Filmkritik - The Giant Buddhas (2005)
 
 

The Giant Buddhas

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,1)
Regie: Christian Frei
Darsteller: ?????
Laufzeit: 95min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Dokumentation (Schweiz)
Verleih: Kinostar Filmverleih
Filmstart: 03. August 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Tausendfünfhundert Jahre lang standen zwei gigantische Buddha-Statuen in ihren Felsnischen im abgelegenen Bamiyan-Tal des heutigen Afghanistan. Die kleinere der zwei Statuen, fünfunddreißig Meter hoch und „Shamama“ (Königinmutter) genannt, wurde im Jahre 507 westlicher Zeitrechnung in das weiche Konglomerat einer gut zwei Kilometer langen Felsklippe gehauen. Blau bemalt mit goldenem Gesicht, sollte sie wohl Buddha Sakyamuni darstellen wie man heute glaubt. Fünfzig Jahre später wurde die große Statue gebaut, der „Salsal“-Buddha („Licht scheint durch das Universum“). Mit fünfundfünfzig Metern Höhe war dies die fortan größte stehende Buddha-Statue der Welt. Die heutigen Bewohner des Bamiyan-Tales sind stolz auf ihre vor-islamische Vergangenheit. Sie erzählen von den alten Zeiten, damals, als Bamiyan die Hauptverbindung war zwischen Zentralasien und Indien, wichtigster Zugang zur Seidenstrasse, Handelszentrum für Tausende von Karawanen. Diese mit den Händlern ins Tal kommende Prosperität erlaubte es schließlich erst, dass die Buddha-Statuen überhaupt in den weichen Fels gehauen werden konnten. Und mit den Kolossen ein riesiges System von Felstreppen, Nischen, Balkonen, Versammlungsräumen, Altarräumen mit Kuppeldecken und Wohnhöhlen. Während Hunderten von Jahren war das Bamiyan-Tal, im Herzen des Hindukusch gelegen, eine der wichtigsten und attraktivsten Pilgerstätten für gläubige Buddhisten, ein eigentliches Weltzentrum des Buddhismus, ein Schmelztiegel der Kulturen. Doch im Frühjahr 2001 kündet Taliban Führer Mullah Omar in einem Edikt, einem religiösen Beschluss, die Zerstörung der beiden Buddha-Statuen an. Die Welt war empört. Die jahrelange Plünderung des afghanischen Kulturgutes; religiöser Wahn der Gotteskrieger und seine verheerenden Auswirkungen auf die Menschen in Afghanistan hatten kaum jemanden interessiert. Doch jetzt schickt die UNESCO hastig einen Sonderbotschafter nach Kabul, das Metropolitan Museum of Art in New York bot an, die Statuen zu kaufen und einzumauern. Doch alles nützte nichts. Anfang März 2001 wurden die großen Buddhas von Bamiyan von Spezialisten der Terrororganisation Al-Kaida gesprengt. Wer mit dieser Geschichte im Kopf heute nach Bamiyan kommt kann sich vieler Fragen nicht erwehren. Wie hat es hier getönt vor 1500 Jahren? Wie hat es gerochen? Wie lebten wo die Menschen zu Füßen der steinernen Riesenstatuen? Welches Gefühle hatten sie ihnen gegenüber?

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