Filmkritik - So was wie Liebe (2005)
 
 

So was wie Liebe

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,6)
Original: A Lot Like Love
Regie: Nigel Cole
Darsteller: Melissa van der Schyff, Kathryn Hahn
Laufzeit: 107min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Drama, Komödie, Romanze (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 23. Juni 2005
Bewertung: 6,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Los Angeles, vor sieben Jahren ... So schnell kann’s gehen! Völlig fasziniert beobachtet Oliver (Ashton Kutcher), wie eine schwarzhaarige Schönheit vor dem Flughafeneingang ihren Freund zur Schnecke macht. In der Wartehalle des Abflugtraktes ergibt sich immerhin einen kurzer Blickkontakt mit dem Schnuckelchen im Punk-Look, das er auch heimlich fotografiert. Kaum ist der Flieger nach New York in der Luft und Oliver in der Bordtoilette verschwunden, entert auch Miss Mystery das stille Örtchen und macht Oliver zum Mitglied im Mile High Club. Doch so hoch das Feuer der Leidenschaft auch lodert, so schnell scheint es verloschen. In New York angekommen, will seine One-Flight-Stand-Partnerin nicht einmal mehr Olivers Namen wissen. Er würde „den Moment ruinieren“, wird ihm barsch beschieden, als sich Oliver höflich vorstellt. Immerhin lässt sich Emily (Amanda Peet), so ihr Name, darauf ein, mit Oliver in derselben U-Bahn in die Stadt zu fahren. Und weil sie partout jegliches Gespräch verweigert, beginnt Oliver schließlich im Monolog den Smalltalk. Er erzählt vom beendeten Collegestudium und von dem Besuch bei seinem Bruder Graham (Ty Giordano), der im Big Apple lebt. Als Graham und seine neue Freundin Carol (Melissa van der Schyff) Oliver am Bahnhof abholen, scheint die Episode Emily schon wieder vergessen. Ausgerechnet nachdem ihm beim Shoppen seine Jacke geklaut wurde und sich Oliver gegen die Kälte den wohl dämlichsten Pullover aller Zeiten kaufen musste, trifft er Emily wieder. Aber auch im peinlichen Outfit schient auch Olivers erneute Kontaktaufnahme in einer völligen Abfuhr zu enden. Doch als ihr Vater um die Ecke biegt, befördert Emily den verdutzten Oliver zum guten Freund, dessen labile Psyche ihren Beistand – weshalb sie leider nicht mit Vater und Stiefmutter ins Museum gehen kann. Der „Freundschaftsdienst“ mündet in einen romantischen Nachmittag mit Fotosession an der Brooklyn Bridge und einigen doppelten Whiskeys in einer Spelunke. An deren Bar verkündet Oliver zielstrebig, er werde in den nächsten sechs Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufziehen, reich werden, ein Haus kaufen – und seine große Liebe gefunden haben. Diesen Lebensplan findet der Freigeist Emily bedenklich: Wo bleibt da der Spaß? Und vor allem: Wer kann jetzt schon sagen, was in ein paar Jahren sein wird? Los Angeles, 3 Jahre später ... Endlich hat die angehende Schauspielerin Emily einen Vorsprechtermin ergattert. Freudestrahlend rennt sie ins Wohnzimmer, um ihrem Freund Peter (Gabriel Mann) davon zu erzählen. Doch statt freudiger Unterstützung folgt die kalte Dusche: Peter verkündet die Trennung und Emily verpatzt nicht nur das Vorsprechen, sondern steht auf der anstehenden Silvesterparty auch noch ohne Herrenbegleitung da. Ein unhaltbarer Zustand, finden ihre Freundinnen Gina (Ali Larter) und Michelle (Kathryn Hahn). Kurzerhand hängt sich Emily ans Telefon, um noch ein Date für den Abend zu bekommen, und schließlich fällt ihr Olivers Nummer in die Hände. Der ist ebenso erstaunt wie erfreut über das unerwartete Lebenszeichen seiner New Yorker Bekanntschaft und sagt einen Spontanbesuch zu. Nachdem Emily einen kleinen Anfall von Wollust in Oliver im Keim erstickt, landen die beiden zum Dinner im Asia-Restaurant. Dort will Emily aber partout nicht über ihre gescheiterte Beziehung sprechen. „Dann rede ich eben gar nicht mit dir“, droht Oliver. Und so gerät das Date zur – ebenso lustigen wie romantischen – Pantomime-Show mit Stäbchen, bis Emily endlich klein beigibt und sich ihren Liebeskummer von der Seele plaudert. Auf der Silvesterparty sieht die Welt ohnehin gleich viel besser aus. Emilys Freundinnen sind äußerst angetan von Oliver, auch wenn er nicht gerade den coolsten Job hat: Er verkauft Windeln im Internet. Einen romantischen Neujahrskuss später landet Emily nach diesem gelungenen Abend in Olivers Appartement – und schläft noch vor dem Sex volltrunken auf der Toilette ein. Dumm auch, denn am am nächsten Tag zieht Oliver nach San Francisco um. Und Emily bleibt nichts außer seiner Kamera, die er ihr geschenkt hat. San Francisco, zwei Jahre später ... Alles klappt wie am Schnürchen. Olivers Windelfirma „windelexpress.com“ floriert, er wohnt mit seiner hübschen Freundin in einer schicken Wohnung in San Francisco. Doch die Welt wäre zu perfekt, liefen die Dinge derartig glatt: Olivers Freundin beendet die Beziehung. Um sich abzulenken, besucht er spontan Emily in L.A. Doch während Emily noch versucht, Ollie über einer Portion Pancakes aufzuheitern, läuft ihr Exlover Peter am Tisch vorbei – mit Emilys Freundin Gina im Arm. Nun im Seelenschmerz vereint, fahren die beiden aufs Geratewohl aus der Stadt heraus in die Wüste, grölen Schmusesongs und betäuben mit Chips, Schokoriegeln und Alkohol ihren Liebeskummer. Der Trip endet schließlich bei Vollmond auf einem Felsen im Joshua Tree National Park. Dort will Amanda, inzwischen Fotografin, beide nackt und umschlungen wie eine Skulptur ablichten ... Am nächsten Tag erwachen sie leicht bekleidet im Auto und werden aus dem Park verwiesen. Doch auch im dritten Anlauf, nach der romantischen Wüstennacht, schaffen die beiden nicht den Sprung in eine Beziehung: Als Emily sich in Los Angeles verabschiedet, behauptet sie, einen Freund zu haben. Zutiefst verletzt fährt Oliver zum Flughafen. Los Angeles, ein Jahr später ... Olivers Windelvertrieb ist pleite. Der Dienstwagen wird gepfändet. Oliver trennt sich von seinem Partner Jeeter (Kal Penn) und zieht vorübergehend wieder bei seinen Eltern in Los Angeles ein. In einer Galerie sieht er Emilys Fotos ausgestellt, auch das aus dem Nationalpark, und seine romantischen Gefühle erwachen erneut. Als er sie in der Galerie nicht antrifft, entschließt sich Oliver zum romantischen Verzweiflungsakt: Er, der weder gut singen noch richtig Gitarre spielen kann, trällert ein Liebesliedchen vor ihrer Haustür, das selbst die Nachbarschaft zu Standing Ovations hinreißt. Doch wer zu spät klampft, den bestraft das Leben: Emily ist inzwischen mit Ben (Jeremy Sisto) verlobt. Los Angeles, sechs Monate später ... Was es auch war, das sie mit Ben verband, Liebe jedenfalls nicht, findet Emily und trennt sich von ihrem Verlobten. Vielleicht wäre ja doch Oliver der Richtige gewesen, obwohl immer am falschen Ort wohnend, viel zu bieder und eigentlich gar nicht ihr Typ? Was wäre, wenn das Vertrauen, der Humor, die Fürsorge, das blinde Verstehen – all das, was sie seit Jahren mit Oliver verbindet – was wäre, wenn das tatsächlich SO WAS WIE LIEBE ist?

Kommentare

(1) klamm vergibt 6 Klammern · 12. Juli 2005
ich wurde gezwungen da reinzugehen. naja. für einen film dieses genres ganz in ordnung. könnte aber auch im TV laufen. aber für alle frauen die ashton kutcher mögen ... ;-)
 

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