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30 Tote bei Luftangriff im Jemen

Kampf im JemenGroßansicht
Sanaa (dpa) - Bei einem Luftangriff der jemenitischen Armee auf eine mutmaßliche El-Kaida-Stellung in der südöstlichen Provinz Schabwah sind am Donnerstag nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen getötet worden.

Der Tod der beiden Führer des regionalen El- Kaida-Netzes bei der Aktion wurde allerdings von den Behörden nicht bestätigt. Nasser al-Wahaischi und sein saudischer Stellvertreter Said Ali al-Schihri sollen aber nach diesen Angaben an jenem Treffen von El-Kaida-Kadern teilgenommen haben, das von den jemenitischen Flugzeugen bombardiert wurde.

Die Sicherheitskräfte gingen am selben Tag auch an anderen Stellen des Landes gegen die regionale El Kaida vor. In der Nachbarprovinz Abjan wurden «zwischen 24 und 30 Verschwörer getötet oder festgenommen», berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SABA. In der Hauptstadt Sanaa und ihrer Umgebung wurden vier mutmaßliche Terroristen getötet und 17 weitere festgenommen.

In Berlin erklärte unterdessen eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes, dass es keine neuen Erkenntnisse im Fall der im Jemen entführten deutschen Familie gebe. Die «Bild»-Zeitung hatte am Mittwoch berichtet, von den drei Kindern der aus Sachsen stammenden fünfköpfigen Familie sei ein Lebenszeichen aufgetaucht. Es gebe ein Video, das offenbar aus den vergangenen Wochen stamme. Die Familie war vor gut einem halben Jahr - Mitte Juni - entführt worden.

Bei dem El-Kaida-Treffen, das im Bezirk Al-Said in der Provinz Schabwah bombardiert wurde, hätten die Teilnehmer über Vergeltungsmaßnahmen gegen Jemen beraten, hieß es. Unter den Anwesenden soll außer den beiden Führern der El Kaida auf der Arabischen Halbinsel auch der fanatische Prediger Anwar al-Awlaki gewesen sein. Die jemenitische Luftwaffe hatte bereits vor einer Woche ein El-Kaida-Ausbildungslager in Abjan bombardiert und dabei 30 Terrorverdächtige getötet.

Örtliche Quellen sprachen allerdings von einer weit niedrigeren Opferzahl der Aktion in Schabwah. Das emiratische Internet-Portal «gulfnews.com» zitierte einen Scheich aus der Umgebung, demzufolge an dem Ort des angegriffenen Treffens lediglich fünf Männer begraben worden seien. Top-Führer der El Kaida seien keine darunter gewesen.

Nach letzten Erfolgen bei der Bekämpfung des El-Kaida-Ablegers in Saudi-Arabien hatten sich die saudische und die jemenitische El Kaida zu Beginn des Jahres im Jemen zur El Kaida auf der Arabischen Halbinsel zusammengeschlossen. Ihr Führer Al-Wahaischi, ein Jemenit, war bei einem spektakulären Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Sanaa im Februar 2006 zusammen mit 22 anderen Terroristen freigekommen.

Der Saudi Al-Schihri kämpfte 2001 an der Seite Osama bin Ladens gegen die Amerikaner in Afghanistan, wurde verletzt, von den Amerikanern gefangen genommen und nach Guantánamo gebracht. 2007 wurde er von dort entlassen und in seiner Heimat in ein Rehabilitierungsprogramm für ehemalige Dschihadisten (Gotteskämpfer) aufgenommen. Dennoch setzte er sich im Vorjahr in den Jemen ab, um sich der dortigen El Kaida anzuschließen.

Den Prediger Al-Awlaki bringen die US-Behörden mit dem sogenannten Amokläufer von Fort Hood in Zusammenhang. Der US-Major Nidal Malik Hasan hatte im November in seiner texanischen Militärbasis 13 Soldaten erschossen. Hasan und Al-Awlaki hatten zuvor in einem regen e-Mail-Verkehr miteinander gestanden.

Konflikte / Jemen
24.12.2009 · 16:18 Uhr
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