Filmkritik - Peer Gynt (2006)
 
 

Peer Gynt

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,1)
Regie: Uwe Janson
Darsteller: Ulrich Mühe, Pegah Ferydoni
Laufzeit: 83min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Romanze (Deutschland)
Verleih: Salzgeber & Co. Medien
Filmstart: 14. Dezember 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein Film über die (Un-)Möglichkeit der Liebe,mit der Kraft eines der großen dramatischen Gedichte der Weltliteratur: Robert Stadlober ist »Peer Gynt«, Henrik Ibsens nordischer Faust. PEER GYNT wurde im Jahre 1867 von Henrik Ibsen in Italien geschrieben, die Bühnenmusik schrieb Edvard Grieg. Das Stück, dessen Handlung im Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt und in den sechziger Jahren endet, spielt teils im Gudbrandstal und seinen Bergen, teils an der Küste von Marokko, in der Wüste Sahara, im Tollhaus zu Kairo und auf See. Das Drama schildert die Geschichte einer Selbstfindung: »Du selbst zu sein, sei dein Ruhm« – dieser Satz durchzieht leitmotivisch das Werk. Der hübsche Bauernjunge Peer Gynt zeichnet sich durch reiche Fantasie und unbändigen Tatendrang aus, doch gelingt es ihm nicht, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und sich selbst zu finden. Alles, was er anpackt, bleibt Episode: Ob er die Braut eines anderen verführt und wieder verlässt, sich am Hof der Trolle im Dovrefjell als Schwiegersohn vorstellt, oder ob er für seine Geliebte Solveig eine Waldhütte baut – niemals ist er konsequent und führt die Dinge zu Ende. Den ruhenden Gegenpol zu diesem unsteten Umherschwärmen bildet Solveig. Während Solveig in der Waldhütte lebt und in ihrer Arbeit und der gedanklichen Liebe zu Peer Erfüllung findet, reist der in die Fremde, um sein ‚Kaiserreich‘ zu gründen. Doch fern der Heimat widerfährt ihm dasselbe: Er bleibt »ein Mann, der niemals er selbst gewesen.« Als alter Mann kehrt er zurück und begegnet der inzwischen erblindeten Solveig wieder. Dem Heimatlosen sagt Solveig, wo sein ‚Selbst‘ die ganze Zeit über war: »In meinem Glauben, in meinem Hoffen, in meinem Lieben.« Indem Peer zu Solveig heimfindet, findet er zu sich selbst.

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