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ABC der Integrationsdebatte: Assimilation bis Zuwanderung

Berlin (dpa) - In der Debatte über die Eingliederung von Menschen mit ausländischen Wurzeln tauchen bestimmte Begriffe immer wieder auf:

MIGRATIONSHINTERGRUND: Das Statistische Bundesamt zählt als Menschen mit Migrationshintergrund alle, die seit 1949 zugewandert sind, alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle hier als Deutsche Geborenen mit mindestens einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.

ASSIMILATION: Wer sich der neuen Heimat vollständig angepasst und etwa Sprache, Gebräuche und Religion des Herkunftslandes komplett aufgegeben hat, gilt als assimiliert. Synonyme für den Begriff Assimilation sind Angleichung und Anpassung.

INTEGRATION: Zuwanderer gelten als integriert, wenn sie sich in das Leben ihrer neuen Heimat eingegliedert haben, sich als Mitglied der Gesellschaft fühlen und auch so wahrgenommen werden. Dazu gehört auch, dass sie die Sprache beherrschen. Ihre eigene kulturelle Herkunft müssen sie aber nicht vollständig aufgeben. Der Nationale Integrationsplan der Bundesregierung bündelt Initiativen von Staat, Wirtschaft und Verbänden zur Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund. Berücksichtigt werden die Bereiche Bildung, Sprache, Erwerbsleben, Wissenschaft, Kultur, Medien und Sport.

EINWANDERUNG: Menschen, die ihr Heimatland verlassen, um dauerhaft in einem anderen zu leben, gelten dort als Einwanderer. Von solchen besonders geprägt sind die USA. Die Bundesregierung bezeichnet inzwischen auch Deutschland als Einwanderungsland.

ZUWANDERUNG: Damit wird der Zuzug von Personen aus dem Ausland bezeichnet. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist es egal, ob die Menschen lang- oder kurzfristig im Land bleiben. Die Einreise und der Aufenthalt von Ausländern ist im Zuwanderungsgesetz geregelt.

ZUWANDERUNGSREGELN: Im Zuwanderungsgesetz ist zum Beispiel festgelegt, dass Hochqualifizierte mit einem Arbeitsplatzangebot sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten können, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen bei mindestens 66 000 Euro liegt. Für Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaates gilt das sogenannte Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. EU-Bürger können daher jederzeit in Deutschland leben und arbeiten. Ausnahmen gelten bislang noch für Esten, Letten, Litauer, Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Slowenen, Bulgaren und Rumänen. Nicht erwerbstätige Unionsbürger müssen einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz und genügend Geld für ihren Aufenthalt haben. Politisch Verfolgte haben nach dem Grundgesetz ein Recht auf Asyl. Außerdem ist Deutschland durch die Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet, Verfolgten Aufenthalt zu gewähren.

Innenministerium über Zuwanderung

Migration / Integration
12.10.2010 · 13:09 Uhr
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