Filmkritik - Terkel in Trouble (2004)
 
 

Terkel in Trouble

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,1)
Original: Terkel i knibe
Regie: Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjorn Christoffersen, Stefan Fjeldmark
Laufzeit: 78min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie, Animation (Dänemark)
Verleih: Movienet Film
Filmstart: 22. Dezember 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Terkel ist ein ganz normaler Teenager mit Zahnspange, der in einem ganz normalen roten Ziegelhaus lebt. Das teilt er sich mit seiner überfürsorglichen Mutter Beate und ihren Zigarettenkippen, seinem etwas einsilbigen Vater Leon und seiner kleinen, nervenden Schwester Rita. In der Schule am Kastanienhügel geht Terkel in die 7A. Genauso wie sein bester Freund Jason, der aus einem üblen Viertel der Stadt kommt, sich deswegen ein bisschen seltsam ausdrückt und immer mit einem Eisenrohr in der Tasche unterwegs ist. In der 7A findet sich alles, was zu einer hormonell verwirrten Klasse gehört: Doofe Mädchen mit Schminktick, ein Streber und der Kleinterrorist Sten im Duo mit seinem spatzenhirnigen Trabant Saki, deren erklärtes Ziel es ist, der dicken Dorit mit ihren gemeinen Streichen das Leben zur H ölle zu machen. Ein dummes Missgeschick bei der nachgeholten Hochzeit von Beate und Leon rückt dann aber Terkel in Stens und Sakis Fadenkreuz: Terkel soll für die beiden eine Flasche Bier klauen und stellt sich dabei so blöd an, dass sein seebärig versoffener Onkel Stewart davon Wind bekommt. Onkel Stewart, schon immer ein Freund der gewalttätigen Konfliktlösung, prügelt Sten und Saki windelweich. Und Terkel ahnt: ihre Rache wird bitter und schmerzhaft sein. Dabei kommt alles noch viel schlimmer als vermutet. Schon am nächsten Morgen in der Schule steht auf seinem Tisch in fetten Lettern eingeritzt: "Du bist erledigt, Terkel!" Die schiere Verzweiflung eines fatal Gemobbten lässt Terkel die Hilfe des freundlichen Vertretungslehrers Gunnar suchen, der seit dem seltsamen Unfalltod der Klassenlehrerin Yvonne zusammen mit seiner niedlichen Buschratte Liese Lotte die 7A übernommen hat. Gunnar hat auch prompt einen guten Rat: "Nimm dir den Anführer beiseite und sag: "’Hey du, was ist denn los mit dir?", dann wird er bestimmt einsehen, wie falsch er sich benommen hat". Superidee, die Sten dann auch umgehend mit einer fetten Kopfnuss beantwortet. Terkel gerät allmählich in Panik. Wie soll das erst werden, wenn die gesamte Klasse ab Mittwoch auf Zelttour geht? Der ausgesprochen tierliebe Gunnar hat den Ausflug organisiert, weil es im Wald den äußerst seltenen schwarzgescheckten Salamander zu bewundern gilt. Toll ¬ mit Sten und Saki im nächtlichen Wald, ausgesetzt ihren Schikanen und Beschimpfungen, von denen "Heulsuse", "Hosenscheißer" und "Tierquäler" noch die freundlichsten sind?! Terkel sieht sein Ende nah. Erst recht, als mitten in der Nacht ein Stein mit einem Zettel dran durch sein Fenster fliegt: "Tod dem Tierquäler!" Für Terkels Not hat nur eine Verständnis: die dicke Dorit. Gerade als sie das neue Opfer von Sten und Saki trösten will, stehen die Folterknechte in der Tür. Das stellt den panischen Terkel vor die Wahl: Schlägt er sich auf Dorits Seite, mit der er gerade zum "Liebespaar" gemacht wurde oder schleimt er sich sich bei Sten und Saki ein und bereitet dem Mobbing ein Ende? Noch bevor Terkel einen klaren Gedanken fassen kann, hört er sich sagen: "Quatsch, ich würd mich doch nie in so eine fette Kuh verknallen!" Das hat fatale Folgen: Dorit springt aus dem Fenster im dritten Stock und macht einen verdammt großen Blutfleck auf dem Schulhof. Dass er doch ein Gewissen hat, und ein echt schlechtes noch dazu, stellt Terkel in der folgenden Nacht fest. Albträume quälen ihn, von mütterlichen Qualmmonstern, väterlichen Zombies und Dorit, die gekommen ist, um ihn zu holen. Aber das alles ist nichts gegen den blutigen Plüschpferdekopf, den Terkel am nächsten Morgen in seinem Bett findet. Wollen Sten und Saki ihn etwa in den Selbstmord treiben? Es ist Mittwoch und die Salamander-Tour steht vor der Tür. Terkel schleppt sich mit Todesmiene zum Bus und wird zur eigenen Überraschung nach seinem Dorit-Auftritt von Sten und Saki als Freund respektiert. Jason findet das richtig Scheisse, aber für Terkel geht es ums nackte Überleben. Deswegen nimmt er auch sofort das Angebot des bösen Duos an, bei ihnen im Zelt zu schlafen, und als Gunnar schließlich zum Zapfenstreich bläst, hat Terkel die unerfreulichen Erlebnisse der Vortage schon fast vergessen. Die tote Katze in seinem Schlafsack versetzt jedoch nicht nur Terkel einen Schock, sondern auch Sten und Saki. Aber wenn die beiden es nicht waren, wer dann? Etwa Jason, von dem Sten weiß, dass er Dorits Bruder war? Ein Umstand, der Terkel völlig neu ist. Der Verdacht erhärtet sich, als mitten in der Nacht eine SMS Terkel aus seinem unruhigen Schlaf reisst: "Ich komme und mach dich kalt! " Sie ist von Jason!! Von Panik getrieben, flüchtet Terkel in den großen, gefährlichen Wald. Er weiß ja nicht, dass Jason sein Handy verliehen hat...

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