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25 Jahre Haft für letzten argentinischen Diktator

Reynaldo Bignone ist wegen Folter, Raub, Freiheitsberaubung und Hausdurchsuchungen während der argentinischen Militärdiktatur verurteilt worden.Großansicht
Buenos Aires (dpa) - Der letzte Chef der argentinischen Militärjunta, General im Ruhestand Reynaldo Bignone, ist wegen Menschenrechtsverbrechen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Bundesgericht in San Martín in der Nähe der Hauptstadt Buenos Aires sprach den heute 82-Jährigen am Dienstag (Ortszeit) in 56 Fällen schuldig. Dabei ging es um Folter, schweren Raub, Freiheitsberaubung und illegale Hausdurchsuchungen. An diesen Verbrechen trage Bignone als früherer Kommandant der Kaserne Campo de Mayo, die zugleich eines der größten Folterzentren der Diktatur (1976-1983) war, Mitschuld.

Dieselbe Strafe von jeweils 25 Jahren verhängte das Gericht gegen zwei weitere Ex-Generäle. Drei weitere Militärs wurden zu 20, 18 und 17 Jahren Haft verurteilt. Bignone hatte die Führung der Junta als faktischer Staatschef am 1. Juli 1982 übernommen, nachdem sein Vorgänger, General Leopoldo Galtieri nach der Niederlage Argentiniens im Falklandkrieg gegen Großbritannien zurückgetreten war.

Die Militärs brachten nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen etwa 30 000 Menschen um. Am 10. Dezember 1983 übernahm Raúl Alfonsín als erster gewählter Präsident das höchste Staatsamt und führte das südamerikanische Land zurück zur Demokratie.

Menschenrechte / Justiz / Argentinien
21.04.2010 · 08:14 Uhr
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