Filmkritik - The Brothers Grimm (2005)
 
 

The Brothers Grimm

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,9)
Regie: Terry Gilliam
Darsteller: Peter Stormare, Monica Bellucci
Laufzeit: 118min
FSK: ???
Genre: Abenteuer, Komödie, Fantasy (USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
Filmstart: 06. Oktober 2005
Bewertung: 4,5 (2 Kommentare, 2 Votes)
Es war einmal... ... ein Brüderpaar im Deutschland des Jahres 1796: Die Mutter von Jake und Will Grimm liegt mit schwer krank im Bett. Der vernünftige, praktisch veranlagte Will hat den verträumten Jake losgeschickt, Medizin zu besorgen. Als Jake wiederkehrt, hat er allerdings nicht die erhofften Medikamente mitgebracht, sondern sich Bohnen andrehen lassen. Magische Bohnen, wie er sagt. Will kann es nicht fassen... ... auch 15 Jahre später noch nicht. Zum einen, weil Will (MATT DAMON) dem Bruder die magischen Bohnen von damals nicht verzeihen kann. Zum anderen, weil Jake (HEATH LEDGER) einfach nicht aufhören will, weiterhin an magische Bohnen zu glauben – auch wenn sie damals gar nichts zur Genesung der darbenden Mutter beigetragen hatten: Er ist derselbe großäugige Träumer geblieben, der sich eher in seinen Fantasien zu Hause fühlt als in der harten Realität des frühen 19. Jahrhundert, in dem Deutschland unter der Knute der französischen Besatzer ächzt. Dennoch ist Blut dicker als Wasser, und so ziehen Vernunftmensch Will und Fantast Jake weiterhin gemeinsam durch die Lande, von Dorf zu Dorf, wo sie sich als Geisterjäger verdingen, gegen Kost, Logis und ein kleines Salär. Gerade wurden sie in das düstere Karlsbad gerufen, wo der Geist der vor vielen Jahren ertränkten Müllersfrau den Einwohnern das Leben noch beschwerlicher macht, als es ohnehin schon ist. Das ist ein Fall für die Gebrüder Grimm, die mit großem Brimborium ihr eigenwilliges Hexen- und Dämonenbekämpfungsarsenal ausbreiten und dann todesmutig in der Mühle zur Tat schreiten. Ein gewagter Einsatz, denn kaum haben sie die Mühle betreten, da werden sie bereits von dem schrecklich entstellten Geist der Müllersfrau mit lautem Zinnober angegriffen. Gleich mehrere Waffen der Grimms versagen. Vor den Augen des panischen Müllers nehmen sie den Kampf dennoch auf. Auch wenn es kurz so aussieht, als könnten sie unterliegen, tragen die Brüder dennoch den Sieg davon: Karlsbad ist von der Hexe gefreit. Ein rauschendes Fest wird zum Dank veranstaltet. Keiner der freudentaumelnden Bürger sieht, was sich jetzt in der Mühle abspielt: Der ganze Spuk war nichts anderes als großer Schwindel, von langer Hand vorbereitet von Will und Jake und umgesetzt mit der Hilfe zweier willfähriger Handlanger. Mit ihrer kleinen Horrorshow schlagen sich die Grimms durch deutsche Lande und lassen sich im Anschluss an die vollbrachten Heldentaten feiern, während sich ihre beiden Schergen auf den Weg ins nächste Städtchen machen, das bald schon von unheimlichen Dämonen befreit werden will. Jake nutzt die Gelegenheit, die auf den Reisen beim einfachen Volk aufgeschnappten Geschichten in sein kleines Notizbüchlein aufzuschreiben, während sich Will bei der Damenwelt beliebt macht. Auch in Karlsbad scheint ihm das Glück hold zu sein, bis französische Soldaten das gemütliche Zusammensein stören, die Gebrüder Grimm gefangen nehmen und zum Sitz des französischen Statthalters General Delatombe (JONATHAN PRYCE) bringen. Schnell wird Will und Jake klar, warum sie verhaftet wurden: Im Folterkeller von Delatombes rechter Hand Cavaldi (PETER STORMARE) entdecken sie ihre beiden Kompagnons, die auf der Straße aufgelesen worden waren und unter nicht unerheblichem Druck Cavaldis gestanden haben, Teil einer großen Hexeninszenierung gewesen zu sein. Was Will und Jake nicht wissen: Im kleinen Städtchen Marbaden werden die Einwohner seit längerer Zeit in Angst und Schrecken versetzt. Nach und nach sind im angrenzenden tiefen, tiefen Wald mittlerweile zehn kleine Mädchen spurlos verschwunden – gerade erst am vergangenen Tag ist die letzte von ihnen wie vom Erdboden verschluckt worden. Die französischen Besatzer befürchten Aufstände und Revolten von den verunsicherten Bürgern – und vermuten nun, dass die Gebrüder Grimm mit ihren Scharaden hinter den unheimlichen Vorkommnissen stecken könnten. Für General Delatombe liegt die Sache auf der Hand: Die Brüder gehören hingerichtet... Es sei denn, sie decken das düstere Geheimnis von Marbaden auf. Eine wirkliche Wahl haben die Grimms nicht: Obwohl sie weder Helden noch wirkliche Experten auf dem Gebiet der Hexerei oder gar authentische Geisterjäger sind, ziehen sie unter Beobachtung Cavaldis und seiner Leute los nach Marbaden. Etwas Besseres als den Tod werden sie dort schon finden... Vor allem entdecken sie dort verstockte und feindselige Dorfbewohner, deren Freundlichkeit deutlich geringer ist als ihr Aberglaube, der Wald könne verwunschen sein und voller dunkler Geheimnisse stecken. Abschrecken lassen sich die Grimms unter Anführung des besonnenen Will nicht: Sie benötigen nur die Hilfe des örtlichen Fährtenlesers, um ihre Mission zu vollenden und dem Henker zu entkommen. Will und Jake staunen nicht schlecht, als sich der Fährtenleser als Fährtenleserin entpuppt: Die bildschöne Angelika (LENA HEADEY), die im Dorf als Außenseiterin gilt, weil sie in der Stadt studiert hat und ihr Vater einst im Wald unter mysteriösen Umständen verschwand, macht aber keinerlei Anstalten, die Grimms zu unterstützen. Erst als Cavaldi ihren Bitten mit seinem Messer Nachdruck verleiht, willigt Angelika ein. Mit absurden Apparaturen und ihrer Exorzistenrüstung bewaffnet, brechen die Grimms mit Angelika, Cavaldi und dessen Männern zu Pferde auf in den Wald – dahin, wo sich nicht einmal die Tiere hintrauen, wie Angelika ihnen versichert. Je weiter sie vorankommen, desto dichter wird der Wald und desto bedrohlicher wird die Stimmung. Manchmal scheint es gar, als würden ihnen die Bäume immer weiter auf die Pelle rücken. Auf einer Lichtung stößt der mutige, aber mittlerweile doch einigermaßen eingeschüchterte Trupp auf einen zugewucherten Turm, in dem einst die Spiegelkönigin lebte. Sie war schön und eitel und heiratete den König. Als die Pest Einzug ins Königreich hielt, flüchtete sie in den Turm, um andere Menschen und damit auch die Krankheit auszusperren – doch die fand ihren Weg in die Gemächer der Königin und raffte sie dahin. Die Geschichte hinterlässt Eindruck bei den Grimms. Oder ist es doch der Wald, der am Leben zu sein scheint und den Blick auf die angezurrten Pferde verdeckt, wovon eines von Spinnen attackiert wird, die unbemerkt in den Schlund des Tieres klettern und sich dort einnisten. Bevor Schlimmeres passieren kann, drängt Angelika zum Aufbruch. Will und Jake wollen denselben Weg zurück nehmen, den sie gekommen sind, doch Angelika hält sie zurück. Man dürfe den Bäumen nicht trauen. Dafür aber einer dicken alten Kröte, die einem den rechten Weg weist, nachdem man sie abgeleckt hat. So unglaublich es scheint: Angelika hat recht. Die Grimms wollen am nächsten Tag zurück in den Wald – dann aber allein, um in Ruhe ihre Nachforschungen anstellen zu können. Nachts wird das letzte Mädchen im Dorf von einem Geräusch geweckt und geht in den Stall zu einem der Pferde der Grimms – das von den Spinnen befallen wurde. Aus seinem Rachen stößt das Pferd Spinnweben aus, fängt damit das Kind ein und verschluckt es schließlich, um dann aus dem Stall auszubrechen und in Richtung Wald zu fliehen. Vom Lärm geweckt, nehmen Angelika und unmittelbar dahinter die Grimms die Verfolgung auf. Nachts erweist sich der Wald als eindeutig feindseliger. Die Äste greifen nach den Verfolgern, ein Wolf stellt sich Angelika in den Weg. Doch anstatt sie anzugreifen, erweist er sich als ihr verwunschener Vater, der sich in die Königin verliebte, ihr einen Treueschwur leistete und fortan im Körper eines Wolfes gefangen war. Nun gelingt es ihm, die Tochter zu warnen: Der Fluch werde auch sie zerstören. Unter Aufwendung all ihrer Kräfte können Will und Jake die schöne Fährtenleserin aus dem Wald retten. General Delatombe wird ungeduldig. Er ist überzeugt, dass die Grimms mit gezinkten Karten spielen. Und Cavaldi soll sie endlich zum Sprechen bringen. Die Brüder, die sich eingestehen müssen, dass sie sich längst in Angelika verliebt haben, sind fest entschlossen, dem Geheimnis des Waldes auf die Spur zu kommen. Nur so können sie Angelika, die Bürger von Marbaden und sich selbst retten. Doch zuvor müssen sie es mit der übermächtigen und unerbittlichen Spiegelkönigin (MONICA BELLUCCI) aufnehmen, die zwölf Jungfrauen versammelt, um einen 500 Jahre alten Fluch zu brechen und zu alter Schönheit und Macht zu gelangen...

Kommentare

(2) ErMi vergibt 4 Klammern · 08. Oktober 2006
im grunde ja ganz spassig, aber... wieso werden soviele märchen (sinnlos? nix gegen den SLT ;-)) aneinander gereiht? außerdem zieht es sich doch arg gegen ende hin. insgesamt: ja, könnte auch auf RTL2 laufen, wären da nicht die massen special effects (der wald? tanz der teufel ;-)) n8, ermi
(1) klamm vergibt 5 Klammern · 12. Oktober 2005
naja, könnte auch samstag nachmittags auf rtl2 laufen.
 

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