Filmkritik - Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt (2005)
 
 

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

DVD / Blu-ray / iTunes :: IMDB (4,4)
Original: The Shaggy Dog
Regie: Brian Robbins
Darsteller: Philip Baker Hall, Tim Allen
Laufzeit: 99min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Komödie (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 22. Juni 2006
Bewertung: 6,7 (3 Kommentare, 3 Votes)
Bis in die entlegensten Täler des Himalaya ist eine Handvoll bestens ausgerüsteter Männer vorgestoßen, um dort, in den letzten Ausläufern menschlicher Zivilisation, eine ungewöhnliche Mission zu erfüllen: Sie sollen einen geheimnisumwobenen Hirtenhund ausfindig machen, der angeblich bereits älter als 300 Jahre sein soll. Sie spüren, dass sie ihrem Ziel schon sehr nahe gekommen sind, ahnen aber nicht, dass der gesuchte Hund gerade neben einer Gruppe buddhistischer Mönche meditiert. Als ein Junge einen Ball wirft, muss die Erleuchtung aber noch einmal warten. Ein Hund ist eben ein Hund. Und so rennt das Zotteltier los – seinen Häschern direkt in die Arme ... Dave Douglas (TIM ALLEN) könnte indessen mit dem Verlauf seiner Karriere nicht zufriedener sein: Er steht kurz davor, zum Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles ernannt zu werden. Ein letzter Triumph noch bei einem Aufsehen erregenden Prozess, und Dave ist endlich am Ziel seiner Träume. Er muss nur noch die Schuld des radikalen Tierrechtlers Forrester beweisen, der gewaltsam in das Labor des Pharmakonzerns Grant Strictland eingedrungen ist und es in Brand gesteckt haben soll, dann ist er ein gemachter Mann. Dave hat dabei nicht bemerkt, dass er sich mehr und mehr zu einem geistesabwesenden Kotzbrocken entwickelt hat, der viel an seine Fälle, aber wenig an seine Familie denkt. Und die leidet sichtlich unter der mangelnden Aufmerksamkeit des Familienoberhaupts. Seine Frau Rebecca (KRISTIN DAVIS) gibt sich alle erdenkliche Mühe, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, ist aber mehr als unglücklich darüber, dass ihr Ehemann noch nicht einmal merkt, wie er sich mehr und mehr von seiner Familie entfernt. Sohn Josh (SPENCER BRESLIN) braucht dringend väterliche Führung und Bestätigung. Um seinen Vater, der einstmals ein hervorragender Football-Spieler war, nicht zu enttäuschen, besucht er weiterhin das verhasste Football-Training, obwohl er eigentlich viel lieber die Hauptrolle in der Schulaufführung des Musicals „Grease“ übernehmen würde. Er traut sich einfach nicht, Dave reinen Wein einzuschenken. Die pubertierende Tochter Carly (ZENA GREY) begegnet ihrem Vater hingegen längst mit bedingungsloser Rebellion: Ausgerechnet sie hat sich auf die Seite der Tierschützer geschlagen, die vor dem Gericht unermüdlich gegen den Forrester-Prozess protestieren, mit dessen Gewinn Dave seine Karriere krönen will. Dave reagiert mit Unverständnis auf den Widerstand der Tochter. Für ihn ist die Sache klar: Der Mann muss für die entstandenen Schäden in Höhe von 300.000 Dollar zur Rechenschaft gezogen werden. So souverän agiert er vor Gericht, dass er danach nicht nur vom amtierenden Bezirksstaatsanwalt Ken Hollister (DANNY GLOVER) gelobt wird, sondern auch von dem Vertreter des Pharmakonzerns Grant Strictland, Dr. Marcus Kozak (ROBERT DOWNEY JR.). Doch Dr Kozak spielt ein schmutziges Spiel: In einem geheimen Labor lässt er von zwei skrupellosen Forschern tatsächlich Tierversuche unternehmen. Im Auftrag seines an den Rollstuhl gefesselten Chefs Strictland (PHILIP BAKER HALL) hat er auch den 300-jährigen Hirtenhund im Himalaya fangen lassen: Mit seiner Hilfe will man dem Geheimnis ewiger Jugend auf die Spur gekommen. Die Versuchsreihen mit dem Hund sind weit fortgeschritten. Aber noch ist kein zufrieden stellendes Ergebnis zu verzeichnen: Zwar reagieren alle Tiere im Labor, denen man das Blut des Hundes injiziert hat, auf die Gene, aber die Nebenwirkungen sind auffällig: Ob Affe, Ratte oder Schlange, alle nehmen sie die Verhaltensweisen und teilweise auch die äußerlichen Merkmale des Hundes an, ohne dass der Alterungsprozess gestoppt werden könnte. Kozak ist wütend: Er will endlich Resultate sehen. Dave hat währenddessen ganz andere Probleme. Er entdeckt seine Tochter und ihren schüchternen Freund Trey in der Gruppe der Protestierenden, die die Zufahrtswege zum Gericht blockieren. Nach einem hitzigen Streit beschließt Carly, Taten sprechen zu lassen und damit ihrem verständnislosen Vater die Augen zu öffnen. Zusammen mit Trey verschafft sie sich Zugang zum Firmengelände von Grant Strictland. Dort erwartet sie eine Überraschung: Der hoch intelligente Hirtenhund aus dem Himalaya hat es nämlich geschafft, seine Häscher zu übertölpeln, und versucht gerade, durch einen Lüftungsschacht aus dem Firmenkomplex zu türmen. Dort rennt er Carly und Trey in die Arme, die den Hund kurzerhand mit nach Hause nehmen und ihn auf den Namen Shaggy taufen. Dave, ein Hundehasser aus Passion, ist wenig erfreut, als er nach der Arbeit bei sich zu Hause das Zotteltier vorfindet. Damit nicht genug: Der Wuffi zögert keine Sekunde und beißt den Familienvater in die Hand. Binnen Sekunden verteilen sich die Hundegene im Körper des Anwalts, der Shaggy gerade noch von Hundefängern abholen und in den Zwinger bringen lassen kann, als er bereits erste Veränderungen an sich feststellt. Er vereinbart noch mit Rebecca, dass er sich künftig wieder mehr um die Familie kümmern will, und der nächste Tag – ihr Hochzeitsjubiläum – soll der Anfang sein. Dann küsst Dave seine Frau und legt sich schlafen ... Nachts beginnt dann allerdings die Veränderung: Dave kratzt sich hinter den Ohren, er legt sich auf seine Bettdecke und träumt selig davon, wie er Autos verfolgt. Als er am Morgen seinen Bademantel anzieht, dreht er sich wie verrückt im Kreis, um seinem Gürtel hinterherzujagen. Unter der Dusche schüttelt er sich wie verrückt, und sein Gehör ist auf einmal verblüffend empfindlich. Den Kaffee schlabbert er aus der Tasse, seine Cornflakes frisst er wie aus einem Napf. Auf dem Weg zur Arbeit hält er seinen Kopf aus dem Autofenster. Vor Gericht ist es nicht besser: Dave knurrt die Verteidigerin so lange aggressiv an, bis die Richterin (JANE CURTIN) die Verhandlung unterbricht. Als er auch noch seine verwundete Hand zu lecken beginnt und auf der Toilette das Bein hebt, besteht kein Zweifel mehr: Dave Douglas wird langsam zum Hund. Im Hundezwinger will er Shaggy, der die Schuld an seiner Misere trägt, zur Rede stellen. Ausgerechnet dort geschieht das Unfassbare: Er verwandelt sich endgültig in einen Hund – das Abbild von Shaggy. Verzweifelt rennt er nach Hause, wo ihn die Kinder mit großem Hallo willkommen heißen. Daves Versuche, ihnen zu verdeutlichen, dass er ihr Vater in Hundegestalt ist, schlagen fehl. Dafür sieht er sozusagen undercover erstmals, was seine Kids wirklich bewegt: Er sieht, wie wenig Josh mit Football anfangen kann und dass sein Herz tatsächlich für Musicals schlägt und wie engagiert und leidenschaftlich Carly ist. Und er sieht auch, dass seine Frau Rebecca verzweifelt ist, als er nicht zum vereinbarten Abendessen erscheint. Als Dave mitten in der Nacht wach wird, ist er wieder ein Mensch. Nur zu gerne würde er sofort Versäumtes wiedergutmachen, aber Rebecca glaubt ihm kein Wort seiner unfassbaren Geschichte und wirft ihn hinaus. Auch im Gerichtssaal läuft es nicht gut für ihn. Als dann aber der Tierrechtler Forrester im Zeugenstand aussagt, er habe im Labor von Grant Strictland eine Schlange mit Hundeschwanz und einen Affen, der sich wie ein Hund benahm, gesehen, weiß Dave auf einmal, wo er zu suchen hat, um hinter das Geheimnis seiner wundersamen Verwandlung zu kommen und seiner Familie beweisen zu können, wie sehr er sie liebt. Doch damit fordert er den durchtriebenen Kozak, der bereits den eigenen Chef skrupellos ausgeschaltet hat, zum Zweikampf heraus. Zum Glück kann Dave dann doch auf seine Liebsten vertrauen und auf Shaggy und die anderen Tiere im Labor, die dafür sorgen, dass es so richtig hoch hergeht ...

Kommentare

(3) Jin vergibt 10 Klammern · 28. Januar 2007
Ich hab mich tot gelacht. Einfach klasse. Tim Allen hat sehr viel Spass an seiner Rolle - das erkennt man sofort - und diesen Spass gibt er mit Erfolg an den Zuschauer weiter!
(2) frankyboy101 vergibt 6 Klammern · 29. Juli 2006
ganz nett
(1) ErMi vergibt 4 Klammern · 28. Juni 2006
disney, nett.
 

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