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19 Tote bei Bergwerksunglück in der Türkei

Bergwerksunglück in TürkeiGroßansicht
Istanbul (dpa) - Bei einer Explosion in einem Kohle-Stollen im Westen der Türkei sind in der Nacht zum Freitag 19 Bergleute getötet worden. «Die Rettungsteams haben die Unglücksstelle erreicht. Leider sind alle Arbeiter tot», sagte der türkische Arbeitsminister Ömer Dincer am Freitag.

In dem Kohlebergwerk hatte sich Methangas entzündet. Die Explosion geschah in einer Tiefe von etwa 200 Metern bei Mustafakemalpascha, südwestlich der Stadt Bursa. Die Rettungsmannschaften hatten wegen der hohen Gaskonzentration zunächst nicht zu den Verschütteten vordringen können. Sie pumpten die Nacht über Frischluft in den Schacht. Mehrere Helfer mussten wegen Gasvergiftungen behandelt werden. Nebel behinderte die Anreise von Experten per Hubschrauber aus anderen Landesteilen.

Zunächst wurden nur zwei Leichen aus dem eingestürzten Stollen geborgen. Die Bergungsmannschaften müssten sehr vorsichtig arbeiten, weil nach der Explosion auch in anderen Stollenabschnitten Einsturzgefahr bestehe, sagte der Minister. «Es wird geraume Zeit dauern, bis alle Leichen geborgen sind», sagte er. Auch bei einem schnelleren Zugang zu der Unglücksstelle hätte es für die Verschütteten kaum Überlebenschancen gegeben, wurden Experten zitiert. Die Bergungsarbeiten liefen am Freitag weiter.

In türkischen Bergwerken kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen, wobei auch Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen und die Verwendung veralteter Arbeitsgeräte beklagt werden. Das folgenschwerste Unglück der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich 1992 in einem Bergwerk in der Provinz Zonguldak am Schwarzen Meer. Dort starben bei einer Gasexplosion 263 Menschen.

Unfälle / Türkei
11.12.2009 · 12:05 Uhr
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