Filmkritik - Verliebt in eine Hexe (2005)
 
 

Verliebt in eine Hexe

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (4,8)
Original: Bewitched
Regie: Nora Ephron
Darsteller: Michael Badalucco, Jim Turner
Laufzeit: 102min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Komödie, Fantasy (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 01. September 2005
Bewertung: 5,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Eines wunderschönen Tages landet in Kaliforniens San Fernando Valley eine zauberhafte junge Frau – auf einem Besen. Ihr Name ist Isabel Bigelow (NICOLE KIDMAN) und sie ist ihres Zeichens in der Tat eine Hexe – eine gute, wohlgemerkt. Aber Isabel will genau das lange genug gewesen sein und endlich ein normales Leben führen – in einem normalen Haus mit Gartenzaun, normalen Freundinnen, einer ganz normalen Arbeit und einem ganz normalen Ehemann, der sie braucht. Und vor allem: ganz ohne Hexereien. Das jedenfalls erklärt sie entschlossen ihrem allgegenwärtigen Vater und Hexenmeister Nigel (MICHAEL CAINE). Wobei – eine Sache wäre da noch: ein Haus muss her. Ein Nasekräuseln, Isabels Zauberformel, genügt – und die Maklerin ist überzeugt, dass das soeben dahergezauberte neue Heim ohne Referenzen zu verkaufen ist. Isabels normales Leben kann beginnen. Wäre da nicht... ... ja, wäre da nicht: Hollywood! In diesem Fall in Person von Jack Wyatt (WILL FERRELL), um genau zu sein. Jack war mal ein ziemlich populärer Leinwandstar – jetzt bemüht sich sein ihm sehr zugetaner Agent Richie (JASON SCHWARTZMAN) mit einer übergroßen Portion Enthusiasmus um ein TV-Comeback seines Schützlings. Und zwar in einem Remake der 60er-Jahre-Hitserie „Verliebt in eine Hexe“, in der sich ein ganz normaler Durchschnittsamerikaner in eine – tatsächliche – Hexe verliebt und sie mitsamt ihrer Hexenfamilie heiratet. Bei einem Treffen mit den Autoren der Serie, Stu (STEPHEN COLBERT) und Larry (JIM TURNER) und deren ewig frustrierter und in den Hintergrund verwiesenen Assistentin Nina (HEATHER BURNS), drängt Richie Jack dazu, darauf zu bestehen, dass er die absolute Hauptrolle bekommt – und der Part der zauberhaften Hexe Samantha mit einer Unbekannten besetzt wird, am besten mit einer ganz normalen jungen Frau... Nun gut, nicht ganz normal – denn sie sollte unbedingt die Nase so zauberhaft kräuseln können wie Elizabeth Montgomery im Original der Serie. Denn das Nasekräuseln ist das Schlüsselelement der Show. Aber keine der Bewerberinnen kann es auch nur annähernd mit dem Charme der Vorgängerin aufnehmen. Bis Jack Wyatt eines wunderschönen Tages... ... in einer Buchhandlung im Valley zwischen den Buchreihen eine kräuselnde Nase entdeckt. Diese gehört niemand anderem – als Isabel Bigelow, einer hinreißend zarten Person, die Samantha aus „Verliebt in eine Hexe“ wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Während Jack Isabel bis in ein Café folgt, wo die Kellnerin Isabel über den ehemaligen Star und Womanizer aufklärt, ist es um Isabel tatsächlich längst geschehen. Vor allem, als Jack sie zu überzeugen versucht, dass sie unbedingt den Part in seiner Show übernehmen müsse und ihr ein „Ich brauche Sie!“ ins Gesicht ruft, kann Isabel nicht mehr nein sagen – obwohl sie doch nie wieder hexen wollte ... nicht einmal mehr so tun, als ob... Ihre Vorfreude auf ihre neue Berufung steigert sich, als sie sich begeistert die Originalserie anschaut – und Besuch von ihrer Nachbarin Maria (KRISTIN CHENOWETH) erhält, die ihr zu ihrem Job herzlichst gratuliert und fortan nicht mehr von ihrer Seite weicht. Ebenso wie ihr Daddy, der eben mal wieder hereinschneit, um Isabel darauf aufmerksam zu machen, dass die Serie eine Schande für ihre Zunft sei. Keine Schande macht Isabel Jack bei der Pressekonferenz zum Produktionsstart von „Verliebt in eine Hexe – Hollywood“: Sie hält sich, wie es der Star wünscht, dezent im Hintergrund und glänzt lediglich mit ihrer gekräuselten Nase. Während sich Iris Smythson (SHIRLEY MACLAINE), eine berühmte Diva, elegant in den Vordergrund schiebt und dem Star der Show jetzt schon die Lacher raubt. Jack, der seit der Trennung von seiner Gattin Sheila (KATE FINNERAN) im Hotel haust und ohne Richie gar nicht zurechtkäme, weint sich am Abend darüber glatt die Augen aus. Die Produktion läuft allerdings ganz nach Jacks und Richies Geschmack an – schließlich haben die Autoren Isabels ursprüngliche Textzeilen komplett aus den Büchern gestrichen und die Lacher sind einzig und allein auf Jacks Seite. Nun gut, ein paar gehen auch auf das Konto von Iris alias Endora, die ungern die zweite Geige spielt. Als Isabel ein Gespräch zwischen Jack und Richie mithört, in denen die beiden ihren gelungenen Coup beklatschen, geht Isabel ein Licht auf. Sie verlässt auf der Stelle das Set, gefolgt von Maria und Nina, die Jack schon lange mal die Meinung sagen wollte. Oder am besten gleich um die Ecke bringen wollte. Aber Isabel hat da ganz andere Methoden... na gut, Methoden, die sie eigentlich nicht mehr einsetzen wollte. Bei einer besonders wichtigen Szene legt Isabel Jack alias Darren zunächst einmal einen ziemlich originellen Text in den Mund und treibt ihn und Regisseur Jim (DAVID ALAN GRIER) damit ziemlich in den Wahnsinn. Dann soll Jack alias Darren einen kleinen Hund zu sich locken. Mit einem kurzen Griff an ihr Ohr sorgt Isabel dafür, dass das Hündchen keinen Schritt tut, schließlich zielsicher ihr selbst in die Arme springt. Nach mehreren Takes nutzt Isabel auf Anraten von Nina die Situation dazu, selbst zur Abwechslung einmal das Wort zu ergreifen – und erntet prompt den Applaus. Nur Iris bleiben Isabels kleine Tricks nicht verborgen... ... genau wie Iris Isabels allgegenwärtigem Vater nicht verborgen geblieben ist. Er ist verknallt. In ein menschliches Wesen. Was nicht ganz mit rechten Dingen zugehen kann. Isabels Ärger steigert sich dagegen ins Überirdische, als Jack in einer Fernsehtalkshow behauptet, er selbst hätte seiner unerfahrenen Kollegin das Nasekräuseln beigebracht. Just in diesem Moment poltert Tante Clara (CAROLE SHELLEY), Isabels leicht senile Tante, durch den Kamin. Und weiß die Lösung: Ein Fluch muss her, der Jack auf der Stelle verhext. Gemeinsam mit Maria und Nina wird die Zeremonie durchgeführt, wenngleich Clara sich nicht ganz sicher ist, wie der Zauberformel korrekt lauten sollte. Eine Wirkung zeigt sie in jedem Fall: Am nächsten Morgen im Studio, als die ersten Zuschauerreaktionen Isabel großen Zuspruch und Jack ziemliche Ablehnung bescheinigen, ist der Hauptdarsteller überraschenderweise bester Dinge – und über Nacht zu Isabels größtem Fan und Verehrer geworden. Isabel geht Jacks Zuneigung schnell gehörig zu weit – und als er auf ein Date besteht, beschließt sie, dass der Fluch ein Fehler war. Aber Tante Clara hat sich nach Japan abgesetzt – und als Jack verschwitzt vor ihrer Tür steht, ist es wider ihren Willen gänzlich um Isabel geschehen. Bei einem romantischen Dinner stellen beide unerwartete Gemeinsamkeiten und erwartbare Unterschiede fest, und nach einem hinreißenden Abend fehlt eigentlich nur noch der entscheidende Abschiedskuss... Wäre da nicht... ... ja, wäre da nicht Isabels Schwur, ein normales Leben zu führen, an der Seite eines ganz normalen Mannes, der sie nicht unbedingt deshalb braucht, weil sie ihn im Wortsinne, sondern mit ihrem Charme verzaubert hat. Ein letztes Mal muss Isabel ihre Fähigkeiten einsetzen – und die Rückspultaste drücken. Was danach kommt, übertrifft selbst die Erwartungen einer zauberhaften Hexe wie Isabel Bigelow...

Kommentare

(1) klamm vergibt 5 Klammern · 05. Oktober 2005
Muh naja musste halt mit Eva da rein ... Kidman is auch als Dummchen ganz goldig. Aber der Film an sich eher lau. Könnte man auch Morgens auf Sat1 guggen.
 

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