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29 Tote bei Schießerei in mexikanischem Gefängnis

In einem Gefängnis der westmexikanischen Stadt Mazatlán sind 29 Insassen durch Schüsse getötet worden.Großansicht
Mexiko-Stadt (dpa) - Bei einer Schießerei zwischen Häftlingen in einem Gefängnis der westmexikanischen Stadt Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa sind am Montag 29 Insassen getötet worden.

Zunächst war von 17 Toten berichtet worden, aber bei einer Durchsuchung der Haftanstalt seien elf weitere Leichen gefunden worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Außerdem sei ein Häftling später im Krankenhaus an seinen Schusswunden gestorben. Auch zwei Polizisten und ein Wachmann seien verletzt worden.

Bei 17 der Opfer handelte es sich Berichten zufolge um Mitglieder des Drogenkartells «Los Zetas», die später gefundenen Toten gehörten zu den Angreifern. Kämpfe zwischen Häftlingen und Auftragsmorde hinter Gittern sind in Mexiko keine Seltenheit. Während der vergangenen zwei Jahre starben so mehr als 100 Häftlinge.

Einheiten des Heeres und der Marine seien zur Verstärkung der Polizei angerückt, und das Gefängnis sei wieder unter Kontrolle der Sicherheitskräfte gebracht worden, teilten die Behörden mit. In der Haftanstalt wurden sechs Pistolen und Presseberichten zufolge auch ein Sturmgewehr von Typ AK-47 gefunden.

Die Zetas wurden von ehemaligen Drogenbekämpfern der Polizei und des Militärs gegründet, die sich seither ihrerseits am Drogenschmuggel beteiligen. Sie gelten als besonders gewaltbereit und gefährlich. Seit Präsident Felipe Calderón Ende 2006 den Einsatz der Streitkräfte gegen die immer mächtigeren Drogenkartelle befahl, sind mehr als 23 000 Menschen dem Konflikt zum Opfer gefallen.

Kriminalität / Mexiko
15.06.2010 · 07:47 Uhr
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