsichtsrat.
DEU / Finanzindustrie
10.07.2011 · 07:18 Uhr
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