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7,25 Millionen auf Hilfe zum Leben angewiesen

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Wiesbaden (dpa) - Rund 7,25 Millionen Menschen in Deutschland sind auf staatliche Hilfen zum Leben angewiesen, das entspricht neun Prozent der Bevölkerung.

An Hartz IV-Empfänger, Rentner oder Asylbewerber seien 2012 insgesamt rund 39 Milliarden Euro soziale Mindestsicherungsleistungen gezahlt worden, berichtete das Statistische Bundesamt. Das entspreche rein rechnerisch Ausgaben von 486 Euro je Einwohner.

Weder die Zahl der Empfänger noch die Summe hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, aber es gab Verschiebungen, zum dritten Mal in Folge: Die Zahl der Hartz IV-Empfänger ging weiter um 1,3 Prozent auf gut sechs Millionen zurück, gleichzeitig erhielten mehr Menschen Sozialhilfe - ihre Zahl stieg um 6,3 Prozent auf gut eine Million. Am stärksten wuchs die Zahl der Empfänger von Asylbewerber-Leistungen - um 15 Prozent auf rund 165 000.

Hartz IV-Empfänger erhielten den größten Teil der Leistungen. An sie wurden 2012 rund 32,2 Milliarden Euro ausgezahlt, rund 500 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Für die Sozialhilfe - darin enthalten sind Hilfen für Rentner, deren Rente nicht ausreicht oder Menschen, die dauerhaft nicht arbeiten können - flossen 5,6 Milliarden Euro, etwa 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Leistungen an Asylbewerber stiegen um rund 100 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro.

Der Anteil der Menschen, die auf Hilfen angewiesen sind, war in Ostdeutschland einschließlich Berlin mit 13,4 Prozent deutlich höher als im früheren Bundesgebiet (7,9). Am größten war der Anteil in Berlin (19,5) und Bremen (16,7), am geringsten in Bayern (4,4), Baden-Württemberg (5,0) und Rheinland-Pfalz (6,6).

Soziales / Statistik
14.11.2013 · 10:15 Uhr
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