Filmkritik - Tränen der Sonne (2003)
 
 

Tränen der Sonne

DVD / Blu-ray / iTunes :: IMDB (6,6)
Original: Tears Of The Sun
Regie: Antoine Fuqua
Darsteller: Bruce Willis, Monica Bellucci
Laufzeit: 121min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Action, Abenteuer, Krieg (USA)
Verleih: Columbia Tristar Film
Filmstart: 28. August 2003
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Eine kurze Einsatzbesprechung an Bord eines amerikanischen Flugzeugträgers vor der Küste von Afrika lässt keine Fragen für die acht Mann starke Navy-SEAL-Eliteeinheit unter Lieutenant A. K. Waters (Bruce Willis) offen. Zusammen mit seinen Männern (Cole Hauser, Nick Chinlund, Eamonn Walker und andere) soll er mit Fallschirmen unbemerkt abspringen und die amerikanische Staatsbürgerin und Missionsärztin Dr. Lena Kendricks (Monica Bellucci) aus dem Krisengebiet retten, in dem muslimische Rebellen plündernd, brandschatzend und mordend durchs Land ziehen und die demokratische Regierung gestürzt haben. Keine Einmischung, möglichst Vermeidung von Feindkontakt und ausschließliche Rettung von Kendricks sowie unter Umständen von drei weiteren westlichen Missionaren – so lautet der klare Befehl. Doch schon die erste Begegnung zwischen Waters und Kendricks macht deutlich, dass diese Mission nicht so reibungslos verlaufen wird, wie geplant. Um nichts in der Welt ist sie bereit, die Menschen zurückzulassen, die in der Mission auf Schutz und Hilfe gehofft hatten. Das Dilemma ist klar: Gegen ihren Willen darf er sie nicht retten und wenn er sie zurücklässt, ist der Einsatz ein Fehlschlag. So lässt sich Waters widerwillig darauf ein, über zwei Dutzend Afrikaner, darunter Frauen und Kinder, mitzunehmen. Zurück bleiben die restlichen Missionare und die Patienten, die nicht aus eigener Kraft laufen können. Schon auf dem Weg zum verabredeten Evakuierungstreffpunkt entgehen Waters’ Truppe und die Flüchtlinge nur knapp der Entdeckung durch eine Rebelleneinheit unter Colonel Idris Sadick (Malick Bowens), die sich offensichtlich in Richtung der Mission bewegt. Am nächsten Tag erreichen sie tatsächlich die Lichtung, auf der Waters’ Einsatzteam und sein „Päckchen“ abgeholt werden sollen. Sein „Päckchen“ sollte aber diesmal eben nur vier Personen schwer sein und so ist keineswegs Platz im Hubschrauber für die Gruppe von Flüchtlingen, auch wenn er das die Ärztin glauben ließ, um sie zum Mitkommen zu bewegen. Mit der am Boden zerstörten Dr. Kendricks an Bord und Waters’ Männern fliegt der Hubschrauber in Sicherheit, während die afrikanischen Flüchtlinge ohne Hoffnung zurückgelassen werden. In der Zwischenzeit hat die Rebellentruppe die Mission erreicht – und ein Massaker hinterlassen. Die Zurückgebliebenen wurden brutal hingerichtet, die Hütten niedergebrannt. Als Waters das Bild des Schreckens im Überflug sieht und die Verzweiflung so groß ist wie das Mitgefühl in den Augen von Lena Kendricks, fasst er einen folgenschweren Entschluss. Er lässt den Hubschrauber umkehren, um zumindest einen Teil der Kinder und Verletzten zu retten. Die übrigen Flüchtlinge will Waters auf anderem Weg in Sicherheit bringen. Dass sein Vorgesetzter (Tom Skerritt) wenig davon hält, ist klar, und da sich der Konflikt im Land gleichzeitig verschärft hat, sieht er sich auch nicht in der Lage, die Flüchtlingskarawane anders zu evakuieren. Waters und seine Männer müssen wohl oder übel zu Fuß den gefährlichen Weg in Richtung Landesgrenze nehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Rebellentrupp, der die Mission überfallen hat, offenbar kehrtgemacht hat und sich Satellitenfotos zufolge auf sie zu bewegt. Am nächsten Tag kommt der Flüchtlingstrupp in die Gegend eines Dorfes, das zuvor von Rebellen überfallen wurde. Ein Bild des Grauens tut sich vor ihnen auf. Willkürliche Hinrichtungen, Vergewaltigungen, entsetzliche Foltermethoden. Trotz gegensätzlicher Befehle kann Waters nicht tatenlos zusehen und greift mit tödlicher Präzision ein. Als Waters später seinen Männern erklärt, dass er die Afrikaner zur Landesgrenze in Sicherheit bringen will, ist ihnen klar, dass einige von ihnen diesen Einsatz nicht überleben werden. Doch diesmal können sie die Augen nicht mehr verschließen. Die nächste Nacht hält eine weitere schlechte Nachricht bereit. Sadicks Rebellentrupp hat sich ihnen ohne Rast weiterhin zielstrebig genähert. Zu zielstrebig, als dass es nur Zufall sein kann. Doch wen verfolgen sie wirklich? Auf ein paar wenige Flüchtlinge würden die Rebellen ihre Kräfte nicht derart konzentrieren. Schließlich findet Waters heraus, dass es einen Verräter unter den Afrikanern gibt, der den Rebellen ihren Aufenthaltsort übermittelt – und er findet heraus, warum: Der Sohn des Präsidenten Arthur Azuka (Sammi Rotibi) hatte sich in der Mission versteckt gehalten und ist nun unter den Flüchtlingen. Und die Rebellen wissen, dass er für das Volk die neue Hoffnung wäre, wenn er entkommen könnte. Auch hier verstößt Waters wieder gegen klare Befehle und setzt weiter alles daran, die Menschen in seiner Obhut zu retten, egal ob es dabei politische oder militärische Bedenken gibt oder nicht. Immer näher kommen sie der Grenze, doch mittlerweile sind die Rebellen derart nah gerückt, dass ein Gefecht mit den zahlenmäßig hundertfach überlegenen Soldaten unvermeidlich ist. Und auch wenn sie diese Stunden vielleicht nicht überleben, wissen sie, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben.

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