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Filmkritik - Polly Blue Eyes (2005)
 
 

Polly Blue Eyes

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,7)
Regie: Tomy Wigand
Darsteller: Maxi Warwel, Meret Becker
Laufzeit: 101min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Komödie (Deutschland)
Verleih: Central
Filmstart: 03. November 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Polly ist ein junges Mädchen: alt genug, um für ihre kriminellen Taten in den Knast zu wandern, aber beinahe zu jung, um sie eine Frau zu nennen. Jetzt will sie ein neues Leben beginnen. Den Laufzettel dafür hat sie für sich klar formuliert: Job, Wohnung, Verlieben. Und so führt sie ihr erster Weg in das Schnellrestaurant Cheops. Hier isst sie - endlich! - ihren ersten Burger in Freiheit. Fasziniert beobachtet Stefan (Sebastian Ströbel) das fremde Mädchen. Doch Polly schätzt dies gar nicht: "Du musst jetzt was sagen, was mich wirklich umhaut, sonst siehst Du mich nie wieder." Statt einer Antwort zieht der Mann aber nur einen Ausweis und sagt: "Du bist verhaftet." Polly ist verblüfft. Stefan ist Polizist. Und Stefan gefällt ihr. Unterdessen versucht sich Pollys Vater Herbert (Ulrich Noethen) zusammen mit seiner anderen Tochter Susanne (Maxi Warwel) in einem Überfall auf eine abgelegene Imbissbude. Aber von wegen einsam: Etliche Männer vergnügen sich hier im Hinterzimmer bei einem Kakerlakenrennen. So wird nichts aus dem Überfall. Dafür hat Herbert aber einen neuen Freund gewonnen: Ronny (Matthias Schweighöfer), den Budenbesitzer. Doch Ronny hat so seine eigenen Probleme. Er hat Schulden, zwei Bluthunde sitzen ihm im Nacken, er braucht schnell viel Geld. Seine Lösung ist eine mehr als ausgefallene Geschäftsidee: Der Verkauf von Aluminium-Fertighäusern soll ihm aus der Bredouille helfen. Nur: Dafür braucht er Partner mit Kapital. Pollys Familie kommt ihm da gerade recht. Ronny redet auf Herbert und seine Frau (Meret Becker) ein, dass dies auch die Lösung für all ihre Probleme wäre, denn dem Aluminiumfertighaus - schnell aufgebaut, flexibel und mobil - gehört die Zukunft. Leider hat diese brillante Geschäftsidee einen Haken: Die Familie hat kein Geld, kann die erforderliche "Einlage" von EUR 80.000, - nicht erbringen. Doch auch hier hat Ronny einen Plan: Ein Überfall auf einen Getränkemarkt soll das notwendige Kapital bringen - eine todsichere Sache und ausgesprochen lukrativ. Polly hat den Knast gerade erst hinter sich und mit dem Plan eines sauberen Lebens ist es ihr sehr ernst. Außerdem traut sie diesem Ronny nicht, der sich keinesfalls geniert, ihr nachzusteigen, obwohl er eigentlich mit ihrer Schwester zusammen ist. Ronny bringt Unglück, das spürt sie und sie versucht vehement, ihre Eltern davon abzubringen, mit Ronny gemeinsame Sache zu machen. Für Polly selbst scheint es erst einmal gut zu laufen. Sie bekommt den heiß ersehnten Job bei Cheops und mit Stefans Hilfe sogar eine eigene Wohnung. Stefan ist heillos in Polly verliebt und Polly genießt die Zweisamkeit. Allerdings: ein Polizist und eine Kriminelle, kann das überhaupt gut gehen? Polly zumindest will, dass Stefan nichts über ihre Vergangenheit weiß - vorerst jedenfalls. Doch Stefan erfährt von Kollegen, dass die gesamte Familie in der Verbrecherdatei des BKA geführt wird. Für einen Rückzieher ist es jedoch zu spät. Er liebt dieses Mädchen und will ihre Seele retten. Stefan spürt, dass da schon irgendwas läuft, was ihr nicht gut tun wird. Er beschließt, sie zu beschatten. Für Polly ist alles viel schwerer als gedacht. Sie merkt, dass es nicht so einfach ist, die eigene Vergangenheit abzuschütteln und ihre Familie will den Überfall unbedingt mit ihr zusammen durchziehen. Und Ronny? Ronny ist in Leidenschaft für Polly entbrannt und will sie mit allen Mitteln für sich gewinnen. So "sorgt" er nicht nur dafür, dass sie ihren Job bei Cheops verliert, sondern auch, dass sie aus ihrer neuen Wohnung fliegt. Polly hat längst bemerkt, dass Stefan ihr folgt. Und Stefan ist nicht entgangen, dass es da einen anderen gibt, der ständig in ihrer Nähe ist. Ist er der Mann, der seine Liebe in Gefahr bringt? Polly reicht es, dass alle glauben, mit ihr machen zu können, was sie wollen. Sie legt Fährten und verwischt sie zugleich. So lotst sie Stefan auch zu Ronnys Imbiss, und es dauert nicht lange, bis er herausfindet, dass dieser Wurstbrater ein notorischer Krimineller und seine Bude nur Tarnung ist. Ronny wird fortan beschattet. Stefan selbst schiebt Wache vor dem Imbiss. Der Morgen des Überfalls auf den Getränkemarkt: Der Showdown ist angerichtet. Auf beiden Seiten des Gesetzes denkt man, alles liefe wie am Schnürchen, die Geschichte folge dem Plan, und der Plan sei gut. Längst aber hat Polly die Regie in diesem gefährlichen Spiel übernommen - und Polly hat ihre eigenen Pläne. Wieso, das fragt sich Stefan, fahren auf einmal Pollys Schwester und ihr Vater ohne Polly und Ronny aus dem Imbiss los? Was hat Polly im Sinn, das fragt sich Ronny, als sie mit einem Mal die Pistole auf ihn richtet? Weshalb, das fragen sich beide Männer, wird Ronny von Polly so forsch ins Auto gestoßen? Und warum, das wiederum fragt sich Ronny, dirigiert ihn Polly nicht zum Treffpunkt am Getränkemarkt, sondern ganz woanders hin...?

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