Filmkritik - The Namesake - Zwei Welten, eine Reise (2006)
 
 

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (7,6)
Original: The Namesake
Regie: Mira Nair
Darsteller: Josh Grisetti, Justin Rosini
Laufzeit: 122min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama (Indien, USA)
Verleih: 20th Century Fox
Filmstart: 07. Juni 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Kurz nach ihrer arrangierten Hochzeit folgt Ashima (Tabu) ihrem Ehemann Ashoke (Irrfan Khan) aus dem heißen Kalkutta ins winterliche New York, um dort ein neues Leben zu beginnen. Sie sind sich fremd, doch ihr gemeinsames Fremdsein in diesem neuen und sehr sonderbaren Land bringt sie einander näher. In New York bringt Ashima einen Sohn zur Welt, der in bengalischer Tradition aufwachsen soll. Zu diesen Traditionen gehört auch die Namenswahl: Bengali haben einen offiziellen Namen, der erst nach langem Überlegen verliehen wird und einen inoffiziellen, quasi einen Spitznamen, der nur in der Familie verwendet wird. In die Auswahl soll auch die Familie in Kalkutta involviert sein, doch dann wird es dringlich und Ashoke entscheidet sich spontan für ‚Gogol’, den Namen des berühmten russischen Schriftstellers. Dieser Name soll ein Bindeglied zwischen einer geheimen Vergangenheit und einer besseren Zukunft sein. Zwanzig Jahre später hat sich Ashima schon mit vielen amerikanischen Eigenheiten abgefunden und hat mittlerweile auch noch eine Tochter zur Welt gebracht. Gogol (Kal Penn) ist zu einem typischen Teenager von Einwanderern der ersten Generation geworden. Er möchte Amerikaner sein, liebt und lebt amerikanische Sitten und Gebräuche und kann die Kultur seiner Eltern nicht verstehen. Bei Besuchen in Indien bleiben ihm die Kultur und die übrige Familie fremd. Er hasst seinen Namen und lässt ihn bald ändern. Mit seiner reichen amerikanischen Freundin Maxine (Jacinda Barrett) scheint Gogol seine Wurzeln endgültig abzustreifen, doch als sein Vater völlig überraschend stirbt, konfrontiert ihn seine Trauer mit seiner bengalischen Identität. Radikal wendet er sich seinen Familientraditionen zu und verlässt Maxine. Um seiner Mutter einen Gefallen zu tun, trifft sich Gogol mit Moushumi (Zuleikha Robinson), die wie er aus Indien stammt. Sie verlieben sich und heiraten nach indischer Tradition. Gogol hofft, durch diese Heirat die Zerrissenheit zwischen seinen bengalischen Wurzeln und der amerikanischen Identitätssuche überwinden zu können. Doch die Ehe geht schief. Moushumi ist sehr selbstbewusst und lässt schon bald eine alte Affäre wieder aufleben. Als Gogol davon erfährt, trennt er sich und begreift, dass auch gemeinsame Wurzeln und der gleiche Erfahrungshintergrund nicht allein die Basis für eine Liebesbeziehung sein können. Ashima hat inzwischen erkannt, dass ihr Sohn Gogol die Konflikte und die Probleme, die das Zusammentreffen der bengalischen und amerikanischen Welt mit sich bringt, bewältigen wird. Zum ersten Mal in ihrem Leben trifft sie eine eigene Entscheidung: In Zukunft wird sie die eine Hälfte des Jahres mit ihrer bengalischen Familie in Indien verbringen, die zweite Hälfte bei ihren Kindern in Amerika. Und so gelingt ihr letztendlich ein Brückenschlag zwischen den beiden so unterschiedlichen Kulturen.

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