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38 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Sicherheitsbeamte am Ort des Anschlags im pakistanischen Lahore.
Islamabad (dpa) - Bei zwei Selbstmordanschlägen in der ost-pakistanischen Stadt Lahore sind am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 175 weitere seien verletzt worden, teilte ein Regierungsbeamter in Lahore mit. 24 davon schwebten in Lebensgefahr.

Der Anschlag galt einem in der Region verehrten Muslim-Schrein am Stadtrand, wo jeden Donnerstagabend tausende Gläubige beten. Der Schrein birgt die Gebeine eines Heiligen.

«Es gab zwei Selbstmordanschläge», sagte ein Beamter der Stadtverwaltung. Es seien die abgetrennten Köpfe der Attentäter und Kugellager gefunden worden, die die Angreifer in ihren Sprengstoffwesten versteckt hatten. Eine erste Detonation habe es im Hof des Schreins gegeben. Ein zweiter Selbstmordattentäter habe sich weniger Minuten später im Untergeschoss, in dem sich die Gläubigen vor dem Gebet waschen, in die Luft gesprengt, sagte der Polizeichef der Stadt.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Aber der Behördensprecher sagte, es handele sich um «dieselben Leute, die auch die früheren Anschläge in Lahore verübt haben.»

Lahore war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Angriffen. Im Mai starben 80 Mitglieder einer Muslim-Sekte bei Anschlägen auf deren Moschee. Im März kamen 13 Menschen um, als Terroristen das Quartier einer Anti-Terroreinheit angegriffen hatten.

Terrorismus / Pakistan
02.07.2010 · 11:05 Uhr
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