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Filmkritik - Minority Report (2002)
 
 

Minority Report

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,7)
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Samantha Morton
Laufzeit: 141min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Action, Science-Fiction (USA)
Verleih: 20th Century Fox
Filmstart: 03. Oktober 2002
Bewertung: 8,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Washington, D.C., 2054. Seit sechs Jahren gibt es in der amerikanischen Hauptstadt nicht einen einzigen Mord zu beklagen – das Verdienst von Pre-Crime, einer neu eingerichteten Polizeibehörde, die Mörder verhaftet und verurteilt, bevor sie ihre Taten begehen. Das System ist unfehlbar, unbestechlich, es kann keine Irrtümer geben. Im Mittelpunkt von Pre-Crime stehen die Pre-Cogs, drei in der Öffentlichkeit vergötterte und angebetete Individuen, die mitten im Hauptquartiers der Behörde untergebracht sind. In einem von der Außenwelt komplett abgekapselten Raum, dem „Tempel“, liegen die Drei – Dashiell, Arthur und Agatha (SAMANTHA MORTON) – in einer Flüssigkeit und werden in einer Art Dämmerzustand gehalten. Jeder ihrer Gedanken wird im Computer gespeichert und ausgewertet: Pre-Crime geht nur dann ans Werk, wenn alle drei Pre-Cogs übereinstimmende Visionen zu einem bestimmten Gewaltverbrechen entwickeln. Die Pre-Cogs liefern die Namen des zukünftigen Opfers und des Täters, die Zeit des Verbrechens und ungeordnete Bilder des Mordes. John Anderton (TOM CRUISE) ist der beste Mann bei Pre-Crime, besessen von seinem Job und der Aufgabe, keinen Mord in seiner Stadt zuzulassen. Er ist es, der die Informationen der Pre-Cogs im Wettlauf mit der Zeit an einem gewaltigen Bildschirm ordnet, neu sortiert, analysiert, Einzelheiten vergrößert, neue Ausschnitte wählt, bis er sich sicher ist, wo der Mord stattfindet. Dann ziehen er und seine Mannschaft, mit modernster Technologie ausgestattet, los, um den künftigen Mörder zu verhaften und in einer gewaltigen Halle bei Gefängniswärter Gideon (TIM BLAKE NELSON) abzuliefern, wo die Verbrecher in einem komatösen Zustand verwahrt werden. John Andertons Vertrauen in die Perfektion des Systems ist absolut. Er ist vollkommen überzeugt von Pre-Crime, das von seinem väterlichen Freund, dem einflussreichen Politiker Lamar Burgess (MAX VON SYDOW), initiiert wurde und sich seither Tag für Tag aufs Neue bewährt: So erfolgreich ist Pre-Crime, so überzeugend ist die Statistik, dass das System bald schon im ganzen Land angewandt werden soll. John Anderton ist Burgess’ wichtigster Verbündeter, ein loyaler, aufrechter Kämpfer für die Sache. Tagsüber. Nach Dienstschluss sehen die Dinge anders aus: Da ist Anderton ein vor Gram gebeugter, gebrochener Mann, der auch sechs Jahre nach der Tragödie nicht darüber hinweggekommen ist, dass sein Sohn bei einem Schwimmbadbesuch in einem Moment der Unachtsamkeit Andertons entführt werden konnte. Der Junge wird für tot erklärt. Andertons Ehe ist daran zerbrochen. Mit alten holografischen Aufzeichnungen und Drogen stillt Anderton den Schmerz über den Verlust seines Sohnes, ein Schmerz, der ihn zum besten Polizisten der Hauptstadt werden ließ – und immer noch antreibt. Erste Wolken ziehen auf, als der arrogante Danny Witwer (COLIN FARRELL) im Hauptquartier von Pre-Crime auftaucht. Im Zuge der Bestrebungen, Pre-Crime zu einer landesweiten Institution zu machen, soll er das System im Auftrag des Rechtsministeriums auf mögliche Fehler untersuchen. Witwer gibt sich lässig, aber Anderton erkennt in dem jungen Beamten sofort den eiskalten Karrieristen, der nur nach einer Gelegenheit sucht, die Stelle Andertons zu übernehmen. Er ist sofort alarmiert – nicht nur, weil Witwer als erster Außenstehender darauf besteht, den „Tempel“ zu betreten und die vor sich hindämmernden Pre-Cogs aus der Nähe zu betrachten. Andertons Misstrauen scheint mehr als gerechtfertigt, wie sich wenig später herausstellt: Als Chef der Elite-Einheit ist er es, der die Bilder der Pre-Cogs als erster zu sehen bekommt und diese auswertet. Erst danach gibt er sämtliche Informationen an seine Leute weiter. Das erweist sich als großes Glück für Anderton, als sich eine neue Gewalttat mit ersten Bildern ankündigt: Ein Mann wird skrupellos erschossen. Der Täter ist … Anderton selbst. Der Pre-Crime-Cop traut seinen Augen nicht: Er selbst soll in 36 Stunden zum Mörder werden. Hat jemand die Visionen der Pre-Cogs manipuliert? Witwer! Nur er kann es gewesen sein. Um seine Unschuld in den nächsten 36 Stunden zu beweisen, muss Anderton fliehen – bevor seine Kollegen Jagd auf ihn machen. Kein leichtes Unterfangen in einer Gesellschaft, in der jeder Schritt in der Öffentlichkeit überwacht wird und Augenscans immer und überall Aufschluss darüber geben, wo sich jeder einzelne Mensch gerade befindet. Dennoch tritt John die Flucht an – und wird schnell von Witwer und seinen Kollegen eingeholt und gestellt. Aber John kämpft verzweifelt, rettet sich in eine Autofabrik und hat das Glück, beim Zweikampf mit Witwer in letzter Sekunde auf ein Fließband zu geraten, auf dem in Windeseile ein Auto um ihn herum gebaut wird und er darin vorerst entkommen kann. Jetzt muss er handeln, den Überwachungsstaat umgehen und die nötigen Informationen finden, um die eigene Unschuld beweisen zu können. Wichtige Anhaltspunkte soll Iris Hineman (LOIS SMITH) liefern, eine Wissenschaftlerin, die die genetische Grundlage für die Pre-Cogs entwickelte, sich nun aber in ihr Privatleben zurückgezogen hat und in ihrem Gewächshaus genmanipulierte Pflanzen züchtet. Was sie zu berichten hat, erschüttert Anderton: Er muss nun Pre-Crime mit völlig neuen Augen sehen. Um das Geheimnis endgültig zu enträtseln, sucht er einen Arzt auf, der ihm tatsächlich neue Augen implantiert, damit Anderton nicht länger von den Scannern erfasst werden kann. Dann muss er in die Höhle des Löwen, in den „Tempel“, zu den Pre-Cogs. Denn, das weiß Anderton nach dem Besuch bei Iris Hineman, die Pre-Cogs sind fehlbar. Wenn er als Beweis den „Minority Report“ findet, kann er seine Unschuld beweisen. Und dieser befindet sich, perfekt abgespeichert, im Kopf von Agatha, der Stärksten der drei Pre-Cogs …

Kommentare

(1) blue-X vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
Gut, aber nicht so gut wie ichs mir vorgestellt habe...
 

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