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22 Monate Haft auf Bewährung für Autobrandstiftung

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Berlin (dpa) - Zwei Monate nach seinem Brandanschlag auf ein Auto ist ein Berliner Paar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Amtsgericht verhängte am Mittwoch eine Strafe von 22 Monaten Gefängnis mit Bewährung für den 28-jährigen Mann und seine 23-jährige Freundin.

Das Gericht schloss ein politisches Motiv aus und sprach von Trittbrettfahrern. Trotzdem solle das Urteil abschrecken. Berlin werde seit Monaten durch Brandstiftungen in Atem gehalten, betonte das Gericht. Die Angeklagten seien Teil einer Szene, die Unruhe in der Bevölkerung stifte.

In der Nacht zu Mittwoch hatte die Polizei nach erneuten Brandanschlägen zwei Verdächtige festgenommen, ließ sie aber schnell wieder frei, weil sie mit den Bränden wohl nichts zu tun hatten.

In dem Prozess vor dem Amtsgericht wollte die Staatsanwaltschaft das angeklagte Paar ohne Bewährung ins Gefängnis schicken und hatte zweieinhalb Jahre Haft für die Frau und zwei Jahre und zwei Monate für den Mann gefordert. Nach dem Urteil kündigte die Anklage an, eine Berufung zu prüfen.

Seit Jahresbeginn brannten etwa 500 Autos in Berlin. Bei rund einem Drittel ist die Tat nach Einschätzung der Polizei politisch motiviert.

Brände / Kriminalität
02.11.2011 · 17:40 Uhr
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