Filmkritik - Pecker (1998)
 
 

Pecker

DVD / Blu-ray / iTunes :: IMDB (6,4)
Regie: John Waters
Darsteller: Edward Furlong, Bess Armstrong
Laufzeit: 83min
FSK: ???
Genre: Komödie (USA)
Filmstart: 09. Oktober 1998
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Herrliche Satire von Spießer-Schreck John Waters ("Serial Mom", "Cry-Baby", "Hairspray") über leeres Kunstgeschwätz und Pseudointellektualismus. Großartig gespielt von der erstklassigen Besetzung: Edward Furlong ("Terminator 2"), Christina Ricci ("Monster") und Lili Taylor ("Six Feet Under") Der 18-jährige Pecker fotografiert in dem verschlafenen Städtchen Baltimore einfach alles, was ihm vor die Linse kommt: Ratten beim Sex, lesbische Stripperinnen, seine Freundin Shelley, die in einem Waschsalon arbeitet, seine schrille Familie und andere Motive aus seinem normalen, aber wenig aufregenden Alltag. Seine Bilder sind nicht immer scharf und seine Motive bisweilen ziemlich unkonventionell, doch für eine Ausstellung in dem Imbissladen , in dem Pecker arbeitet, reicht es allemal. Die Ausstellung droht zu einem echten Skandal für die einfachen Leute in Baltimore zu werden, einige von ihnen finden sich in äußerst peinlichen oder gar pikanten Situationen auf den Bildern wieder. Doch dann geschieht, was niemand für möglich gehalten hätte: Die überdrehte Galeristin Rorey Wheeler platzt in den ganzen Trubel herein und findet Peckers Bilder einfach umwerfend! Sie beschließt, Peckers Werke in ihrer New Yorker Galerie auszustellen. Da man in New York fast jede Kunstform bejubelt, avancieren die Bilder aus Peckers Alltag zum Kult-Objekt der Szene und Pecker mausert sich quasi über Nacht vom Imbissangestellten zum allseits gefeierten Star. Doch nicht nur er und seine Werke werden in allen Kunstmagazinen und Feuilletons New Yorks abgelichtet, auch die auf den Fotos abgebildeten Familienmitglieder und Freunde Peckers geraten in die Schlagzeilen. So kommen all die peinlichen Geschichten an die Öffentlichkeit, was die Betroffenen verständlicherweise nicht besonders witzig finden. Peckers bis dahin einfaches aber beschauliches Leben droht komplett aus den Fugen zu geraten. Er verliert seinen Job als Aushilfskraft im Fast-Food-Laden, seiner älteren Schwester Tina wird in der Schwulen-Bar gekündigt und zu allem Unglück droht Pecker auch noch seine Freundin zu verlieren, weil sie sieht, wie die Galeristin Pecker verführen will. Pecker muss sich entscheiden zwischen einer Karriere als gefeierter Star und den Menschen, die ihm am Herzen liegen. Ab sofort lässt Pecker die New Yorker Kunstszene nach seiner Pfeife tanzen ... aber ungewöhnliche Umstände erfordern bekanntlich ungewöhnliche Maßnahmen! Witzig, skurril, schräg - ein ganz besonderes Vergnügen!

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