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30 Jahre nach Falklandkrieg - Gedenken an Opfer

30 Jahre liegt der Beginn des Falkland-Konfliktes inzwischen zurück. Foto: Leo la ValleGroßansicht

London/Ushuahia (dpa) - Zum 30. Jahrestag der argentinischen Besetzung der Falklandinseln haben Politiker und Kriegsveteranen in London der Opfer gedacht. Argentinien bekräftigte unterdessen seinen Hoheitsanspruch auf die Inseln.

Im Falklandkrieg waren 649 Soldaten der argentinischen Armee und mehr als 250 britische Soldaten ums Leben gekommen. Der sechs Wochen dauernde Waffengang hatte begonnen, nachdem Argentinien die Inseln am 2. April 1982 besetzt hatte.

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner forderte Großbritannien auf, die UN-Resolutionen zu befolgen, die bilaterale Verhandlungen über den Status des Archipels im Südatlantik anordnen. Gleichzeitig verurteilte sie die militärische Aktion der damaligen Diktatur Argentiniens 1982. «Es war keine Entscheidung des argentinischen Volkes, es war nur ein Versuch (des Militärs), sich an der Macht zu verewigen», sagte Kirchner.

Der britische Premierminister David Cameron erneuerte die Bereitschaft seiner Regierung, die Falklandinseln vor Besitzansprüchen Argentiniens zu schützen. Argentinien hatte zuletzt Druck auf Großbritannien ausgeübt, über die Souveränität des Gebietes zu verhandeln. Unter anderem belegte Argentinien mit Hilfe verbündeter Nachbarn britische Schiffe und Schiffe der Falklandinseln mit Einfuhrverboten in südamerikanische Häfen.

Großbritannien achte das Selbstbestimmungsrecht der 3000 Inselbewohner, hieß es am Montag in einem Statement der Downing Street. «Das ist das Prinzip, das vor 30 Jahren auf dem Spiel stand», heißt es in Camerons Statement. Er versichere, diesem Prinzip weiter treuzubleiben. Die Inselbewohner sind mehrheitlich für den Verbleib bei der britischen Krone.

Argentinien begründet seinen Anspruch mit der Rechtsnachfolge einer spanischen Herrschaft über die «Malvinas» aus dem Jahr 1811. Seit 1833 Jahren sind die Inseln britisch. In Großbritannien wird vermutet, dass das argentinische Interesse an den Falklands deutlich gewachsen ist, nachdem dort größere Mengen an möglicherweise förderbarem Erdöl gefunden wurden.

Verteidigungsminister Philip Hammond wies am Montag Kritik von Militärs zurück, Großbritannien könne die Inseln gegenwärtig nicht gegen einen argentinischen Angriff verteidigen. Es gebe überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, dass Argentinien eine militärische Option überhaupt in Erwägung ziehe, sagte Hammond. Großbritannien sei aber in jedem Fall gerüstet.

Auch der Befehlshaber der britischen Streitkräfte, Commander Stuart Peach, erklärte im Fernsehen, die britischen Kräfte auf den Falklandinseln seien «mit Leichtigkeit» in der Lage, die Inselgruppe zu verteidigen. Auf dem Stützpunkt in Port Stanley tun heute rund 1000 britische Soldaten Dienst. Zum Zeitpunkt des argentinischen Angriffs vor 30 Jahren waren dort deutlich weniger britische Soldaten stationiert.

Konflikte / Falkland / Großbritannien / Argentinien
02.04.2012 · 20:34 Uhr
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