Filmkritik - Zum Abschied Mozart (2006)
 
 

Zum Abschied Mozart

Regie: Christian Labhart
Darsteller: ?????
Laufzeit: 80min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Schweiz)
Verleih: Kinostar Filmverleih
Filmstart: 08. März 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Zwölf Jahre haben sie zusammen die Schulbank gedrückt, die Abschlussklässler der Rudolf Steiner Schule Züricher Oberland. Es waren zwölf schöne, verrückte aber auch sehr beschützte Jahre, sagen sie in Christian Labharts „Zum Abschied Mozart“; als letzte gemeinsame Tat werden sie unter Leitung von Thomas Gmelin und begleitet von einem Orchester, W. A. Mozarts Requiem aufführen. Er wisse selbst nicht weshalb, aber Mozarts Requiem gehe den Menschen immer wieder unmittelbar unter die Haut, erklärt Musikpädagoge Gmelin beim ersten Treffen. Sechs Wochen lang studiert er mit den Schülern das Requiem ein, sechs Wochen lang hat Labhart Teenager und Chorleiter mit der Kamera begleitet. Hat zugeschaut, wie aus Melodien Lieder wurden, sich aus dem Chor Solisten herausschälten. War bei Proben, schließlich bei der Aufführung dabei. Und je länger „Zum Abschied Mozart“ dauert, desto mehr stellt sich heraus, dass diese intensive Chorarbeit so etwas ist wie Begleitmusik für die letzten Wochen gemeinsamen Zusammenseins; für eine Zeit, wie ein Schüler treffend formuliert, „in der man zwar noch zusammen ist, in der jedoch jeder innerlich schon andere Wege geht“. Nahe ist Labhart seinen Protagonisten gekommen. Hat sie nicht nur nach Mozart, sondern auch nach ihren Ideologien, Lebensansichten, Befindlichkeiten und Zukunftsplänen befragt und stellt mit „Zum Abschied Mozart“ ein Dokument vor, das feinfühlig und erstaunlich wahrhaftig von dem berichtet, was junge Menschen heute bewegt.

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