Filmkritik - Reise der Verdammten (1976)
 
 

Reise der Verdammten

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,5)
Original: Voyage Of The Damned
Regie: Stuart Rosenberg
Darsteller: Katharine Ross, Faye Dunaway
Laufzeit: 151min
FSK: ???
Genre: Drama (Großbritannien)
Filmstart: 22. Dezember 1976
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Hamburg, 13. Mai 1939. Eine Musikkapelle spielt, die Passagiere besteigen den Luxusdampfer „St. Louis“. Doch die insgesamt 937 Menschen an Bord unternehmen keineswegs eine Vergnügungsreise – es sind Juden auf der Flucht vor dem Schreckensregime der Nazis. Ihre Hoffnung heißt Havanna; Kuba hat den verzweifelten Flüchtlingen die Einreise gewährt. Unter ihnen befinden sich der Arzt Professor Egon Kreisler, eine Koryphäe seines Fachs, der bis vor wenigen Jahren an der Berliner Universität unterrichtete und dessen Frau Denise, der Rechtsanwalt Carl Rosen, der bis zuletzt erbittert gegen die Nationalsozialisten gekämpft hatte, dessen Frau Lillian und die gemeinsame Tochter Anna, das ältere Professoren-Ehepaar Weiler, das Ehepaar Hauser, dessen Tochter Mira bereits seit einigen Jahren in Havanna wohnt sowie die beiden alleinreisenden Mädchen Sarah und Julia Strauss, die zukünftig bei ihrem in Kuba lebenden Vater bleiben sollen. Nach Jahren der Repression und Demütigung wissen die meisten Reisenden zunächst gar nicht, wie ihnen geschieht. Auf der „St. Louis“ herrscht Luxus pur, nach dem Galadinner tritt eine Tanzkapelle auf, in wenigen Tagen soll sogar ein Maskenball stattfinden. Bei den Klängen der Musik – es werden beliebte Schlager gegeben – beginnen die Ersten zwar, ihre alte Heimat zu vermissen, doch die Aussicht auf ein Leben in Frieden und Freiheit lässt sie neuen Mut schöpfen. Noch ahnen weder die Passagiere noch Kapitän Schröder, dass die Visa für ungültig erklärt wurden und die Reise nur ein Propagandatrick von Josef Göbbels ist. Dieser möchte damit der Öffentlichkeit beweisen, dass Juden im Jahr 1939 in anderen Ländern ebenso unerwünscht sind wie in Deutschland. Kurz vor der kubanischen Küste empfängt Kapitän Schröder einen rätselhaften Funkspruch. Zunächst hält er die Meldung für eine Missverständnis, doch schnell wird klar, dass es nur eine einzige Erklärung gibt: die „St. Louis“ darf den Hafen von Havanna nicht anlaufen, die 937 Visa sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Unter den Passagieren machen sich Wut und Verzweiflung, aber auch nackte Panik und Todesangst breit. Die Flüchtlinge sind auf dem Schiff gefangen, zusätzlich macht ihnen auch noch die tropische Hitze zu schaffen. Kapitän Schröder versucht fieberhaft, eine Alternative zu finden – eine Rückkehr nach Deutschland, die für die Passagiere eine Reise in den sicheren Tod bedeuten würde, kommt für ihn nicht in Frage. Währenddessen setzt Doktor Strauss, der Vater der beiden alleinreisenden Mädchen, in Havanna Himmel und Hölle in Bewegung, um seine beiden Kinder zu retten. Auch Mira Hauser, die gezwungen ist, ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in einem Edelbordell zu verdienen und die über Kontakte in die höchsten Kreise verfügt, bemüht sich, ihre Eltern, von Bord zu befreien. Schließlich erklären sich mehrere europäische Staaten bereit, darunter auch England und Frankreich, die Flüchtlinge aufzunehmen …

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