Filmkritik - Tannhäuser (1978)
 
 

Tannhäuser

Original: Tannhäuser
Regie: Götz Friedrich
Darsteller: Bernd Weikl, Spas Wenkoff
Laufzeit: 188min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Musik (Deutschland)
Verleih: Salzgeber & Co. Medien
Filmstart: 04. März 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
1972 gab Götz Friedrich mit dieser Tannhäuser-Inszenierung sein bayreuther Debüt, John Neumeier schaffte mit seiner Choreographie des Bacchanals den internationalen Durchbruch. Friedrichs Tannhäuser ist als Minnesänger ein künstlerischer Individualist – missverstanden von den Zeitgenossen wie einst Wagner. Die von Sir Colin Davis präzise ausgearbeitete Partitur wird von Spas Wenkoff und Gwyneth Jones hervorragend interpretiert. Die Sopranistin ist sowohl in der Rolle der Elizabeth als auch als Venus zu bewundern und schafft es dabei, beiden Rollen eine psychologisch stimmige, menschliche Dimension zu geben. Wie später als Brünhilde in Chéreaus "Jahrhundert-Ring" verkörpert Gwyneth Jones schon hier einen neuen Wagner-Rollentypus – weg von der übermenschlichen Heroine, hin zur dramatischen, auch gebrochenen Figur. Götz Friedrichs Tannhäuser konzentriert sich vor allem im ersten Akt auf die Präsenz der Stimme, die auf dunkler Bühne den Opernraum ausfüllt – ein Eindruck, der auch in der Filmfassung erhalten bleibt.

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