Filmkritik - Mindhunters (2004)
 
 

Mindhunters

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,4)
Regie: Renny Harlin
Darsteller: Eion Bailey, Will Kemp
Laufzeit: 102min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Thriller, Action (Großbritannien, Niederlande, USA)
Verleih: Tobis Film
Filmstart: 24. Juni 2004
Bewertung: 8,3 (4 Kommentare, 4 Votes)
Eine nebelige Nacht in einem abgelegenen Waldstück: Die FBI-Agenten J.D. Reston (Christian Slater) und Sara Moore (Kathryn Morris) observieren eine verfallene Villa. Sie sind Profiler, also für psychologische Täterprofile zuständig, und suchen nach zwei vermissten Mädchen und ihrem vermeint- lichen Mörder. Plötzlich zerreißt ein Schrei die unheimliche Stille. Sara und J.D. stürmen mit Pistolen und Taschen- lampen bewaffnet in das Haus. Düstere Gänge, in denen von Fliegen umschwirrte Tierleichen von den Decken hängen, führen sie in den Keller. Doch die beiden kommen zu spät: zwei Mädchen liegen tot in einer Badewanne, der gesuchte Täter sitzt daneben. Er ist ebenfalls tot. Gerade als Sara zum Funkgerät greift, um der Zentrale Entwarnung zu geben, wird sie von hinten angegriffen. J.D. greift noch nach seiner Waffe, doch es ist zu spät. Mit einem zweiten Täter hatten die beiden Agenten nicht gerechnet, und diese Unvorsichtigkeit kostet sie das Leben. Sekunden später gehen die Lichter an, Kameras surren, Sara und J.D. stehen wieder auf. Sie haben in ihrem Übungsfall kläglich versagt. Erst wenn man auf dem Weg nach Hause ist, sei die Situation gesichert, bläut ihnen der FBI-Ausbilder Jake Harris (Val Kilmer) in seiner Standpauke ein. Doch die beiden sollen eine letzte Chance bekommen. Gemeinsam mit dem Technik-Ass Bobby Whitman (Eion Bailey), dem misstrauischen Rollstuhlfahrer Vince Sherman (Clifton Collins jr.), dem sarkastischen Briten Rafe Perry (Will Kemp), dem nachdenklichen Lucas Harper (Jonny Lee Miller) und der taffen Nicole Willis (Patricia Velasquez), fünf weiteren Trainees der FBI Akademie in Quantico, Virginia, sollen sie auf einer unbewohnten Insel ihre Abschlussprüfung bestehen. Und nur wer sich dort keine Fehler erlaubt, wird beim FBI einen Platz als psychologischer Ermittler bekommen. Vor dem Abflug nach Oneiga Island, einer menschenleeren Insel, die normalerweise den Navy Seals als Übungsgebiet dient, sind alle Teammitglieder nervös und angespannt. Die Konkurrenzsituation verschärft sich weiter, als Harris ihnen in letzter Minute noch einen Neuzugang präsentiert: Gabe Jensen (James Todd Smith aka LL Cool J) ist ein Detective der Mordkommission in Philadelphia, der die Arbeitsweise der FBI-Kollegen beobachten möchte. Gemeinsam brechen sie zu ihrem neuen Einsatzort auf. Für den Übungsfall sollen die jungen Ermittler einen Serienkiller stellen, der sich „Der Puppenspieler“ nennt und bereits zwei Menschen getötet hat. Je schneller ihm das Team – nur mit Hilfe des Verstandes und ohne Waffen – auf die Schliche kommt, desto besser. Da die Insel vollständig von Kameras überwacht wird, kann Harris die Ermittlungen seiner Schützlinge während der gesamten Übung mitverfolgen. Das Spiel kann beginnen. Von nun an sind die acht Profiler ganz auf sich allein gestellt. Der erste Hinweis auf den gesuchten Täter ist eine tote Katze, an der eine Uhr befestigt ist. Sie ist auf 10 Uhr eingestellt. In zwei Gruppen durchsucht das Team die Geisterstadt nach weiteren Auffälligkeiten. Im Drugstore werden sie schnell fündig: von der Decke baumelt eine grausam zugerichtete Puppenleiche. Die Agenten machen sich an die Untersuchung des Tatorts, als plötzlich – es ist genau 10 Uhr – ein Radio anspringt. Im gleichen Moment wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die eine Gasflasche öffnet. Bevor sie begreifen, was da soeben geschehen ist, ist einer von ihnen bereits tot: innerhalb weniger Sekunden vom tödlichen Stickstoffstrahl zum Eisblock gefroren. Aus der simulierten Übung ist plötzlich bitterer Ernst geworden. Doch war es nur ein fataler Unfall oder gar ein heimtückischer Mordanschlag? Wie ernst die Situation wirklich ist, begreifen die geschockten Ermittler, als sie ihren Vorgesetzten Harris erreichen wollen, um die Übung abzubrechen. Kein Telefon auf der Insel funktioniert, und auch Handys haben keinen Empfang. Sie laufen zum Hafen, doch das einzige Boot explodiert genau im Moment ihrer Ankunft. Die einzige Möglichkeit, die Insel zu verlassen, ist damit zunichte gemacht. Hat Harris vielleicht etwas damit zu tun? Ist außer ihnen noch jemand auf der Insel? Immer noch traumatisiert, entdeckt die Gruppe eine weitere Uhr, diesmal eingestellt auf 12 Uhr. Eine gründliche Suche ergibt, dass sich auf der gesamten Insel kein weiteres menschliches Lebewesen aufzuhalten scheint. Also versammeln sich die sieben verbliebenen Profiler im Aufenthaltsraum und warten auf die Mittagszeit. Als der Zeiger auf die zwölf springt, greifen alle nach ihren Waffen - doch nichts passiert. Die Anspannung steigt. Wem kann man noch vertrauen? Während sie streiten und sich gegenseitig verdächtigen, lässt Gabe plötzlich seine Kaffeetasse fallen und sackt in sich zusammen. Sekunden später verlieren auch die anderen ihr Bewusstsein. Bobby ist einige Stunden später der erste, der wieder zu sich kommt. Er fesselt Gabe, den Außenseiter, dem alle am meisten misstrauen, und es dauert nicht lange, bis einer nach dem anderen wieder aufwacht. Zur Erleichterung besteht allerdings kein Anlass. Der Mörder hat während der Bewusstlosigkeit der anderen ein weiteres Opfer gefunden und mit seinem Blut komplizierte Zahlenreihen an die Wände geschrieben. Obwohl Gabe beteuert, in Wirklichkeit ein Ermittler des Department Of Justice zu sein, der untersuchen soll, ob Harris sich an die Regeln des FBI hält, fesseln die anderen ihn mit Handschellen an ein Heizungsrohr im Keller. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Die Untersuchung der blutigen Wandmalereien führt sie nicht weiter, und es werden zwei neue Uhren gefunden, gestellt auf 18 Uhr. Keiner im Team traut den anderen mehr über den Weg, denn dass der wahre „Puppenspieler“ einer von ihnen sein muss, steht außer Frage. Sie beschließen daher von nun an eng zusammen zu bleiben und all ihr Trainingswissen und ihren Instinkt zu nutzen, um die Vorgehensweise des Täters zu analysieren, bevor dieser wieder zuschlagen kann. Doch da er oder sie die Arbeitsmethoden und Verhaltensmuster der Kollegen viel zu gut kennt, scheint das tödliche Katz-und-Maus-Spiel fast unmöglich zu gewinnen. Der Wettlauf gegen die Zeit wird immer gnadenloser. Und über eines sind sich alle im Klaren: Das eigene Überleben ist erst auf dem Weg nach Hause gesichert.

Kommentare

(4) manatee vergibt 9 Klammern · 09. September 2004
Wirklich ein sehr gelungener Thriller mit einem überraschenden Ende, allerdings wenn man ehrlich ist wärs auch egal gewesen wenn jemand anders der Killer gewesen wäre, fand die Hauptpersonen relativ uninteressant.
(3) Cally vergibt 9 Klammern · 08. September 2004
Toller Film man wusste erst kurz vor dem Ende wer der Pupenspieler war
(2) k138589 vergibt 8 Klammern · 08. September 2004
Fand ich überraschend gut. Ist für mich so ne Mischung aus Basic und Scream 3 nur auf ner Insel.
(1) beneS vergibt 7 Klammern · 08. September 2004
Interessanter Thriller mit einigen Schockelementen. prima Film zum Mitraten! Leider etwas seltsames Ende.
 

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