Filmkritik - PingPong (2006)
 
 

PingPong

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,8)
Regie: Matthias Luthardt
Darsteller: Sebastian Urzendowsky, Falk Rockstroh
Laufzeit: 89min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Deutschland)
Verleih: Arsenal Filmverleih
Filmstart: 16. November 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein Sommertag. Paul, 16 Jahre alt, steht unangemeldet vor der Haustür seiner Verwandten, die zurückgezogen im Grünen leben. Das letzte Familientreffen liegt ein paar Monate zurück und hatte einen tragischen Anlass: Pauls Vater hat sich das Leben genommen. Nun kehrt der Junge an den Ort zurück, der ihn an unbeschwerte Tage seiner Kindheit erinnert. Sein Onkel Stefan und seine Tante Anna fühlen sich verpflichtet und nehmen ihn bei sich auf. Anna ist zunächst wenig erfreut über Pauls Besuch. Sie ist damit beschäftigt, ihren Sohn Robert, ebenfalls 16, am Flügel auf die Aufnahmeprüfung für die Jungstudentenklasse an der Musikhochschule Leipzig vorzubereiten. Um nicht wieder nach Hause geschickt zu werden, macht Paul sich nützlich. Er bietet Anna an, den verrotteten Swimmingpool im Garten zu renovieren. Dieses Angebot kann Anna nicht ausschlagen. Überraschend muss Stefan, der sich anfangs unbeholfen um Paul gekümmert hat, auf eine Geschäftsreise. Anna ist jetzt mit Paul, Robert und ihrem Hund Schumann alleine. Als sie merkt, dass Paul sich problemlos selbst beschäftigen kann, legt sich ihr anfänglicher Widerstand. Sie akzeptiert den Jungen als Gast und zeigt ihm das. Ermutigt durch Annas wachsendes Zutrauen sucht Paul mehr und mehr ihre Nähe. Je näher Roberts Vorspiel rückt, desto größer werden die Spannungen zwischen Mutter und Sohn. Anna, selber eine ausgebildete Pianistin, will nicht wahrhaben, dass ihr hochtalentierter Sohn sie längst überrundet hat und es Zeit ist, ihn loszulassen. Sie beginnt, Paul als Spielball in ihrem Mutter-Sohn-Konflikt zu benutzen. Anna zieht Paul auf ihre Seite und nutzt seine emotionale Schwäche aus, ohne über die Folgen nachzudenken. Robert beobachtet das argwöhnisch und zieht sich zurück. Am Tag der Aufnahmeprüfung kommt es zum Eklat. Robert boykottiert die Prüfung und sieht zu, wie Anna das Spiel mit ihrem Neffen zu weit treibt. In Pauls Wahrnehmung gibt es jetzt nur eine Zukunft: die mit Anna. Anna jedoch wird klar, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verloren hat. Sie reagiert ihren aufgestauten Frust an ihrem Sohn ab. Als Stefan von seiner Geschäftsreise zurückkehrt, tut Anna alles, um die Wogen zu glätten, um den schönen Schein der Harmonie wiederherzustellen. Paul wird rigide von Anna zurückgestoßen. Schmerzlich wird ihm klar, dass er nichts mehr in dieser Familie zu suchen hat. Er reist ab, jedoch nicht, ohne vorher noch Rache zu nehmen.

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