Filmkritik - Snow Cake (2006)
 
 

Snow Cake

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,6)
Regie: Marc Evans
Darsteller: Alan Rickman, Carrie-Anne Moss
Laufzeit: 112min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama (Großbritannien, Kanada)
Verleih: Kinowelt Filmverleih
Filmstart: 02. November 2006
Bewertung: 10,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Der verschlossene Engländer Alex (Alan Rickman) ist gerade in Kanada angekommen und fährt mit einem Leihwagen durch das verschneite Ontario Richtung Winnipeg. An einer Raststätte trifft er auf die 19-jährige Vivienne (Emily Hampshire), die sich etwas aufdringlich, aber trotzdem charmant eine Mitfahrgelegenheit zu ihrer Mutter nach Wawa am Lake Superior bei ihm erschleicht. Alex hat eigentlich keine Lust zu reden, lässt sich aber von der übermütig kindlichen Art der Anhalterin anstecken und lächelt sogar über ihr aktionistisches Gewippe zur Musik aus dem Autoradio. Kaum aber sind sie unterwegs, rammt ein Sattelschlepper mit überhöhter Geschwindigkeit den Wagen. Alex windet sich völlig benommen aus seinem schrottreifen Fahrzeug, während Polizei und Krankenwagen bereits am Unfallort eintreffen. Sie können nur noch den Tod von Vivienne feststellen und nehmen den schuldigen Truck-Fahrer gleich mit. Alex steht unter Schock. Er beschließt, Viviennes Mutter Linda (Sigourney Weaver) aufzusuchen. Als er vor ihrer Tür steht und nach tröstenden Worten sucht, ist er überrascht, Linda nicht in Trauer vorzufinden. Verunsichert betritt er das Haus und bemerkt, dass mit Linda irgendwas nicht stimmt: sie schaut ihm nicht in die Augen, achtet peinlich genau darauf, dass alle Schuhe in Reih und Glied stehen, möchte nicht, dass der Fremde die Küche betritt und verlangt sofort seine nassen Sachen von ihm, um sie auf der Stelle in die Waschmaschine zu stecken. Alex ist verwirrt. Linda vermittelt ihm eine gewisse Hilflosigkeit anderen Menschen gegenüber, und doch wirkt sie sehr bestimmt in ihrer Lebensplanung. Dienstags um 12 Uhr muss der Müll vor der Tür stehen, um von der Stadtreinigung mitgenommen zu werden – eine Tätigkeit, die Linda zutiefst verabscheut. Sonst hat das immer ihre Tochter gemacht. Alex fasst den Entschluss, bei Linda im Haus zu bleiben bis ihre Eltern eintreffen und ihr bei der Organisation der Beerdigung zu helfen. So richtet sich Alex für ein paar Tage bei Linda ein: Er bekommt von ihr eine kleine Ecke in der Küche zugewiesen, die er benutzen darf, und hält sich penibel an Lindas Regeln. Befremdet und zugleich belustigt beobachtet er, wie Linda voller Genuss den Schnee in ihrem Garten isst, bis ihn Lindas Nachbarin Maggie (Carrie-Anne Moss) beiläufig aufklärt, dass Linda Autistin ist. Auch Alex hat ein Geheimnis. In England hat er im Gefängnis gesessen. Frisch entlassen, erhofft er sich von seiner Reise nach Winnipeg zumindest ein paar der Probleme loszuwerden, die er mit sich herumschleppt. 6 Während Linda sich in ihrer ganz eigenen Welt bewegt, beobachtet Alex sie und beginnt allmählich wieder an den kleinen Dingen Freude zu empfinden. Linda sagt, was sie denkt, sie macht einfach das, was sie tun will. Sie hinterfragt nichts und ist voller Glück mit sich selbst und dem Schnee vor der Haustür. Bei seinen Spaziergängen mit Lindas Hund lernt Alex die Nachbarin Maggie näher kennen und verliebt sich in sie. Er spielt mit Linda im Schnee, lässt sie auf ihrem Trampolin hüpfen und überwindet nach und nach seine Scheu. Für einen Moment ist es egal, wo er herkommt, und wo er eigentlich hin will. Maggie hat allerdings bereits einen Verehrer, den Polizisten Clyde (James Allodi). Clyde spürt die aufkeimende Zuneigung zwischen dem Neuankömmling und Maggie und versucht, Alex zu schaden. Über den Polizeicomputer stellt er Nachforschungen über den Engländer an und eröffnet Maggie eines Abends, dass Alex wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hat. Maggie lässt sich davon jedoch nicht beirren, und schon gar nicht sieht sie sich veranlasst, Alex daraufhin zu meiden. Schließlich treffen Lindas Eltern zur Beerdigung ein. Der ganze Ort trauert um Viviennes Tod – und für Alex wird es Zeit, weiter zu fahren. Beim Abschied von Maggie erzählt er ihr, dass er zur Mutter seines Sohnes Ryan fahren will, den ein betrunkener Autofahrer tot gefahren hat, als der Junge ihn vor ein paar Jahren zum ersten Mal sehen wollte. Krank vor Gram über diesen Verlust hat Alex den Mann getötet. Für Linda hat Alex ein Geschenk im Eisschrank hinterlassen: einen Kuchen aus Schnee...

Kommentare

(1) k163371 vergibt 10 Klammern · 23. November 2006
SUPER FILM!!!
 

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