Filmkritik - The Eye (2007)
 
 

The Eye

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (5,4)
Regie: David Moreau, Xavier Palud
Darsteller: Alessandro Nivola, Tamlyn Tomita
Laufzeit: 93min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Thriller, Horror, Drama (USA)
Verleih: Falcom Media
Filmstart: 29. Mai 2008
Bewertung: 6,8 (5 Kommentare, 5 Votes)
Im Alter von fünf Jahre verliert Sydney Wells bei einem Unfall ihr Augenlicht. Das ist so lange her, dass sie längst vergessen hat, wie es ist zu sehen. Zwar ist es der schönen, selbstbewussten und charmanten jungen Frau gelungen, ein erfolgreiches Leben als brillante und umjubelte Violinistin in Los Angeles zu führen. Dennoch ist sie erfüllt von der Sehnsucht, ihr Augenlicht wieder zu erlangen. Motiviert von ihrer Schwester Helen, die sich Jahre später noch Schuld an ihrem damaligen Unfall gibt, hat sich Sydney zu einer Operation entschlossen, die ihr Leben verändern soll, eine Netzhaut-Transplantation, die sie, sollte sie gelingen, wieder sehen lassen wird. Als Sydney aus der Narkose in ihrem Bett im Krankenhaus erwacht, sind ihre Augen noch fest verbunden. Schnell schließt sie Freundschaft mit dem neunjährigen Mädchen Alicia, das an einem Gehirntumor leidet, aber jede Gelegenheit nutzt, Sydney zu besuchen und ihr Mut zuzusprechen. Schließlich ist der große Moment gekommen. Dr. Haskins löst den Verband. Und tatsächlich: Sydney kann Schemen ausmachen, kann dem Arzt sagen, wie viele Finger er hochhält – und sie sieht eine schwarze Figur, die sie sich nicht erklären kann, der sie aber keine weitere Bedeutung beimisst, weil sie im nächsten Moment aus ihrem Blickfeld verschwunden ist. Erstmals seit ihrer Kindheit kann Sydney ihre Schwester sehen. Sie kann Alicia anlachen und sieht, dass es erwidert wird. Alles ist in bester Ordnung - wären da nicht böse Träume, die sie nachts hochschrecken lassen. Eines nachts sieht sie, wie ihre Bettnachbarin Mrs. Hellman einem Schatten gleich das Zimmer verlässt und nicht mehr wiederkehrt. Als Sydney ihr auf den Krankenhausgang folgt, hat sie verstörende Erscheinungen, die sie zusammenbrechen lassen. Am nächsten Tag erfährt Sydney, dass Mrs. Hellman in der vergangenen Nacht gestorben ist. Besorgt will sie von Dr. Haskins erfahren, von wem sie ihre neuen Augen hat. Der winkt ab und lobt den Heilungsprozess. Um ihre Genesung noch reibungsloser zu gestalten, überweist er Sydney an einen Nervenspezialisten, Dr. Paul Faulkner. Täglich wird Sydneys Sehvermögen besser, auch wenn es ihr erscheint, als müsste sie sich eine ihr fremden Welt neu ertasten. Ein Durchbruch in ihrer Entwicklung ist für sie der Moment, als sie im Spiegel erstmals ihr eigenes Gesicht sieht. Sie muss lachen – zum ersten Mal seit der Operation. Wenig später ist der ersehnte Zeitpunkt gekommen, das Krankenhaus zu verlassen und erste Schritte in ihr neues Leben zu machen. Zum Abschied lässt sie sich mit ihrer kleinen Freundin Alicia fotografieren, die ihr mit auf den Weg gibt, nicht mutlos zu sein und nie zu vergessen, dass es sich bei der Welt um einen wunderschönen Ort handelt. Eine Überraschungsfeier mit all ihren Freunden, die sie in ihrer Wohnung erwarten, ist der Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Sie kann sie alle sehen, zum ersten Mal in ihrem Leben. Schnell fühlt sie sich überfordert von den vielen Eindrücken. Vielleicht ist das der Grund, warum die Visionen von Schatten, die sie bereits im Krankenhaus hatte, nicht aufhören wollen. Im Gegenteil: Sie nehmen an Intensität und Deutlichkeit immer stärker zu. Immer wieder sieht sie ein Feuer und vor Todesangst schreiende Menschen. In anderen Momenten erscheint es ihr, als sei ihre Wohnung gar nicht die eigene. Sie fühlt sich fremd in ihrer neuen Welt. Dr. Faulkner versucht Sydney gleich bei ihrer ersten Sitzung alle Ängste zu nehmen: Der Übergang in die Welt der Sehenden sei ein schmerzhafter, schwieriger Prozess, aber er werde sie begleiten und ihr beistehen. Sydney erwähnt nicht, was sie zunehmend plagt: Die Erscheinung eines kleinen Jungen im Treppenhaus ihres Miethauses, der immer und immer wieder ein und dieselbe Frage stellt, um dann im Nichts zu verschwinden. Sydney sucht Zuflucht in ihrer Musik, kann sich aber nicht konzentrieren. Bei einem Treffen in einem Café mit ihrem Orchesterleiter McCullough wird sie von weiteren erschreckenden Visionen überwältigt und gerät in Panik. Sydney kann sich ihre immer beängstigenderwerdenden Attacken nicht erklären. Immer häufiger sieht sie die Nummer 106 und ein von Flammen eingeschlossenes Mädchen, begleitet von formlosen Schatten. Ständig nimmt ihre Wohnung das Aussehen eines anderen Zimmers an. Sie vertraut sich Dr. Faulkner an, der ihre Aussagen anzweifelt und ihren Visionen keinen Glauben schenken will. Vielmehr ist er überzeugt, dass es der Stress des Sehens ist, der ihr psychisch Schwierigkeiten bereitet. Sie würde ihm nur zu gerne glauben, doch bereits am nächsten Abend sind die Erscheinungen zurück – nur sind sie noch intensiver, noch näher, noch echter. Sydney findet sich in ihrer in Flammen stehenden Wohnung wieder und sieht die Menschen um sie herum sterben. Sie ist panisch und weiß, dass sie sich die Schreckensbilder nicht einbildet, auch wenn sie es nicht beweisen kann. Die Schatten und Vision treffen Sydney bald auch außerhalb ihrer Wohnung: Eine Frau läuft durch Sydney hindurch, die sie kurz danach als Opfer eines Autounfalls auf der Straße liegen sieht. Die Menschen in einem China-Restaurant verbrennen vor ihren Augen – von Dr. Faulkner erfährt sie, dass das Restaurant bereit fünf Tage zuvor abgebrannt ist. Im Fahrstuhl wird sie von einer von der Decke baumelnden Figur bedrängt. Ein Junge stürzt sich vor ihren Augen aus dem Fenster, das unmittelbar danach aber wieder heil ist. Immer stärker wird Sydney bewusst, dass sie Kontakt zum Reich der Toten hat. Es ist die einzige Erklärung. Wieder vertraut sie sich Dr. Faulkner an, doch dieser bleibt weiter skeptisch. Wie Sydneys Schwester Helen macht er sich Sorgen. Als er Tage lang nichts von ihr hört, verschafft er sich Zugang zu Sydneys Wohnung, die er vollkommen abgedunkelt vorfindet. Sydney selbst hat sich eine Decke um den Kopf gewickelt, um nichts mehr sehen zu müssen. Faulkner spricht ihr Mut zu und schickt sie zu ihrer eigenen Sicherheit erst einmal wieder zurück ins Krankenhaus. Dort sieht sie nachts Alicia, die sich verabschiedet. Am nächsten Tag erfährt Sydney, dass ihre kleine Freundin verstorben ist. Als Geschenk hat sie ihr das Abschiedsfoto hinterlassen. Sydney ist schockiert: Obwohl es sie ist, die sie anstrahlt, kann sie sich darauf nicht erkennen. Die Frau, die sie seit ihrer Operation im Spiegel gesehen hat, hat ein anderes Gesicht. Das Gesicht der Frau, deren Augen sie bekommen hat. Sydney weiß jetzt, dass sie hinter deren Geheimnis kommen muss, wenn sie jemals ein normales Leben führen will. Zu ihrer großen Überraschung schlägt sich Faulkner auf ihre Seite. Er hat in Erfahrung gebracht, dass die Spenderaugen von einer jungen Frau stammen, die in einem kleinen Dorf in Mexiko lebte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg. Sie wissen nicht, dass sie auf eine Tragödie stoßen werden, die sie in ihren Grundfesten erschüttern wird. Und dass es nur die halbe Wahrheit ist: Auf Sydney und Faulkner wartet ein flammendes Inferno, die Hölle auf Erden...

Kommentare

(5) k215679 vergibt 3 Klammern · 31. Mai 2008
Sehe das genauso wie Element,wer auf die ganzen Remakes steht für den ist er was. Ich persönlich finde die Original immer noch am besten.
(4) Element vergibt 5 Klammern · 31. Mai 2008
Wer auf die amerikanischen Adaptionen steht, wie es sie auch bei "The Ring" oder "The Grudge" gab, der ist bei diesem Film an der richtigen Adresse. Für mich persönlich war er nicht berauschend.
(3) k311404 vergibt 10 Klammern · 31. Mai 2008
Ich finde den Film sehr interessant und Jessica Alba einfach klasse coole effekte kurz und einfach gesagt daumen hoch empfehlenswert...
(2) Eini0815 vergibt 8 Klammern · 27. Mai 2008
Kann mich nur anschließen ... ganz ansehnlich und Jessica Alba trägt den Film ja fast allein .. gute Leistung
(1) Fusioned vergibt 8 Klammern · 26. Mai 2008
Habe den Film in der Originalfassung gesehen. Fand ihn wirklich nicht schlecht. Jessica Alba spielt ihre Rolle - wie gewohnt - sehr gut! Es hätte ein bisschen gruseliger sein können, aber man kann ja nicht alles haben. :)
 

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