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41 Festnahmen in Spanien: Geldwäsche für FARC

Beweismittel FARCGroßansicht

Madrid (dpa) - Die spanische Polizei hat einen Geldwäscherring zerschlagen, der für die kolumbianische Drogenmafia und die FARC-Guerilla arbeitete. Bei Razzien in mehreren spanischen Städten seien 41 Verdächtige gefasst worden, teilte das Innenministerium am Freitagabend mit.

Die Festgenommenen sollen demnach mehr als 200 Millionen Euro aus dem Rauschgiftschmuggel für mehrere Drogenkartelle sowie für die marxistischen FARC-Rebellen gewaschen haben.

Rund 250 Beamte waren im Einsatz. Sie durchsuchten fast 30 Wohnungen und stellten größere Mengen Bargeld sicher. Die spanischen Ermittler hätten mit der Polizei in Kolumbien und in Ecuador zusammengearbeitet, hieß es weiter.

Die Polizeiaktion stand im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen Europa-«Botschafterin» der «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) im Juli 2008 in Madrid. Der Frau war damals unter anderem vorgeworfen worden, Lösegelder aus FARC-Entführungen verwaltet und dieses Geld dann in Spanien gewaschen zu haben.

Die Bande bediente sich nach Medienberichten vom Samstag Dutzender Einwanderer in Spanien. Diese überwiesen kleinere Geldmengen bis 5000 Euro auf verschiedene Konten in Kolumbien und Ecuador. Unter den Empfängern sei auch ein Anführer der FARC gewesen. Die Summe der Überweisungen war dann aber doch so groß, dass die spanischen Finanzbehörden aufmerksam wurden und die Polizei einschalteten.

Kriminalität / Spanien / Kolumbien
02.10.2010 · 12:44 Uhr
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