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2:1 - Schweinsteiger rettet Bayern den Auftakt

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München (dpa) - Mit einem «Last-Minute-Tor» hat Bastian Schweinsteiger Titelverteidiger Bayern München einen erfolgreichen Start in die 48. Saison der Fußball-Bundesliga beschert.

Dem Nationalspieler gelang am Freitag in der Nachspielzeit der 2:1 (1:0)- Siegtreffer des Meisters im Duell gegen seinen Vorgänger VfL Wolfsburg. Vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena hatte Top-Torjäger Edin Dzeko (55.) in der stärksten VfL-Phase die frühe Führung durch Thomas Müller (9.) ausgeglichen und den Münchnern damit beinahe die Laune zur Saisoneröffnung verdorben.

«Wenn man so drei Punkte holt, ist man froh und erleichtert», gestand Bayern-Kapitän Mark van Bommel. WM-Torschützenkönig Müller ärgerte sich dagegen immer noch über den zehnminütigen «Blackout» nach der Pause, bei dem die Führung verspielt wurde: «Wenn man ein Spiel zwischenzeitlich so herschenkt, ist das für mich unverständlich. Da müssen wir darüber reden, was da los war.» Für Coach Louis van Gaal war seine Elf in dieser Phase «zu übermütig».

Die Wolfsburger ärgerten sich vor allem über ihren Auftritt vor der Pause. «Die erste Halbzeit haben wir verschlafen», schimpfte sich Wolfsburgs Zvejzdan Misimovic, nach dessen Einwechslung Leben ins Spiel der vor der Pause zaghaften «Wölfe» gekommen war. Auch Torschütze Dzeko war sauer: «Die erste Halbzeit war gar nichts. Da haben wir viel zu passiv gespielt.»

103 Tage nach der Feier des 22. Titels auf dem Marienplatz zeigten die Münchner noch keine meisterliche Leistung, kamen aber mit Glück noch zu drei Punkten. Dennoch wurde deutlich, dass Akteuren wie Schweinsteiger oder Philipp Lahm noch die Spritzigkeit fehlt. Nach der Führung versäumte es van Gaals Elf zudem, entschlossen nachzusetzen und wurde dafür nach der Pause bestraft.

Für Aufregung am Rande des Spiels sorgte Martin Demichelis. Der Argentinier hatte darum gebeten, nicht für die Auftaktpartie berücksichtigt zu werden, nachdem ihm Coach Louis van Gaal mitgeteilt hatte, dass er gegen Wolfsburg nicht zum Stamm zählen würde. Die Münchner bemühten sich, das Thema nicht zu hoch zu hängen. «Ich glaube nicht, dass er uns verlassen will. Er ist enttäuscht. Aber deswegen werden wir ihn nicht verkaufen», sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Bei «Bild.de» sprach Demichelis dagegen davon, dass es besser sei, «wenn wir getrennte Wege gehen».

Auf dem Rasen erwischten die Münchner dank Müller einen Traumstart. Von Jung-Nationalspieler Toni Kroos mustergültig bedient, setzte sich der 20-jährige Shooting-Star vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gegen seinen Bewacher Simon Kjaer durch und überwand Diego Benaglio aus der Drehung. Nicht nur in dieser Szene offenbarte die Abwehr der «Wölfe», in der Nationalverteidiger Arne Friedrich wegen Rückenproblemen fehlte, Mängel in der Abstimmung. Mittelfeld-Regisseur Misimovic, dem Abwanderungsgedanken nachgesagt werden, hatte Coach Steve McClaren zunächst auf der Bank gelassen.

Erst Mitte der ersten Halbzeit startete der ambitionierte Vorjahres-Achte zaghafte Aktionen nach vorne, doch weder Top-Torjäger Edin Dzeko noch sein Sturmpartner Mario Mandzukic kamen zunächst in Schussposition. Wie man es besser macht, demonstrierten die Bayern in der 25. Minute, als Franck Ribéry von der linken Seite scharf nach innen passte und Müller den Ball nur knapp über das Tor jagte.

«Wir haben in der ersten Halbzeit zu tief gestanden», bemängelte Wolfsburgs Co-Trainer Pierre Littbarski zur Pause. Mit Misimovic für Peter Pekarik kam nach Wiederbeginn endlich mehr Power ins Spiel der Gäste. Ein Pfostenschuss des Kroaten Mandzukic (47.) war der Wachmacher für den VfL, wenig später zielte Dzeko knapp an dem von Jörg Butt gehüteten Bayern-Tor vorbei. Und die Konfusion in der Münchner Abwehr wurde von Minute zu Minute größer. Nach einem Eckball konnte Dzeko unbedrängt hochsteigen und zum Ausgleich einköpfen. Erst danach nahmen die Hausherren wieder das Heft in die Hand, doch bis zum Siegtreffer mussten sie bis zur 90. Minute warten.

Fußball / Bundesliga / München / Wolfsburg
20.08.2010 · 23:32 Uhr
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