Filmkritik - Unser täglich Brot (2005)
 
 

Unser täglich Brot

Original: Unser täglich Brot
Regie: Nikolaus Geyrhalter
Darsteller: ?????
Laufzeit: 95min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Dokumentation (Österreich)
Verleih: Alamode Film
Filmstart: 18. Januar 2007
Bewertung: n/a (1 Kommentar, 0 Votes)
Brot ist weit mehr als nur Brot. Es ist seit Jahrtausenden Sinnbild von Nahrung, körperlicher und seelischer Kraft, Lebenskraft „Unser täglich Brot gib uns heute“ heißt es in einem Gebet nach Matthäus 6.11, das Millionen von Christen täglich beten. Bewusst hat Regisseur Nikolaus Geyrhalter für seinen Film diesen Titel gewählt, denn er lässt den Kinobesucher Zeuge einer ganz eigenen Schöpfungsgeschichte werden. UNSER TÄGLICH BROT ist eine filmische Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film Orte, an denen Nahrungsmittel produziert werden: Für Fahrzeuge optimierte, surreale Landschaften; sterile Räume in funktioneller, industrieller Architektur, für logistisch-effiziente Abläufe entwickelt. Eine kühle, industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Indem Nikolaus Geyrhalter der Frage „Woher kommt unsere Nahrung?“ schonungslos nachgeht, stellt er gleichzeitig die Seinsfrage. Wo steht der Mensch in einer Welt, die sich in ganz elementaren Dingen verselbständigt hat? Und er zeigt die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres Wertkanons: viel, einfach, schnell, wenige produzieren für uns alle. UNSER TÄGLICH BROT gibt dem Kinobesucher Einsicht in die Orte, die sich unserem Alltag verschließen. Er liefert Einblicke, dort, wo Verdrängung die Regel ist und liefert Erkenntnis – 90 Minuten, ohne Kommentar.

Kommentare

(1) guinea-pig · 25. Januar 2007
Unkommentierter Film über die Nahrungsmittelproduktion. Nur Bilder, keine Interviews oder Reportagen. Klingt interessant, ist aber vielleicht net unbedingt etwas für das Kino...
 

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