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Abgestürzt: Kloses dummes Foul, Poldis Fehlschuss

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Port Elizabeth (dpa) - Ein dummes Foul, ein verschossener Elfer - Miroslav Klose und Lukas Podolski standen am «schwarzen Freitag» von Port Elizabeth als größte deutsche Verlierer da. Kloses Gelb-Rote Karte leitete die bittere 0:1-Niederlage gegen Serbien ein.

Und Poldis erster Elfmeter-Fehlschuss für Deutschland ausgerechnet in seinem 75. Länderspiel machte bei der Fußball-WM den Pleiten-Pech-und-Pannen-Tag der deutschen Mannschaft perfekt.

«Ich bin enttäuscht und traurig, dass ich der Mannschaft nicht helfen konnte», gestand der 32-jährige Klose, der sich ausgerechnet in seinem 98. Länderspiel den ersten Platzverweis im Nationaltrikot leistete. Und Podolski verpasste die erhoffte Tor-Krönung in seinem Jubiläumsspiel nicht nur in der 60. Spielminute, als er bei seiner größten Torchance vom Elfmeterpunkt an Vladimir Stojkovic scheiterte. «Der Torwart hat die Ecke geahnt», kommentierte Podolski und fügte genervt hinzu: «Eigentlich bin ich ein sicherer Elfmeterschütze.»

In der Tat: Vorher hatte der 25-Jährige seine drei Elfmeter für Deutschland verwandelt, zudem traf er eiskalt im Elfmeterschießen gegen Argentinien im WM-Viertelfinale 2006. «Es gibt keine klaren Vorgaben von mir, ob Schweinsteiger oder Podolski schießt. Beide sind gute Schützen», bemerkte Bundestrainer Joachim Löw: «Lukas hat bislang jeden Elfmeter verwandelt, aber dieser war nicht gut geschossen.» Das sah Podolski freilich anders: «Der war mit ganz viel Schmackes geschossen.»

Zum Sündenbock mochte niemand den im gesamten Spiel vom Schussglück verlassenen Podolski stempeln. Und keiner wollte auch Rotsünder Klose öffentlich anklagen. «Bei zwei Fouls kann man nicht zweimal Gelb zeigen in einem WM-Spiel», ergriff auch Podolski Partei für Klose, der eine «gewisse Wut» auf den spanischen Schiedsrichter Alberto Undiano nicht verhehlte: «Ich sage, es ist ein Fußballspiel, ein Kampfsport.»

Der erfahrene Klose wusste aber auch, dass er sich ungeschickt verhalten hatte. Bereits in der 12. Minute hatte er nach einem Foul an Branislav Ivanovic die Gelbe Karte gesehen. Dann ging der älteste und erfahrenste deutsche Feldspieler in der 37. Minute noch einmal am Mittelkreis zu ungestüm in einen Zweikampf mit Dejan Stankovic. «Ich versuche den Ball zu spielen», versuchte sich Klose zu verteidigen und beharrte: «Ich habe mich nicht zu doof angestellt.»

Löw war einerseits auch sauer auf den Referee. «Das war kein gelbwürdiges Foul», meinte der Bundestrainer. Aber er sprach auch Klose nicht frei: «Man muss dort auch nicht unbedingt versuchen, den Ball von hinten zu gewinnen. Er versucht den Ball wegzuspitzeln und trifft das Bein», beschrieb Löw die verhängnisvolle Szene.

Klose muss nun im Gruppen-Finale am kommenden Mittwoch in Johannesburg gegen Ghana gesperrt zuschauen - sein 100. Länderspiel könnte er jetzt bei der WM frühestens im Viertelfinale bestreiten. «Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft gegen Ghana gewinnen kann», sagte er. Vielleicht ist dann Podolski der Deutschland-Retter: «Jetzt müssen wir uns zusammenreißen und Ghana schlagen», sagte der traurige Jubilar nach seinem verkorksten 75. Einsatz für Deutschland.

Fußball / WM / Klose / Podolski / Deutschland / Serbien
19.06.2010 · 09:30 Uhr
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