Filmkritik - Thy Kiss of a Divine Nature - The Contemporary Perotin (2005)
 
 

Thy Kiss of a Divine Nature - The Contemporary Perotin

Regie: Uli Aumüller
Darsteller: ?????
Laufzeit: 380min
FSK: ???
Genre: Musik, Dokumentation
Filmstart: 01. Januar 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wer war Perotinus Magnus? Ob, wann und wo genau er gelebt hat, wissen wir nicht. Irgendwann um 1200 – und wahrscheinlich hatte er irgendwie etwas mit der gerade neu erbauten Kathedrale von Nôtre-Dame in Paris zu tun. Und wir wissen, dass er ein Revolutionär war, dass die Musik, die er komponierte, eine Größe und eine Schönheit hatte, die das Musizieren in Europa insgesamt auf neue Beine stellte. Mit Perotin beginnt die europäische Musikgeschichte, beginnt die Mehrstimmigkeit, beginnt die Fixierung der Zeit in der Musik. Durch das Hinzufügen einer oder mehrerer Stimmen zu dem bislang üblichen improvisierten, einstimmigen gregorianischen Choral erhält Musik ein metrisches Raster und der Begriff „Komposition“ bekommt einen neuen Sinn. Der Film „Dein Kuss von göttlicher Natur“ von Uli Aumüller umkreist das Phänomen Perotin: Einerseits eine in cineastischen Bildern schwelgende Inszenierung seiner Musik, interpretiert vom Hilliard-Ensemble, andererseits eine leidenschaftlich debattierende Runde von vier Experten. In Rede und Gegenrede versuchen sie die verschiedensten Aspekte unseres bruchstückhaften Wissens über das Mittelalter und Perotin zusammen zu setzen. Es ist ein gelungener Versuch mit den technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts die unglaubliche Klangwelt des Perotinus Magnus in Raum und Zeit darzustellen.

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