Filmkritik - Schatten der Zeit (2004)
 
 

Schatten der Zeit

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (4,6)
Regie: Florian Gallenberger
Darsteller: Irrfan Khan, Tannishtha Chatterjee
Laufzeit: 109min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama, Romanze (Deutschland)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 12. Mai 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein alter Mann in einer verlassenen Teppichfabrik. Er streift umher, betrachtet die stillgelegten Maschinen und entdeckt eine alte Frau, die neben den verwaisten Gebäuden im Schatten sitzt, während ein kleines Mädchen mit einem Reifen spielt. Die Erinnerungen überwältigen ihn, denn hier, an diesem Ort, laufen die Fäden seines Lebens zusammen, hier erlebte er schreckliche Entbehrungen, aber auch den Beginn seiner großen, einzigen Liebe…. Indien vor der Unabhängigkeit. Der 11-jährige Ravi arbeitet in einer Teppichfabrik. Er spart jede Rupie, denn sein einziges Ziel ist es, sich eines Tages freizukaufen und ein Leben in der Stadt zu führen. Als die kleine Masha von ihrem Vater an die Fabrik verkauft wird, nimmt Ravi sich um das Mädchen an und die beiden verbringen jede freie Minute miteinander. Nachts übt Ravi heimlich Teppichknüpfen und entwickelt dabei ein solches Geschick, dass er bald einen besser bezahlten Job als Knüpfer bekommt. Als er erfährt, dass der Geschäftsführer Masha an einen Mädchenhändler verkaufen will, opfert Ravi all seine Ersparnisse und verpfändet seine Arbeitskraft für die nächsten Jahre. Mit ein wenig Geld schickt er Masha nach Kalkutta, um dort ihren Vater zu suchen. Beim Abschied versprechen sich die Kinder, immer bei Vollmond im größten Shiva-Tempel der Stadt aufeinander zu warten. Doch Masha ist der Härte des Großstadtlebens nicht gewachsen. Sie wird um ihr weniges Geld betrogen und eine Frau, die sich als Retterin ausgibt, lockt sie durch einen Trick in ein Bordell. Jahre später kann sich Ravi, inzwischen ein junger Mann, endlich aus der Fabrik freikaufen. Sein erster Weg führt ihn in die Stadt zum Tempel, in der Hoffnung, Masha zu treffen. Diese ist mittlerweile die begehrteste Tänzerin des Bordells, und immer noch bringt sie bei Vollmond Shiva ein Opfer dar. Zum ersten Mal sind sie beide gleichzeitig im Tempel, aber verfehlen sich um die Winzigkeit eines Augenblicks. Ravi bietet einem alten Teppichhändler für Kost und Logis seine Dienste an und bringt in kürzester Zeit den unprofitablen Laden zum Laufen. Vor allem Deepa, die Enkelin des alten Mannes, ist glücklich über das Arrangement. Ihr gefällt Ravi. Der aber hat nur seine Suche nach Masha im Sinn. Deepa beobachtet, wie er nachts aus dem Haus schleicht, um im Bordellviertel nach seiner Geliebten zu suchen. In der nächsten Vollmondnacht folgt sie ihm in den Tempel und nähert sich ihm genau zu dem Zeitpunkt, als Masha erscheint. Die sieht Ravi mit einer anderen Frau und missversteht die Situation. Verzweifelt läuft sie davon, ohne Ravi anzusprechen. Als der alte Inhaber des Teppichladens kurz darauf überraschend verstirbt, vermacht er Ravi am Totenbett das Geschäft und gibt ihm die Hand seiner Enkelin. Masha, die sich verraten fühlt, gibt ihrerseits dem Drängen ihres wohlhabenden Verehrers Yani nach und willigt ein, seine Frau zu werden. Jahre vergehen und aus dem Teppichladen von einst ist eine florierende Exportfirma geworden. Als sich Ravi bei der Zollbehörde darüber beschwert, dass eine Lieferung seiner Teppiche festgehalten, wird, trifft er auf Yani, den Chef der Behörde, der vor langer Zeit einen Teppich bei ihm gekauft hatte. Yani erkennt in Ravi den Teppichverkäufer von einst und lädt ihn und seine Frau zum Abendessen ein. So sehen sich Masha und Ravi wieder. Es gelingt ihnen nur schwer ihre Gefühle zu verbergen. In einem unbeobachteten Moment gibt Masha Ravi zu verstehen, dass sie sich verraten fühlt und nichts mehr von ihm wissen will. Als Ravi jedoch das Missverständnis der Nacht im Tempel aufklärt, entflammt ihre Liebe von neuem. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Als Yani nach Südindien versetzt wird, hofft Masha verzweifelt auf ein Zeichen ihres Geliebten, von dem sie erwartet, dass er sich der bevorstehenden Trennung in den Weg stellt. Doch Ravi ist wie erstarrt. Beim Abschied am Bahnhof vertraut Yani ihm an, dass seine Frau schwanger ist. Einige Jahre später, erhält Ravi, der inzwischen selbst Vater von zwei Kindern ist und in einem herrschaftlichen Haus lebt, Besuch von seinem alten Freund. Der unglückliche Mann erzählt, dass er Masha und ihren Sohn verstoßen hat, als er herausfand, dass das Kind nicht von ihm war. Ravi beschließt, Masha zu suchen. Er glaubt, endlich mit ihr zusammen sein zu müssen, koste es was es wolle. In der Straße der Bordelle findet er sie, als sie gerade ihren gemeinsamen Sohn badet. Doch nun ist sie es, die ihn zurückweist. Verletzt kehrt er um. Als Masha ihm hinterherläuft, ist es schon zu spät, Ravi hört sie nicht mehr ...

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