Filmkritik - She´s the Man - Voll mein Typ (2006)
 
 

She´s the Man - Voll mein Typ

Original: She´s the Man
Regie: Andy Fickman
Darsteller: Amanda Bynes, Channing Tatum
Laufzeit: 101min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Komödie, Romanze (USA)
Verleih: Kinowelt Filmverleih
Filmstart: 21. September 2006
Bewertung: 9,0 (3 Kommentare, 2 Votes)
Jungs und Mädchen passen nicht zusammen – zumindest nicht auf dem Fußballplatz. Davon scheinen jedenfalls die Jungs überzeugt zu sein, wie Teenager Viola (Amanda Bynes) feststellen muss. Viola besucht die Cornwall High School und spielt dort zusammen mit ihren Freundinnen Kia (Amanda Crew) und Yvonne (Jessica Lucas) in der Mädchen-Fußballmannschaft. Fußball ist sozusagen Violas Leben. Es sind Ferien, und eben noch haben sie bei einem freundschaftlichen Match die Cornwall-Jungsmannschaft besiegt – angeführt von Violas Freund Justin (Robert Hoffman) – da erfahren die Mädchen, dass ihr Team „abgeschossen” wurde. Viola bittet Coach Pistonek (Robert Torti), weiter mit den Jungs trainieren zu dürfen. Aber der Trainer bleibt hart – in zwei Wochen fängt die Schule wieder an, und dann muss Cornwall die Erzrivalen der Illyria auf dem Fußballplatz schlagen. Dabei will man sicherlich keine Experimente eingehen. Und es kommt noch schlimmer für Viola, nicht einmal ihr Freund Justin überzeugt Trainer und Mannschaftskameraden davon, dass Mädchen sehr wohl „Jungs sein können“. Justin leugnet sogar, dass er jemals gesagt habe, Viola könne gut Fußball spielen. Viola zögert nicht lange und beendet vor versammelter Mannschaft ihre Beziehung. Frustriert wie sie ist, wird Viola auch noch vor ihrer Haustür von Monique (Alex Breckenridge) abgefangen, der eingebildeten und hysterischen Freundin ihres Zwillingsbruders Sebastian (James Kirk). Monique ist auf der Suche nach Sebastian, der sich offensichtlich vor ihr versteckt. Zu allem Übel erwartet Viola dann auch noch ihre Mutter Daphne (Julie Hagerty) mit einer Überraschung: Einem Debütantinnenkleid, einem Traum in Rosa und Rüschen. Viola hat ihrer Mutter aber schon tausend Mal gesagt, dass sie überhaupt keine Debütantin sein will, und sucht Rettung bei Sebastian. Der packt gerade seine Sachen, um hinter dem Rücken seiner Mutter und seiner Freundin für ein paar Wochen zu verschwinden – zu einem Musikfestival in London. Seine Band wird dort auftreten. Sebastian interessiert sich im Gegensatz zu seiner Schwester wenig für Fußball, dafür umso mehr für Musik. Aber sein Motto, dem er gerade folgt, ist ganz allgemeingültig: „Wenn du deine Träume wahr machen willst, musst du eben manchmal die Regeln brechen.” Das lässt sich Viola nicht zweimal sagen, und ein aberwitziger Plan nimmt in ihrem Kopf Gestalt an. Mit Kia und Yvonne sucht sie ihren gemeinsamen Freund Paul (Johnathan Sadowski) bei der Arbeit auf. Paul ist Friseur und Beauty-Spezialist – und es dauert gar nicht lange, da hat er Viola in ihren Bruder verwandt... Einige Stunden später sehen wir, wie Viola heimlich das andere Geschlecht imitiert und sich im Verwenden von Verbänden und Polstern übt, um ihre feminine Figur in eine etwas knabenhaftere zu verwandeln. Bleibt nur noch, ihrer Mutter eine wirkungsvolle Ausrede zu präsentieren: Viola erklärt, sie verbringe die nächste Zeit bei ihrem getrennt lebenden Vater und wolle sich von Monique etwas damenhafteres Verhalten beibringen lassen, um ihre Mutter dann beim Debütantinnenball überraschen zu können. Tatsächlich aber hat Viola das genaue Gegenteil im Sinn: In der neuen Schuluniform ihres Bruders macht sie sich auf den Weg an die Illyria Prep., Sebastians neuer Schule, an der er wegen seiner Fahrt nach London erst in zwei Wochen zu Beginn des neuen Schuljahres antreten wird. An der Illyria macht Viola alias „Sebastian” die Bekanntschaft mit ihrem zukünftigen Zimmergenossen, dem ausgesprochen attraktiven Duke Orsino (Channing Tatum). Violas Einstand als „Junge“ ist alles in allem ein peinlicher Auftritt. Auch bei dem taffen Fußballtrainer Dinklage (Vinnie Jones) hinterlässt sie einen schlechten Eindruck. Viola landet vorerst auf der Bank. Vor der gemeinsamen Dusche mit den Jungs rettet sie nur ein Gespräch mit dem exzentrischen Schuldirektor Gold (David Cross), der seinen neuen Schüler persönlich willkommen heißt. Vor der Tür des Rektors macht Viola die Bekanntschaft mit der bildhübschen Olivia (Laura Ramsey). Wie sich beim Mittagessen herausstellt, ist Duke völlig verschossen in Olivia, aber unfähig, der Angebeteten das irgendwie klar zu machen. Die steht nämlich offensichtlich nicht auf vermeintliche Machos wie Duke, den Kapitän der Fußballmannschaft. In ihrer ersten Nacht an der Illyria hat Viola einen bösen Albtraum: Sie träumt, dass Trainer Dinklage sie beim großen Spiel gegen Cornwall im rosa Rüschenkleid übers Feld jagt – und sie vor Justin, dem Torhüter der Gegner, jämmerlich versagt. Unsanft weckt sie ein Eimer kaltes Wasser aus dem fürchterlichen Traum – ein herzliches Willkommensritual ihrer Mitbewohner für die neuen Illyria-Schüler, das mit der Aufforderung, sich vor allen anderen nackt ausziehen, endet. Viola weiß sich nur damit zu helfen, die Sprinkleranlage zu betätigen. Viola hat jetzt ein Problem: Duke und seine Freunde finden „ihn“, also „Sebastian“ einfach nur uncool – wer könnte es ihnen verdenken? Ihr Freund Paul weiß Rat. Als erstes lässt er Kia im knappen Mini „Sebastian“ in einem Lokal und in Anwesenheit von Duke und seinen Freunden auflauern und ihn anbaggern. Kaum ist Kia verschwunden, versetzt Yvonne mit noch eindeutigeren, an „Sebastian“ gerichteten Liebeserklärungen alle in Erstaunen. Aber erst der nicht geplante Auftritt von Monique beschert „Sebastians“ Aufführung ein ungeahntes Maß an Glaubwürdigkeit und Erfolg: In Befürchtung, Monique könnte Violas Maskerade enttarnen, kehrt ihr Viola den Rücken und schleudert ihr eine gepfefferte verbale Abfuhr an den Kopf, woraufhin Monique wie eine Furie das Lokal verlässt. Die Illyria-Jungs sind beeindruckt – und das Eis gebrochen. Als im Chemieunterricht die Laborpartner ausgelost werden, zieht Viola Olivias Los. Duke dagegen muss sich mit der schrägen Zahnspangenträgerin Eunice (Emily Perkins) den Laborplatz teilen. Duke wittert dennoch seine Chance: Er schlägt vor, „ihm“ beim Fußball zu helfen, wenn „er“ zwischen ihm und Olivia vermittelt. Streber Malcolm (James Snyder) gefällt es gar nicht, dass Olivia und „Sebastian” fortan ständig zusammen hocken – schließlich hat er sich selbst bei Olivia Chancen ausgerechnet. Viola muss schnell feststellen, dass Olivia nicht gerade auf Duke abfährt – viel mehr jedoch auf „Sebastian“. Und sie stellt weiterhin fest, dass Duke überhaupt keine Ahnung davon hat, wie man ein Mädchen anbaggert. Sie gibt ihm Nachhilfeunterricht – schließlich kennt sie sich darin verdammt gut aus. Da kündigt Violas Mutter auf Sebastians Anrufbeantworter einen Besuch zum anstehenden Schulfest an, einer gemeinsamen Wohltätigkeitsveranstaltung von Cornwall und Illyria. Für Viola bedeutet das, dass sie an diesem Tag zwei Rollen spielen muss. Auf Toiletten und in fahrenden Karussells vollzieht sie in fliegendem Wechsel die Verwandlung zu „Sebastian“ und wieder zurück und läuft prompt als Viola Duke und als „Sebastian“ Monique in die Arme. Zu guter Letzt soll Viola auch noch an einem Kusswettbewerb teilnehmen. Duke, der eigentlich auf einen Kuss von Olivia gehofft hatte, steht plötzlich vor Viola. Er lässt sich überreden, auch sie zu küssen – und der Kuss fällt weitaus inniger als geplant aus. Ausgerechnet Violas Ex Justin kreuzt in diesem Moment auf der Bildfläche auf und spielt sich vor Duke als Violas Freund auf. Und weil er keine Lust hat, diesen Streit erst auf dem Fußballplatz auszutragen, beginnt er eine Schlägerei, in die zum großen Entsetzen ihrer Mutter auch Viola verwickelt wird. Duke erzählt später seinem Mitbewohner „Sebastian“, dass er dessen Schwester, Viola geküsst hätte. „Sebastian“ hakt nach, ob er nicht mal mit Viola ausgehen wolle. Denn nicht erst seit ihrem Kuss hegt „er“, pardon, sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Duke. Aber der hat weiterhin nur Olivia im Kopf. Am nächsten Morgen beim Fitnesstraining zeigt sich Trainer Dinklage beeindruckt von „Sebastians“ Eifer – und nimmt ihn ins Team auf. Duke freundet sich gerade mit dem Gedanken an, diese ominöse Viola näher kennen zu lernen, als Olivia seinen Weg kreuzt. 7 Sie hat beschlossen, ihren Traummann „Sebastian“ ein wenig eifersüchtig zu machen und bittet Duke um ein Date. Sie lädt „Sebastian” ein, einfach dazu zu kommen – als Doppel- Date, mit Eunice zum Beispiel. Eine gute Idee: Denn tatsächlich will das Gespräch zwischen Duke und Olivia am Abend bis zum Auftauchen der beiden anderen überhaupt nicht fließen. Das erste Treffen mit den Debütantinnen: Violas Auftritt ist nicht ganz so ladylike, wie ihn sich ihre Mutter gewünscht hätte – im Gegensatz zu der hinreißenden Erscheinung von Olivia. Viola beobachtet ihre Konkurrentin den Abend über äußerst eifersüchtig. Beim gemeinsamen Nasepudern beginnt sie ein Gespräch über Duke – und erfährt, dass Olivia sich gar nichts aus ihm macht, sondern nur Dukes Mitbewohner „Sebastian“ eifersüchtig machen wollte. Ihr Gespräch wird ausgerechnet von Monique belauscht, die bei der Erwähnung des Namens Sebastian wie eine Furie über Olivia herfällt. Auch Streber Malcolm würde „Sebastian“ gerne irgendwie aus dem Weg räumen. Er macht Direktor Gold darauf aufmerksam, dass der Neue etwas zu verbergen scheint und beobachtet jeden „seiner“ Schritte... Olivia plant derweil den entscheidenden Schritt bei Sebastian – bei der nächstbesten Gelegenheit will sie ihn ganz einfach küssen. Sie ahnt ja nicht, dass ihr dabei plötzlich der echte Sebastian gegenüber steht, der aus London zurück ist und nicht erfreuter über diese Begrüßung sein könnte. Dummerweise beobachtet Duke die Szene – und ist überzeugt davon, dass sein Mitbewohner ihn ganz mies hintergangen hat. Viola ist verzweifelt: Wie um alles in der Welt soll sie Duke die Situation und ihre Gefühle erklären – und gleichzeitig das anstehende Fußballmatch gegen Cornwall überstehen?

Kommentare

(3) Harry76 · 08. September 2006
Klingt gut :)
(2) Apolike vergibt 10 Klammern · 08. September 2006
Ich habe den Film auch schon auf Englisch gesehen, und habe mich weggeschmissen. Amanda Bynes (bekannt aus Hallo Holly). Wer auf der suche ist nach einem Film bei dem man nicht nachdenken muss und einfach Spaß hat, dann ist man hier genau richtig!
(1) WebDucer vergibt 8 Klammern · 08. September 2006
Der Film ist im Stille der Teeny-Komödie American Pie und bietet genug Szenen zum Weglachen. Mit anderen Worten, hübsche Mädchen, sensible Kerle und das ewige Nichtverständnis zwischen den Beiden. Insbesondere angesichts dessen, dass Viola (als Mann) zuerst paraktisch Olivia mit Duke verkuppeln will, um dann diesen, sobald es scheint zu klappen, dieser wegzureißen mit einer üblichen Eifersuchtsszene (übrigens in einer Damentoilette bei einem Lady-Diner). Weiter müsst ihr selbst schauen ...
 

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