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500 Trauernde ziehen zum Loveparade-Unglückstunnel

Duisburg (dpa) - Einen Tag nach der zentralen Gedenkfeier haben am Sonntag erneut Menschen in Duisburg um die Opfer der Loveparade getrauert.

Mehr als 500 Menschen legten am Mittag in einem privat organisierten Trauerzug eine 1,2 Kilometer lange Strecke vom Fußballstadion des MSV Duisburg zu dem Unglückstunnel zurück. Dort stellten sie einen großen Trauerkranz auf: «Von Duisburger Bürgerinnen und Bürgern» stand darauf. Die Menschen kamen in Trauerkleidung mit Blumen in den Händen, viele weinten. Bei der Massenpanik während der Loveparade waren 21 Menschen ums Leben gekommen.

Duisburgs Alt-Oberbürgermeister Josef Krings (SPD) sagte bei einer Kundgebung zu Beginn, es sei offensichtlich, dass die Stadt aus ihrem Gleichgewicht gefallen sei. Grundlage des politischen Handelns müsse die Bereitschaft zur Verantwortung sein, sagte der 83-Jährige, ohne den Namen des umstrittenen Oberbürgermeisters Adolf Sauerland zu nennen. Niemand brauche ein Held zu sein. «Hier werden Menschen gebraucht, die auch ihr Fehlverhalten offen bekennen», sagte er. Für diese Bemerkung erhielt der Ehrenbürger Duisburgs spontanen Applaus der Menge.

Bei der Kundgebung wurde auch Geld für ein Denkmal für die Toten der Loveparade gesammelt. «In absehbarer Zeit wird der Tunnel geräumt werden», sagte der Mitorganisator des Trauermarsches, Arno Eich. Es solle etwas dauerhaftes geschaffen werden. Am Tunnel stehen inzwischen Tausende Kerzen, zahlreiche Blumensträuße und Briefe wurden abgelegt.

Notfälle / Loveparade
01.08.2010 · 13:24 Uhr
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