Filmkritik - Red Cliff (2008)
 
 

Red Cliff

DVD / Blu-ray :: Website :: IMDB (7,6)
Original: Red Cliff | Chi bi | Chi bi xia: Jue zhan tian xia
Regie: John Woo
Darsteller: Tony Leung Chiu Wai, Takeshi Kaneshiro
Laufzeit: 148min
FSK: ???
Genre: Action, Geschichte (China)
Filmstart: 18. November 2009
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
208 n. Chr., am Ende der späten Han-Dynastie, hält Cao Cao, der mächtige Kanzler des jungen Kaisers Han Xiandi, die Zukunft Chinas in seinen Händen. In vielen Kämpfen und Jahren hat er die Kriegsherren des Nordens unterworfen. Jetzt sollen die Königreiche Shu im Westen sowie Wu im Süden fallen. Unter dem Vorwand, das Reich für die Han-Dynastie vereinen zu wollen, überredet Cao Cao den Regenten, beiden Reichen den Krieg zu erklären. Seine wahren Absichten verrät der meisterliche Manipulator nicht: Er selbst will Kaiser eines chinesischen Großreichs werden. Mit über 800.000 Soldaten rückt Cao Cao gegen Shu und dessen Regenten Liu Bei vor. Um das flüchtende Volk zu schützen, lässt Kongming, der militärische Stratege Liu Beis, die königlichen Truppen gegen den übermächtigen Feind aufstellen. Eine Zeit lang halten sie dem Druck stand. Mit Sonnenlicht, das die Schilde der Soldaten reflektieren, werden die Angreifer geblendet und schließlich mit Speeren und Schwertern attackiert. Mutig werfen sich auch die führenden Generäle des Landes in die Schlacht. Der Verwegenste, Zhao Yun (HU JUN), empfängt aus den Händen von Liu Beis tödlich verwundeter Frau ihren Säugling. Mit dem Baby auf seinem Rücken schlägt Zhao Yun eine blutige Schneise durch die feindlichen Formationen, um dem König schließlich seinen Sohn unverletzt zu übergeben. Doch selbst solcher Heldenmut kann die Niederlage nicht abwenden. Kongming ordnet den Rückzug an und sieht danach nur einen Weg, den Untergang zu verhindern: Eine Allianz mit Sun Quan, dem Regenten des südlichen Königreichs Wu. Eine Allianz, die Cao Cao glaubt, nicht fürchten zu müssen. Denn was könnten ein Feigling wie Liu Bei und ein Emporkömmling wie Sun Quan gegen ihn schon ausrichten? Kongming selbst übernimmt die Aufgabe, Sun Quan von einem Bündnis zu überzeugen. Obwohl er die richtigen Worte findet, ist der Rat von Wu gegen den Krieg, und Sun Quan erbittet sich Bedenkzeit. Noch ahnt niemand, dass sich das riesige Heer Cao Caos längst in Bewegung gesetzt hat, dass eine Armada von 2.000 Schiffen durch die Schluchten des Jangtse-Flusses tief in den Süden des Reichs vordringt, um Wu zu erobern. Doch Kongming findet in Sun Quans Vizekönig Zhou Yu einen Verbündeten und damit einen Weg, den zögernden König auf seine Seite zu ziehen. Zhou Yu liebt die Schönen Künste, ist aber auch ein mutiger Feldherr, der in seinem Lager am Red Cliff, am Roten Felsen, direkt am Ufer des Jangtse, seine Elitetruppen auf das Unausweichliche vorbereitet. „Krieg ist unvermeidbar“, weiß auch seine Frau Xiao Qiao, deren Schönheit im ganzen Reich gerühmt wird. Sie kennt Cao Cao seit ihrer Jugend, sie ist der Schatz, den der einstige Protégé ihres Vaters unbedingt besitzen will. Doch noch muss der Aggressor den letzten Widerstand überwinden. Auf den Rat seines Vizekönigs schließt Sun Quan das Bündnis zwischen den Reichen. List und Strategie sollen die Waffen gegen den weit überlegenen Gegner werden. Wie effektiv diese Union ist, zeigt sich schnell. Sun Shangxiang, die mutige Schwester Sun Quans, lockt einen General Cao Caos mit seinen Männern in einen Hinterhalt. Mit tödlichen Pfeilen und einer Handvoll Kriegerinnen ködert sie feindliche Reiter, die sie hinein in den aufgewirbelten Staub verfolgen, bis sich unerwartet die Soldaten der Allianz vor ihnen aufbauen. Schild an Schild stehen die Krieger von Wu und Shu in flexiblen Formationen, die sich blitzschnell öffnen und schließen können – wie eine Schildkröte, die sich unter ihrem schützenden Panzer versteckt. Obwohl der furchtlos attackierende Zhou Yu verletzt wird, endet der Kampf mit einem Sieg für die Allianz. Es ist ein Triumph der Kampfkunst und der Strategie. Der Euphorie folgt schnelle Ernüchterung. Cao Cao treibt seine Flotte auf Red Cliff zu, geht auf der anderen Seite des Flusses vor Anker, lässt eine mächtige Festung im Rücken der Schiffe errichten. Dass er von Shangxiang, die sich als Mann verkleidet in sein Lager gestohlen hat, ausspioniert wird, ahnt er nicht. Das mutige Mädchen ist es auch, das die Allianz vor einer grausamen List Cao Caos warnen will. Eine ausbrechende Typhus-Epidemie nützt der Kanzler des Kaisers gnadenlos aus. Statt die Toten zu verbrennen, schickt er die Leichen über den Fluss ins Lager der Allianz. Als dort die Nachricht der Spionin eintrifft, ist es bereits zu spät. Obwohl die meisten Infizierten schnell unter Quarantäne gestellt werden, breitet sich die Seuche aus und fordert viele Opfer. So viele, dass Liu Bei nur noch einen Ausweg sieht. Weil ihm nur noch 20.000 Mann bleiben, erklärt der Herrscher von Shu schweren Herzens den Rückzug. Nur Kongming bleibt vor Ort, will Seite an Seite mit Zhou Yu und den Truppen von Wu weiterkämpfen. Dass es nicht nur an Soldaten, sondern auch an Waffen fehlt, schreckt ihn nicht. Mit einem genialen Plan täuscht er den Gegner, lässt im Schutz des aufsteigenden Nebels mit Stroh bedeckte Boote zum gegnerischen Lager treiben. Provoziert von wenigen Pfeilen und den scheinbar furchtlos an Deck stehenden Kriegern der Allianz, die tatsächlich nur Strohfiguren sind, schicken die Generäle Cao Caos eine Flut von Pfeilen über das Wasser. Über 90.000 davon stecken schließlich im Stroh und können im nächsten Kampf gegen Cao Caos Armee eingesetzt werden. Doch auch nach diesem erneuten Sieg der Klugheit sind sich Zhou Yu und Kongming bewusst, dass Cao Cao bald mit der ganzen Wucht seiner Armee angreifen wird. Cao Cao weiß, dass der Wind günstig für ihn steht, dass der Gegner Feuer nicht einsetzen kann, ohne sich diesem selbst auszusetzen. Dass aber Zhou Yu und Kongming noch nicht alle Trümpfe ausgespielt haben, ahnt er nicht. Die Verbündeten kennen durch Shangxiang jedes Detail von Cao Caos Lager und damit auch die größte Schwachstelle seiner Flotte. Alle Schiffe wurden miteinander verkettet, um sie zu stabilisieren. Hätte man jetzt den Wind als Verbündeten, könnte man mit wenigen Schiffen und todesmutigen Kriegern die Flotte in Brand setzen und vernichten. Als die Zeit von Cao Caos Attacke immer näher rückt, ist nur Kongming überzeugt, dass sich der Wind und mit ihm das Schicksal Chinas wenden wird. Doch am Ende vertraut Zhou Yu dem Urteil des Strategen Kongming, der die Zeichen der Natur deuten kann und längst mehr als ein Verbündeter, längst ein Freund geworden ist. Als sich das nächtliche Schwarz über den Fluss legt, kommt es zur mythischen Schlacht am Red Cliff, am Roten Felsen, die die große Geschichte des chinesischen Reichs prägen wird. Hier fällt die Entscheidung über Krieg und Frieden, aber auch über eine unsterbliche Liebe, für die die Schönste des Landes das größte Opfer bringen will ...

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