Filmkritik - Schattenspiele (2005)
 
 

Schattenspiele

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,6)
Regie: Aelrun Götte
Darsteller: Adrian Wahlen, Sandra Borgmann
Laufzeit: 12min
FSK: ???
Genre: Drama (Deutschland)
Filmstart: 23. April 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Jenny (Bibiana Beglau) und Michael Niemeyer (Dirk Borchardt) wohnen mit ihrem siebenjährigen Sohn Tim (Adrian Wahlen) in einem kleinen Häuschen am Stadtrand von Berlin. Sie haben sich bewusst für diese Gegend entschieden, die Sicherheit ausstrahlt, mit einer Nachbarschaft, die man gerne um sich hat. Michael arbeitet bei der Kripo und hat alle Chancen für einen beruflichen Aufstieg, er steht kurz vor seiner Beförderung zum Dienststellenleiter. Jenny ist seit der Geburt ihres Sohnes zu Hause geblieben und kümmert sich um Tims Erziehung und den Haushalt. Sie hat sehr für dieses Leben gekämpft und ist stolz auf das bisher Erreichte. Tim ist ein etwas verträumter, ganz normaler Junge, dem es nicht immer leicht fällt, sich den konsequenten Erziehungs-Prinzipien seiner Mutter unterzuordnen. Er liebt die Schattenspiele, das abendliche Einschlafritual mit seiner Mutter. Vor kurzem sind Sandra (Sandra Borgmann) und Günther Kornatz (Thorsten Merten) mit ihrer gleichaltrigen Tochter Luzi (Nicole Mercedes Müller) in die Nähe gezogen und die Nachbarn sind auf dem Weg, Freunde zu werden. Eines Morgens sieht Tim in einer von Michaels Ermittlungsakten ein Foto von einem toten Mädchen, das mit einer Plastiktüte erstickt wurde. Einige Tage später geht Tim während eines Nachmittagstreffens der Nachbarsfrauen mit Luzi heimlich zum Spielen in den Wald. Am Abend findet Jenny ihren Sohn allein und völlig verstört in der Waschküche. Auf Jennys Drängen führt Tim seine Mutter zu der Stelle, wo er mit Luzi im Wald gespielt hat. Dort liegt das Mädchen, tot, mit einer Plastiktüte über dem Kopf. Jenny fasst den verhängnisvollen Entschluss, alle Spuren, die auf Tim hinweisen könnten, zu beseitigen. Sie nimmt ihrem Sohn das Versprechen ab, niemandem die Wahrheit über das Geschehene zu sagen, auch und vor allem seinem Vater nicht. Michael ist endlich befördert worden und wird nun auch die Ermittlungen zu Luzis Tod leiten. Ganz im Gegensatz zu Jenny setzt Michael alles daran, den Fall zu lösen. Der Tod des Mädchens geht Michael persönlich sehr nahe und er hat Sandra und Günther fest versprochen, den Mörder zu finden. Das Geheimnis, das Tim mit Jenny teilt, überfordert beide, Mutter und Sohn. Tim wird zu einem einsamen Geheimnisträger, der mit niemandem darüber sprechen kann, was passiert ist, seine Ängste nicht teilen kann. Und der endlich auch ein bisschen Macht über seine Mutter bekommt. Eine Macht, die er ausnutzt, doch die die Leere nicht ausfüllen kann, die Tim spürt. Immer mehr zieht er sich zurück in seine Welt aus Lügen und Verdrängung. Jenny spürt die Veränderung ihres Sohnes, doch ihr verzweifelter Wunsch, ihr Leben und den bisher erreichten Status zu bewahren, treibt auch sie immer tiefer in ein Netz aus Ablenkungen und Unwahrheiten. Tims Lehrerin (Susanne Lothar) ist zunehmend besorgt über Tims aggressives Verhalten, er hat häufig Streit mit seinen Mitschülern und versteckt sich in den Pausen im Schrank. Bei einem Schulgespräch fordert sie Jenny eindringlich auf, mit Tom zu einem Schulpsychologen zu gehen und ist erstaunt über Jennys abwehrende Reaktion. Auch Michael spürt, dass mit seinem Sohn und seiner Frau etwas nicht in Ordnung ist, verdrängt jedoch so lange wie möglich die Erkenntnis, dass Tim mit Luzies Tod etwas zu tun haben könnte. Als er schließlich nicht länger wegschauen kann, ist es bereits zu spät. Jenny ist bereit, alles zu tun, um nach außen den Schein zu wahren...

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