Filmkritik - Welcome to the Jungle (2003)
 
 

Welcome to the Jungle

DVD / Blu-ray / iTunes :: IMDB (6,7)
Original: The Rundown
Regie: Peter Berg
Darsteller: Sean William Scott, Dwayne Johnson
Laufzeit: 100min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Abenteuer, Komödie (USA)
Verleih: Columbia Tristar Film
Filmstart: 11. März 2004
Bewertung: 6,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Beck ist Kopfgeldjäger und Geldeintreiber in Diensten des L.A.-Unterweltbosses namens Walker. Ein Wiederbeschaffungsexperte der härtesten Sorte. Wer sich mit Beck anlegt, holt sich die Hölle an den Hals. Dabei lässt einem der Mann mit den eisernen Fäusten und der Kampfkraft einer Dampfwalze durchaus Alternativen. Bei Beck heißt das: Optionen. Option A: Man erfüllt Becks Ansinnen freiwillig. Option B: Beck hilft nach! Dabei ist Beck ein durchaus mitfühlender, geradezu vornehmer Charakter. Tief in seinem Innern scheint es ihn durchaus zu schmerzen, explosive Gewalt anwenden zu müssen. Denn auch eine Dynamitstange auf zwei Beinen, wie Beck, hat durchaus ihre Träume. Eigentlich will er schon lange aufhören, um ein feines Edelrestaurant zu eröffnen. Leider hat er noch Schulden bei Walker abzuarbeiten. Deshalb führte ihn der letzte Auftrag des Boss‘ auch in einen HiClass-Nachtclub um einen zahlungsunwilligen Football-Helden zur Einsicht zu bewegen. Da dieser sich jedoch nicht durchringen kann zu bezahlen oder wenigstens einen wertvollen Ring als Pfand für die baldige Begleichung zu hinterlassen, ist Beck gezwungen Option B in Kraft treten zu lassen. Da Beck dafür den saumseligen Star samt seiner ganzen Bodyguard-Truppe erledigen muss, verwandelt sich der Nachtclub in ein Trümmerfeld. Beck hingegen ist im Besitz des Ringes um ihn Boss Walker zu bringen. Dummerweise hat Walker noch einen zweiten Mann zur Absicherung geschickt, der Beck nach erledigter Arbeit mit Betäubungsprojektilen zu Boden schickt und den Ring selber abliefert. Somit steht Beck immer noch bei Walker in der Kreide – und die Eröffnung des eigenen Gourmetschuppens muss einmal mehr verschoben werden. Beck darf erneut in Walkers Auftrag losziehen. Im brasilianischen Amazonasdschungel, in einem schäbigen Nest mit dem hübschen, aber passenden Namen El Dorado (das Goldland) soll Beck wieder einmal einen aufmüpfigen jungen Herrn aufstöbern und in die Heimat verfrachten: Walkers eigenen Sohn Travis. Beck darf sich umgehend auf die Reise begeben. Die Umstände sind alles andere als luxuriös. In einer schrottreifen und betagten zweimotorigen Flugkiste, gesteuert von dem durchgeknallten Schotten namens Declan wird Beck an seinen Bestimmungsort gebracht. Die Landung ist ebenso katastrophal wie der Flug. Immerhin erreicht der „Wiederbeschaffungsexperte“ seinen Zielort El Dorado, von seinen humorvollen Bewohnern in „Helldorado“ umbenannt, unversehrt. Dieser Horror-Ort im Dschungel wird von dem Amerikaner Hatcher, seinem Bruder und einer Truppe gewaltversessener und schwer bewaffneter Totschläger kontrolliert. Die bettelarmen Einheimischen sind quasi versklavt. Sie müssen in nicht enden wollenden Schichten rund um die Uhr für Hatcher Gold schürfen. Wer sich gegen Hatcher erhebt, ist des Todes. Der Dschungelboss kennt kein Pardon. In Helldorado geschieht nichts ohne seine Billigung! So handelt Beck notgedrungen einen ersten Deal mit Hatcher aus. Gegen eine einmalige Zahlung von 10.000 US Dollar erhält Beck die Erlaubnis Travis in die USA auszufliegen. Doch Travis hingegen hat ganz andere Pläne. Er versucht gerade seine Ex-Freundin Mariana, die Barkeeperin der einzigen und somit besten Kneipe von Helldorado zu überreden, ihm bei der Suche nach der „Gatto Diabolo“ (Teufelskatze) zu helfen. Diese ebenso wertvolle, wie sagenumwobene Statue soll dem angehenden Archäologen Travis nicht nur zu Ruhm, sondern auch zu dem Reichtum verhelfen, der notwendig ist, um sich endlich von seinem verhassten Vater zu lösen. Mariana erklärt sich zur Hilfe bereit – allerdings nicht ganz uneigennützig: „Gatto Diabolo“ ist ein wichtiges Artefakt für die Amazonas-Indianer, ein heiliges Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. Es würde ihrem Volk im Kampf gegen die verhassten Unterdrücker von großem Nutzen sein. Da Travis behauptet zu wissen, wo sich dieser seit langem verschollene Schatz befindet, erklärt sie sich bereit, ihn mit ihrem Boot zu unterstützen. Ausgerechnet in diesem Moment tritt Beck auf den Plan, greift sich Travis und nennt ihm seine Optionen ... Travis versucht das Becksche Regelwerk zu modifizieren und entscheidet sich für Option C. Mehr als ein paar kräftige Ohrfeigen trägt ihm dieser naseweise Versuch nicht. Doch auch Beck scheint von seinem Glück verlassen: Kaum glaubte er seine Zielperson in Gewahrsam zu haben, erscheint Hatcher und stellt klar, dass er Beck belogen hat. Niemals würde er den Mann ziehen lassen, der weiß, wo sich „Gatto Diabolo“ befindet! Doch Hatcher und seine Schläger haben die Rechnung ohne Beck gemacht. Der kämpft sich und seinem „Schützling“ den Weg frei. Und beiden gelingt die wilde Flucht in einem Jeep Richtung Rollfeld, wo Declan bereits mit laufenden Motoren wartet. Diesmal aber macht Travis Beck einen Strich durch die Rechnung, da er keineswegs darauf erpicht ist, zu seinem Daddy zurückzukehren und überdies auf „Gatto Diabolo“ zu verzichten. Die rasende Fluchtfahrt zum rettenden Flieger endet in einem Unfall, als Travis Beck ins Steuer greift und der Wagen einen steilen Abhang hinunterfliegt. Beck und Travis werden aus dem Wagen geschleudert und stürzen, sich immer wieder überschlagend den steinigen Abhang hinunter. Es ist das pure Glück für beide, dass sie in einem Tümpel landen und nicht von ihrem Fahrzeug erschlagen werden. Travis nutzt die nächstbeste Gelegenheit zur Flucht, doch Beck ist wieder einmal schneller und gewitzter als sein junger Gefangener. In der Hoffnung, Hatchers Dschungelhölle letztlich doch entkommen zu können schlagen sich die beiden durch die Wildnis. Sie wissen, dass Hatcher und seine Truppe ihnen bereits auf den Fersen ist. Doch die nächsten Gefahren, in die Beck und Travis unversehens geraten, sind auch nicht ohne: Zuerst geraten beide in am Boden ausgelegte Schlingfallen und hängen plötzlich mit dem Kopf nach unten zwischen den Bäumen. Dann werden sie auch noch von einer wilden Affenhorde angegriffen, die den Hilflosen beinahe den Garaus gemacht hätte. Als die bissfreudigen Biester endlich von Schüssen vertrieben werden und Beck und Travis an Rettung glauben, sehen sie sich von einer kleinen Rebellenarmee umzingelt und gefangen. Wieder sieht Travis, der Portugiesisch spricht und sich mit den Rebellen verständigen kann, seine Chance Beck loszuwerden. Er erzählt den Männern einfach, dass Beck mit dem verhassten Hatcher zusammenarbeitet. So darf sich Beck gleich mit einem guten halben Dutzend muskulöser und versierter Nahkämpfer herumprügeln ... und beinahe hätte er auch die Oberhand behalten. Diesmal aber naht wirklich Rettung: Mariana. Travis‘ Ex und scheinbare Partnerin bei der Schatzsuche entpuppt sich als Anführerin der Rebellen. Mit wenigen Worten sorgt sie dafür, dass sich alle Missverständnisse und Feindschaften klären. Beck wird jetzt als Freund und Gleichgesinnter akzeptiert. Diese Harmonie ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn Hatcher und seine Killertruppe erscheinen und sorgen für ein grässliches Blutbad im Rebellencamp. Nur Mariana, Beck und Travis gelingt in letzter Sekunde die Flucht in einem Motorboot. Dabei lassen sich Beck und Mariana von Travis überreden, die Suche nach „Gatto Diabolo“ fortzusetzen. Und sie haben Glück. Hinter einem Wasserfall entdecken sie das bestens gesicherte Relikt und können es bergen. Travis, endlich am Ziel seiner Träume ist geradezu glücklich. Ein gemeinsames Abendessen am Lagerfeuer endet jedoch anders, als Beck und Travis sich das vorgestellt haben: Mariana serviert den beiden Männern eine seltsame, doch köstliche Frucht – eine psychedelische Droge die jegliche Wahrnehmung grotesk verzerrt. Beck und Travis sind hilflos und können keinen Finger rühren, als sich Mariana die Statue der Teufelskatze greift, um sie ihrem Volk zu bringen. Erst Stunden später sind Beck und Travis wieder in der Lage, sich als Herren ihrer Muskulatur und ihrer Sinne der veränderten Realität zu stellen. Sie machen sich auf den Rückweg nach „Helldorado, um dort festzustellen, dass sich Mariana in der Gewalt von Hatcher und seinen Männern befindet. Diesmal sind sich Beck und Travis einig. Es reicht, und Hatcher soll zahlen für all das, was er ihnen und den Menschen hier angetan hat. Zu zweit treten sie an gegen eine ganze Armee schwerbewaffneter Killer. Ein ungleicher Kampf. Die Wahrheit aber ist, wenn einer wie Beck so richtig wütend ist, kann ihn nicht einmal eine Atomexplosion aufhalten. Harte Zeiten für Hatcher ...

Kommentare

(1) Megachip vergibt 6 Klammern · 20. Juli 2008
Nett anzusehender Action Streifen
Welcome to the Jungle (2003) Trailer (Deutsch, HD)
 
 

Teilen

 

Filmsuche