Filmkritik - Ralf Königs Lysistrata (2002)
 
 

Ralf Königs Lysistrata

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (4,3)
Original: Lisistrata
Regie: Francesc Bellmunt
Darsteller: Maribel Verdu, Antonio Belart
Laufzeit: 89min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie (Spanien)
Verleih: Kinowelt Filmverleih
Filmstart: 16. Dezember 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wir schreiben das Jahr 411 vor Christus. Der Krieg zwischen Sparta und Athen vernichtet seit 30 Jahren die Vorräte, Finanzen und Menschenleben beider Städte. Die lesbische Frauenaktivistin Lysistrata hat genug davon. Sie schart um sich die Frauen Athens und holt zum Gegenschlag aus. Über Nacht besetzen die Athenerinnen mit dem Kampfschrei „Frauenpower“ die Akropolis und verkünden den verdutzten Männern ihre Entscheidung: Von nun an würden sie sich ihren Liebhabern, Gatten und sonstigen Männern sexuell verweigern und sich zurückziehen, bis die verfeindeten Städte Frieden schließen. Auch in Sparta waren die Frauen nicht untätig. Dort sorgt Lampito, Lysistratas Freundin, für ebenfalls leere Ehebetten und volle Verweigerung. Die Männer sind machtlos und die Wirkung läßt nicht lang auf sich warten. Nicht nur, daß sie bald verwahrlosen – schließlich macht niemand ihre Wäsche und keiner kocht für sie – ihre Triebe machen den Athenern zu schaffen. Orientierungslos und mit monströsen Erektionen irren die Männer durch beide Städte. Schließlich kommt es auch zu ersten Übergriffen: Wie wild fällt ein Gemüsehändler über seine Kundin her. Die Frauen sind erschüttert und setzen Lysistrata ein Ultimatum: Wenn nach zwei weiteren Wochen Sexstreik kein Friede herrscht, geben sie auf. Auch die Männer sind in Zugzwang, schließlich kann man mit erigierten und völlig verwirrten Soldaten keinen Krieg führen. Eine Lösung muß her. Der Transvestit Hepatitos hat auf so eine Chance lange gewartet. Verkleidet als Sexualexperte und mit einer geschickten Argumentation bewaffnet, überzeugt er das Militär von einer „Zwangshomosexualität“. Miteinander sollen sich die heterosexuellen Männer abreagieren und so auch ihren schwulen Mitbürgern gegenüber um einiges offener sein. Und siehe da: schon bald finden die Heteros Gefallen an dieser Idee. Gemeinsam mit Domestos, dem anbetungswürdigen Vertreter der Spartaner Schwulen wird eine große Party gefeiert auf den „Siegeszug des Schwulseins“. Auch auf dem Schlachtfeld zeigt die „Zwangshomosexualität“ Wirkung. Statt sich zu bekriegen, finden die Männer zueinander. Doch den Frauen entgeht diese Sabotage nicht. Getarnt gehen Lysistrata und Lampito auf Erkundung und stellen Hepatitos zur Rede. Der ist überzeugt, das Richtige getan zu haben. Ein Friede scheint greifbar und wird von beiden Heerführern schon im Schlafgemach diskutiert und auch Hepatitos hat sein Familienglück gefunden, indem er die Mutterposition einer streikenden Frau eingenommen hat. Lysistrata ist ratlos. Wird es Frieden geben? Werden sich wieder heterosexuelle Verhältnisse einstellen? Oder ist Lysistratas Plan einfach mal kolossal in die Toga gegangen? Im überraschenden Finale hat auch Göttervater Zeus noch ein Wörtchen mitzusprechen ...

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