Filmkritik - Wo ist Fred !? (2006)
 
 

Wo ist Fred !?

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,5)
Regie: Anno Saul
Darsteller: Anja Kling, Adele Neuhauser
Laufzeit: 107min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie, Sport, Romanze (Deutschland)
Verleih: Senator Film Verleih
Filmstart: 16. November 2006
Bewertung: 3,8 (5 Kommentare, 5 Votes)
Ehrlich währt am längsten. Theoretisch vielleicht, aber vor allem in einer Beziehung sieht die Realität leider viel nüchterner aus. Noch schlimmer wird es, wenn die Angebetete einen ungezogenen Rotzlöffel von Sohn besitzt, der sich nichts sehnlicher wünscht als den von seinem Lieblings-Basketballer handsignierten Ball. Den bekommen aber nur die behinderten Fans überreicht. Um den quäkenden Linus (Ramon Julia König) ruhig zu stellen und dessen durchgestylte Mutter Mara (Anja Kling) von seinen ehrlichen Stiefvater-in-spe-Absichten zu überzeugen, geht der bodenständige Polier Fred (Til Schweiger) aufs Ganze: Beim nächsten Spiel von Alba-Berlin simuliert er einen „behinderten“ Rollstuhlfahrer, den sein Freund und Arbeitskumpel Alex (Jürgen Vogel) als „Be-treuer“ in die bevorzugte Zuschauerlage direkt auf die Behinderten-Tribüne begleitet. Und Fred hat sogar Erfolg und kann den Ball ergattern – allerdings nur mit einer kleinen List, als er seinen nervenden Rolli-Nachbarn Ronnie (Christoph Maria Herbst) kurzer-hand aus dem Weg rollt, als der Ball in dessen Richtung angeflogen kommt. Doch die Freude währt nur kurz. Zum einen wird Fred der Ball gleich wieder abgenommen, da zunächst alle Teamspieler sich dort mit einem Autogramm verewigen müssen – und das dauert. Zum anderen dreht der Verein unter Aufsicht des intriganten Marke-tingchefs Benno Held (Pasquale Aleardi) einen Imagefilm, da man das Behinderten-Engagement marketinggerecht ausschlachten will. Die Regiearbeit übernimmt die treuherzige Jungregisseurin Denise (Alexandra Maria Lara), die den vermeintlich stummen Rollstuhlfahrer gleich ins Herz geschlossen hat und Fred als „Vorzeige-Behinderten“ für die Hauptrolle castet. Der bekommt allerdings bald ganz handfeste Probleme. Da sein Kumpel Alex keinen Nachweis als examinierte Pflegekraft aufbrin-gen kann, wird Fred zwangsweise in das „Pflegezentrum Hildegard“ eingewiesen. Hier regiert nicht nur eine resolute Direktorin, sondern es wohnt dort auch der misstrauische Ronnie, der schnell herausfindet, dass Fred ein Simulant ist. Und der im Rollstuhl sitzende Ronnie erpresst den schwindelnden Rivalen, alles auszuplaudern, wenn nicht er statt Fred die Hauptrolle in dem begehr-ten Imagefilm bekäme. Und so kämpft der kooperationsbereite Fred als „behinderter“ Sympathieträger an diversen Fronten: Ronnie im Film unterzubrin-gen, im Heim den hilflosen Rollstuhlfahrer zu mimen, seine Verlobte Mara nicht zu vernachlässigen, die hübsche Regisseurin Denise weiter zu beschwindeln und gleichzeitig die wichtige Arbeit auf der Baustelle zu überwachen, die von seinen treuherzigen Kumpels mit viel Liebe zum Chaos konterkariert wird. Aber spätestens, als sich Maras gutbürgerliche Eltern ankündigen, geht alles drunter und drüber, und der gehetzte Fred muss auch im Beisein von Mara und Linus den „Rollifahrer“ spielen. Als zudem noch Denise in sein Privatleben stolpert, erfindet er sogar einen Zwillingsbruder, um allen weiblichen Anforderungen gerecht zu werden. Trotzdem scheint alles gut zu verlaufen, der Image-film ist im Kasten, und in einer feierlichen Zeremonie im Stadion soll Fred das Corpus delicti, den signierten Ball, persönlich aus der Hand von Starspieler Mercurio Müller überreicht bekommen. Doch er hat die Rechnung ohne den wutentbrannten Ronnie ge-macht, der plötzlich herausfindet, dass er keineswegs die Hauptfigur im erwähnten Imagefilm ist. Wird Fred am Ende also Ball und Mara in Händen halten, ohne aufzufliegen – oder werden sein rechtschaffenes Herz und die ehrli-che Liebe zu Denise die Oberhand behalten?

Kommentare

(5) ErMi vergibt 4 Klammern · 26. Dezember 2006
stromberg und krömer sind ganz witzig. mit genügend bier auch ganz lustig, aber sonst einmal und niedwieder ;-)
(4) T-Flow vergibt 3 Klammern · 12. Dezember 2006
Einige gute Lacher sind dabei, aber ansonsten nur ein Sonntag-Mittag-ARD-Film....
(3) rochri vergibt 2 Klammern · 22. November 2006
Ich kann mich Smaz nur anschließen. Der Film ist nicht wirklich lustig und schlecht gemacht. Den sich im Kino anzusehen, ist für mich verschwendete Zeit und verschwendetes Geld.
(2) Smaz vergibt 3 Klammern · 21. November 2006
Hatte mir den Film wesentlich besser/humorvoller vorgestellt. Die Witze sind z.T. echt flach, manche "Witze" sind nicht mal annähernd lustig. Die Story ist auch nicht sonderlich interessant & ziemlich vorrasusehbar. Thematisch immerhin noch ein wenig anders. Fazit: Muss man nicht umbedingt gesehen haben.
(1) quark007 vergibt 7 Klammern · 16. November 2006
Guter Film! Man kann wirklich sehr gut lachen! Schade nur, dass es z.T. wegen den "Behinderungen" ist! Trotzdem ein guter Film! Story erinnert halt eher ein wenig an TeenieFilme! Aber trotzdem insgesammt ein lustiger Film!
 

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