Filmkritik - Schläfer (2005)
 
 

Schläfer

Original: Schläfer / Sleeper
Regie: Benjamin Heisenberg
Darsteller: Bastian Trost, Mehdi Nebbou
Laufzeit: 105min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Drama (Deutschland, Österreich)
Verleih: Zorro Film
Filmstart: 11. Mai 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Johannes Merveldt zieht von seinem Studienort Berlin nach München, um dort als Doktorant am Lehrstuhl für Virologie der Technischen Universität zu arbeiten. Zum Kreis der jungen Wissenschaftler, der von dem renommierten Professor Behringer geleitet wird, gehört auch der Algerier Farid Madani, der sich dem gleichen Forschungsvorhaben wie Johannes widmet, nur mit anderem wissenschaftlichen Ansatz. Der Film beginnt, als Johannes, noch bevor er seine Stelle antritt, von einer Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes angesprochen wird, die ihn bittet, Informationen über Farid zu liefern. Obwohl Johannes dieses Anliegen entsetzt von sich weist, beginnt sich sein Blick auf den Kollegen zu verändern. Die Freundschaft, die zwischen Johannes und Farid entsteht, bewegt sich zusehends auf einem schmalen Grat zwischen Zuneigung und Misstrauen. Zwar sind sich die beiden sympathisch und beschließen, mit der Konkurrenzsituation in der Arbeit freundschaftlich umzugehen und sich nicht zu behindern, aber Johannes glaubt immer wieder Hinweise darauf zu erkennen, dass Farid doch in dubiose Aktivitäten verstrickt sein könnte. Beate eine junge Kellnerin, für die sich Johannes interessiert, verliebt sich in Farid und die beiden werden ein Paar. Gleichzeitig spitzt sich die Konkurrenz zwischen Farid und Johannes beim Forschungsvorhaben zu. Privates, und Berufliches, moralische und politische Verantwortung beginnt sich ununterscheidbar zu durchmischen. Johannes lässt sich schließlich doch auf die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz ein. In der darauffolgenden Zeit erarbeitet sich Johannes eine gute Stellung im Labor. Er unterstützt Farid bei seinem Forschungsvorhaben und verhilft ihm zum entscheidenden Durchbruch. Gleichzeitig gerät die junge Beziehung zwischen Beate und Farid in die Krise und Beate lässt sich auch mit Johannes ein. Johannes kündigt die Tätigkeit für den Verfassungsschutz. Wenig später kommt es in der Stadt zu einem Bombenanschlag. Zum Zeitpunkt der Tat sind Johannes und Farid zusammen in einer Kneipe. Am nächsten Tag wird der Forschungserfolg in der Arbeitsgruppe gefeiert. Gegen jede Erwartung leugnet Farid, Johannes' Mitwirkung an den neuen Ergebnissen. Johannes ist schockiert. Es kommt zum Streit. Johannes zieht sich zurück und sucht Beate auf, aber auch die Beziehung zu ihr erweist sich als nicht haltbar. Wenig später wird Farid vor Johannes' Augen, auf offener Straße verhaftet. Als Johannes später vom Verfassungsschutz befragt wird verweigert er Farid das Alibi für die Tatzeit. Nach der Festnahme wird Farids Veröffentlichung Johannes zugesprochen, dennoch muss er bitter erkennen, dass sein Leben durch Verrat, Lüge und Misstrauen innerlich ausgehöhlt ist.

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