Filmkritik - Welt Park Peking (2004)
 
 

Welt Park Peking

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,1)
Original: Shijie | The World
Regie: Zhang Ke Jia
Darsteller: Taisheng Chen, Zhong-wei Jiang
Laufzeit: 143min
FSK: ???
Genre: Drama (China, Frankreich, Japan)
Filmstart: 01. Juli 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein junges Paar vom Land hat Arbeit in einem Pekinger Themenpark gefunden, doch ihre Beziehung gerät angesichts der Verlockung des Geldes und der Versuchungen des großstädtischen Lebens bald in Gefahr.: Vor der gleichzeitig künstlichen und realen Welt des "Welt Parks" inszenierte Regisseur Jia Zhang-ke einen gleichnishaften Film über den Wandels des großstädtischen Lebens in China. Der "Welt Park" bei Peking bietet mit seinen nachgebauten Sehenswürdigkeiten aus fünf Kontinenten die große Welt auf kleinstem Raum: darunter den Pariser Eiffelturm, Big Ben, das Taj Mahal und die Pyramiden von Gizeh. Tao, eine junge Frau aus der Provinz, arbeitet als Tänzerin im "Welt Park", ihr Freund Taisheng ist dort als Wachmann angestellt. Die Beziehung steckt in einer Krise, die Taisheng mit übertriebener Eifersucht kompensiert, während er selbst sich heimlich mit einer Frau trifft. Tao wird von einem Zuhälter bedrängt, eine Freundin lässt sich auf Liebesaffären ein, um beruflich weiterzukommen. Angesichts der großen Erwartungen, die enttäuscht wurden, werden sich Tao und Taisheng ihrer Situation bewusst. "Welt Park Peking" liefert ein differenziertes Bild vom großstädtischen Leben gerade der jungen Generation im heutigen China. Der Themenpark macht symbolhaft die Öffnung Chinas für die Außenwelt deutlich, die mit einem rasanten wirtschaftlichen Boom einhergeht. Weil nur noch der materielle Wohlstand zählt, zerbrechen Beziehungen. Der Film entfaltet effektvoll die individuellen Schicksale vor der virtuell anmutenden Kulisse des "Welt Parks", einem Ort, der für die Zukunft steht und gleichzeitig eine gespenstische Fata Morgana ist. Der 1970 geborene Regisseur Jia Zhang-ke, der 2006 in Venedig für seinen Spielfilm "Still Life" den Goldenen Löwen erhielt, gilt derzeit als wichtigster Vertreter des jungen chinesischen Kinos. Nach einem Malerei-Studium und literarischen Versuchen begann er 1993 ein Filmstudium und gründete 1995 die "Youth Experimental Film Group".

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