Filmkritik - The Host (2006)
 
 

The Host

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,0)
Original: Gwoemul
Regie: Joon-ho Bong
Darsteller: Kang-ho Song, Du-na Bae
Laufzeit: 119min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Action, Horror, Drama, Komödie, Science-Fiction (Südkorea)
Verleih: MFA
Filmstart: 29. März 2007
Bewertung: 4,0 (4 Kommentare, 3 Votes)
Yongsan, im Februar 2000 Ein amerikanischer Militär-Mediziner im Leichenschauhaus eines US-Armee-Stützpunkts in Südkorea befiehlt seinem asiatischen Assistenten, hunderte von Flaschen mit Formaldehyd in den Ausguss des Spülbeckens zu entleeren. Entsetzt protestiert der Koreaner und wendet ein, dass die giftigen Chemikalien dann in den Fluss Han gelangen würden, der mitten durch die Hauptstadt Seoul strömt. Der Han ist ein sehr breiter Fluss, bemerkt der Amerikaner, und besteht auf seinem Befehl. Widerwillig gehorcht der Assistent, setzt sich eine Gasmaske zum Schutz gegen die stechend riechenden Dämpfe auf und schüttet die Giftbrühe in den Ausguss. Han, Juni 2002 Beim Angeln im Fluss entdecken zwei Koreaner ein kleines, missgebildetes Tier im Wasser, das flugs davon schwimmt. Seoul, im Oktober 2006 An einem schönen, sonnigen Herbsttag suchen viele Bürger der südkoreanischen Metropole etwas Erholung im Citizen’s Park am Flussufer des Han, wo der alte Hie-bong mit seinem Sohn Gang-du einen Kiosk betreibt und die Leute mit Bier und Snacks versorgt. Obschon längst erwachsen, benimmt sich Gang-du noch immer etwas kindisch, er scheint zwischen den Ohren nicht sonderlich helle zu sein und schläft ständig ein. Seit ihm seine Frau davon gelaufen ist, kümmert sich Gang-du zusammen mit Großvater Hie-bong fürsorglich um seine 12-jährige Tochter Hyun-seo. Gang-du bedient gerade einige durstige Müßiggänger am Flussufer mit Dosenbier, als jemand etwas Seltsames entdeckt: Nahebei unter der Brücke hängt eine eigenartige Kreatur! Sie hält sich dort mit ihrem langen, tentakelartigen Greifschwanz ein paar Augenblicke lang fest und lässt sich dann kopfüber ins Wasser fallen. Aufgeregt verfolgt die Menschenmenge am Ufer, wie das merkwürdige Wesen heranschwimmt, und füttert es mit Bierdosen. Das muss ein Flussdelfin aus dem Amazonas sein, meint einer der Männer - und liegt damit leider völlig falsch, wie sich gleich darauf zeigt: Das Biest kommt aus dem Wasser, prescht erschreckend flink die Uferpromenade entlang und trampelt alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Das amphibische Monster sieht aus wie ein riesenhafter, monströs mutierter Olm - und es hat Hunger auf Menschenfleisch! Eine Massenpanik bricht aus im Park. Gang-du greift sich seine geliebte Tochter, rennt mit ihr davon, fällt hin, rappelt sich wieder auf und greift blindlings wieder nach Hyun-seos Hand, bekommt dabei aber ein fremdes Mädchen zu fassen. Entsetzt muss der Vater mit ansehen, wie sein auf der Wiese liegen gebliebenes Kind von dem Monster gepackt und verschleppt wird. Gang-du steht unter Schock, Großvater Hie-bong schwört, das Biest eigenhändig abzuschlachten und auszuweiden. In der Trauerhalle für die vielen Todesopfer der Monster-Attacke finden sich auch Gang-dus jüngere Geschwister ein: Nam-il, ein ehemaliger, radikaler Aktivist in der Studentenbewegung, der auch nach dem Ende der Militärdiktatur in Südkorea rebellisch ist und keine Arbeit findet; seine Verbitterung darüber dämpft er mit Alkohol. Die Schwester Nam-joo ist der Stolz der Familie, eine erfolgreiche Sportlerin: Gerade erst gewann sie die Bronzemedaille im Bogenschießen. Die Überlebenden des Gemetzels im Park werden interniert, um sie auf bakterielle oder virulente Verseuchung durch den Kontakt mit dem unbekannten, offensichtlich mutierten Raubtier zu untersuchen. Da klingelt plötzlich ein Handy, und Gang-du fällt aus allen Wolken, als er kurz die Stimme seiner tot geglaubten Tochter vernimmt. Sie lebt! Noch. Gang-du, Hie-bong, Nam-il und Nam-joo flüchten aus der Isolierstation des Krankenhauses, in dem sie eingesperrt sind. Auf eigene Faust machen sie sich unter den Brücken am Fluss auf die Suche nach Hyun-seo. Das Mädchen wurde vom Monster in einen Abwasserschacht bei der Won-hyo Brücke verschleppt, welcher der gefräßigen Bestie als Schlupfwinkel und Vorratslager für Menschenfleisch dient. Inmitten der Leichenberge hat Hyun-seo überlebt, zusammen mit einem kleinen Jungen namens Se-ju. Großvater Hie-bong und seine beiden Söhne haben sich mit Gewehren bewaffnet, Tochter Nam-joo hat ihren Sportbogen dabei, als die Familie auf das Monster trifft. Schüsse fallen, zeigen aber wenig Wirkung beim Zielobjekt. Das angeschossene Untier wird nur noch rasender, bekommt den alten Hie-bong zu fassen, zerschmettert ihn und flüchtet dann. Gang-du, der erschüttert bei seinem toten Vater ausharrt, wird von heran nahenden Regierungsbeamten festgenommen, seine beiden Geschwister flüchten. Während Gang-du in einer Klinik qualvolle Gehirnuntersuchungen erdulden muss, versuchen Nam-il und Nam-joo im Alleingang, Hyun-seo zu finden. Dabei wird Nam-il von einem tückischen ehemaligen Kommilitonen, der vorgibt, ihm bei der Suche helfen zu wollen, in eine Falle gelockt. Dort lauern Häscher der Regierung auf Nam-il, doch der frühere Straßenkämpfer ist immer noch spurtstark und kann entkommen. Ebenso Gang-du, der im Hospital eine Geisel genommen und damit seine Flucht erpresst hat. Hyun-seos Fluchtversuch aus der Höhle des Monsters dagegen scheitert schrecklich, bissig schnappt das Untier nach ihr und dem Jungen. Am Ende kommt es zum Grossangriff auf das Monster: Koreanisches und amerikanisches Militär rückt an und versucht, es mit dem Giftgas Agent Yellow zur Strecke zu bringen. Gegen den Gaseinsatz mitten in der Stadt protestieren derweil aufgebrachte Bürger. Nam-il greift das Monster gewohnheitsgemäß (aber leider etwas aus der Übung) mit Molotow-Cocktails an, Nam-joo gezielt mit Brandpfeilen, und Gang-du rammt ihm todesmutig eine Eisenstange in den Schlund – in dem, noch unzerkaut, die beiden Kinder stecken.

Kommentare

(4) belgier · 30. März 2007
also nach den ersten beiden bewertungen weiss ich noch nicht ganz ob ich ihn angucken soll, aba nach Ordinarius bewertung und besonders der text, werde ich ihn mir wohl dann irgendwann aus der videothek holen und angucken, weil ein film mit solcher kameraführung hört sich gut an, ich stell aber die story nun etwas in den hintergrund. bin halt n filmfreak und steh auch einfach auf sowas :D
(3) Ordinarius vergibt 10 Klammern · 26. März 2007
The Host ist in vielerlei Hinsicht wahrscheinlich einer der realistischsten Monsterfilme aller Zeiten und im Horrorgenre einer der Filme, die neue Wege beschreiten. Die Kameraführung ist flüssig und es gibt nicht diese permanenten konventionallen Szenenabschnitte, was dem Film eben jene Besonderheit oktroyiert. Guckt ihn euch an und gibt erst dann ein Urteil über den Film!
(2) Zeitbombe vergibt 1 Klammer · 19. März 2007
finde diesen film echt grottig. ist weder komödie, noch horror oder sonst irgendwas sondern einfach nur eine überdimensionale kaulquappe die planlos durch die stadt hoppst...
(1) sweet-angel vergibt 1 Klammer · 14. März 2007
Ich bin echt erschrocken, dass dieser Film ins Kino kommt. Als ich den Film sah, wusste ich teilweise nicht ob ich jetzt lachen oder Angst haben soll. Ein typischer B-Movie unterster Schublade. Eher als Actionkomödie einzustufen. Das Budget für den Film muss sehr mager gewesen sein. Kinoeintritt ist für diesen Film absolut fehlinvestiert!
 

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