Filmkritik - Triff die Robinsons (2006)
 
 

Triff die Robinsons

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,9)
Original: Meet the Robinsons
Regie: Stephen J. Anderson
Laufzeit: 95min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Abenteuer, Komödie, Animation (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 29. März 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Er hat ganz einfach Pech – vielleicht gerade weil er so genial ist. Über 120 "Interviews" mit adoptionswilligen Eltern hat der zwölfjährige Waisenjunge Lewis (deutsche Stimme: JOHANN HILLERMANN) bereits geführt. Alles ganz easy eigentlich, solange der aufgeweckte Lewis den interessierten Paaren nicht seine durchaus einfallsreichen, aber oft katastrophalen Erfindungen vorführt. Zuletzt war dies eine vollautomatische Erdnussbutter-Spritzpistole. Zu dumm nur, dass sein potenzieller Vater an einer Erdnuss-Allergie leidet… Und so bleibt Lewis trotz aller Bemühungen seitens der warmherzigen und verständnisvollen Heimleiterin Mildred (SUSANNA BONASEWICZ) weiter allein, obwohl er doch so gern seine Mutter kennen lernen würde, die ihn vor zwölf Jahren als namenloses Baby auf der Schwelle des Waisenhauses in der 6. Straße unerkannt zurückgelassen hat. Sein Zimmergenosse, der immermüde Baseball-Spieler Michael "Goob" Yagoobian (LASSE CROHN), erträgt mehr oder weniger stumm Lewis' explosive Mischung aus Traurigkeit und Erfindungswut. Eines Tages kommt dem verzweifelten Lewis ein Erinnerungs-Scanner in den Sinn, mit dem sich die vergangenen Gedanken reproduzieren lassen. Und dann könnte er endlich herausfinden, warum ihn seine Mutter verlassen hat! Gesagt, getan, bastelt er an dem Gerät und stellt es pünktlich zur Erfindermesse seiner Schule fertig. Doch ausgerechnet an diesem großen Tag wird er heimlich von einem geheimnisvollen, hässlichen Mann mit schwarzem Umhang, spindeldürren Beinen und einer Melone beobachtet. Zu allem Überfluss macht sich auch noch die Melone namens Doris auf langen Metallspinnenbeinen selbstständig und werkelt unerkannt an Lewis' Erinnerungs-Scanner herum. Mit dem Resultat, dass das Gerät ein heilloses Chaos anrichtet und die Präsentation vor seinen Mitschülern, seinem Klassenlehrer Herrn Willerstein (HANS JÜRGEN DITTBERNER), dem körperbewussten Schul-Coach (RALF MOELLER) und der Wissenschaftlerin Dr. Krunklehorn (CORNELIA MEINHARDT) in einem Desaster endet. Während sich Lewis maßlos enttäuscht aufs Dach des Waisenhauses zurückzieht und schmollt, klaut der Mann mit Melone (LEON BODEN) in dem Durcheinander die für ihn anscheinend wichtige Maschine. Auf dem Dach macht Lewis bald eine seltsame Entdeckung. Ein fremder Junge namens Wilbur Robinson (YOSHIJ GRIMM) taucht auf und behauptet, aus der Zukunft zu stammen und die vom Mann mit Melone gestohlene Zeitmaschine seines Vaters, des genialen Erfinders Cornelius Robinson, zu suchen. Dafür ist Wilbur mit einer Ersatzzeitmaschine unterwegs, und mit dem Versprechen, mit dieser in die Vergangenheit zu reisen, um Lewis' Mutter ausfindig zu machen, entführt er unter allerhand coolen Sprüchen den genialen Tüftler Lewis in – die Zukunft. Dort als wahrer Bruchpilot gelandet, lernt Lewis peu à peu die kunterbunte und durchgeknallte Welt von Wilburs Familie kennen: die Frösche dirigierende Mutter Franny, die komischen Superhelden Onkel Art und Onkel Gaston, die kapriziöse Cousine Tallulah (EVA PADBERG) und den nicht weniger flamboyanten Cousin Lazlo, die liebenswerten, aber reichlich bizarren Verwandten Onkel Fritz und seine Handpuppen-Gattin Petunia (beide von RICK KAVANIAN gesprochen) sowie Onkel Joe und Tante Billie, nicht zu vergessen Opa Bud und Oma Lucille sowie die coolen Hauswächter-Zwillinge Spike & Dimitri (ebenfalls RICK KAVANIAN) samt Hausdiener-Krake Lefty. Und natürlich gibt's da noch den singenden Frosch Frankie, der nicht von ungefähr an Frank "The Voice" Sinatra erinnert, samt seinen musikalischen grünen Spießgesellen. Ach ja: Putzi, der Tyrannosaurus, sollte noch erwähnt werden. Nur Vater Cornelius weilt noch bei der Arbeit im eigenen Erfinderkonzern "Robinson Industries" … Während sich Lewis mehr und mehr als Familienmitglied der sonderbaren Robinsons fühlt, bei denen anscheinend alles möglich und nichts verboten ist, naht der Ärger in Gestalt des wütenden Mannes mit Melone. Der hat nämlich Lewis' Erinnerungs-Scanner in dessen eigentlicher Zeitperiode teuer an den Konzern Inventco verkaufen wollen. Doch trotz aller Unterstützung von seiner intelligenten Robotermelone Doris ging die Aktion schief, und Mann und Melone sind auf dem Weg zurück in die Zukunft, um Lewis zu zwingen, ihnen das Gerät von Grund auf zu erklären. Mit Hilfe von Doris manipuliert der Mann mit Melone das eigentlich freundliche Spatzenhirn von Dino Putzi, so dass der riesige Tyrannosaurus Rex auf der Suche nach Lewis fast alles in Schutt und Asche legt. Lewis und Wilbur dämmert langsam, dass es hier nicht nur um eine geklaute Zeitmaschine und einen Erinnerungs-Scanner geht. Der geheimnisvolle Mann mit Melone scheint vor allem mit Lewis selbst ein Hühnchen rupfen zu wollen. Und bald erfährt der Junge, was es mit dem finsteren Mann mit Melone auf sich hat, der scheinbar ohne Mühe in Gegenwart und Zukunft zu Hause ist und mit seiner üblen Laune seine Umwelt immer weiter mit einem Grauschleier überzieht. Aber Lewis und sein neuer Freund Wilbur geben nicht auf. Zusammen mit Wilburs persönlichem Roboter Carl und dem Lebensmotto von Erfindervater Cornelius Robinson auf den Lippen, "Gib niemals auf!", machen sie sich daran, dem Mann mit Melone das Handwerk zu legen und nichts weniger als die Zukunft zu retten, damit Lewis eine Chance für die Gegenwart bekommt, um seine Vergangenheit regeln zu können. Alle Zeitlinien laufen auf der anfangs so chaotisch erscheinenden Erfindermesse zusammen. Bekommt Lewis eine zweite Chance, um den Erinnerungs-Scanner auszuprobieren und seine richtige Mutter kennen zu lernen? Und was genau führt der Mann mit Melone im Schilde? Er scheint ein trauriges Geheimnis zu haben, das untrennbar mit Lewis verknüpft ist …

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