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1000 Atomkraftgegner bei Koalitionsrunde

Während der Koalitionsverhandlungen fordern Atomkraft-Gegner, den Atomausstieg nicht rückgängig zu machen.Großansicht
Berlin (dpa) - Mehr als 1000 Atomkraftgegner haben am Montag während der schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen für ein Ende der Atomenergie demonstriert. Sie skandierten vor der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen «Hop, hop, hop, Atomkraft stopp».

Auf Plakaten versprachen sie ein «Warmlaufen für den Widerstand - Atomkraft kaltstellen». Union und FDP denken über eine Verlängerung der Laufzeiten von sicheren Atomkraftwerken nach. Sie würden damit von dem von der rot-grünen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) im Jahr 2000 festgelegten Atomausstieg abrücken. Dieser sieht vor, dass bis 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz genommen werden.

Nach Angaben der Polizei verlief die Protestaktion friedlich. «Wer am Atomausstieg rüttelt, wird ein Comeback der Anti-Atom-Bewegung erleben», erklärte Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact. Alle Umfragen belegten, dass die Mehrheit der Menschen und sogar der Anhänger von Schwarz-Gelb am Atomausstieg festhalten wolle. «Die kommende schwarz-gelbe Regierung muss sich gut überlegen, ob sie die Gesellschaft mit einem Ausstieg aus dem Atomausstieg spalten will.»

http://www.campact.de

Parteien / Regierung / Demonstrationen
05.10.2009 · 23:27 Uhr
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