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Filmkritik - Mein Onkel Theodor (1975)
 
 

Mein Onkel Theodor

Regie: Gustav Ehmck
Darsteller: Michael Reimers, Alexander Huschel
Laufzeit: 105min
FSK: ???
Genre: Familie, Drama (Deutschland)
Filmstart: 01. Dezember 1975
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Traugott Wurster ist der perfekte Hausmann: anstatt dem großen Erfolg hinterher zu rennen, versorgt er tagein, tagaus liebevoll die sechs Söhne und kümmert sich um den gesamten Haushalt. Das Geld bringt Mutter Wurster, die als Verkäuferin in einer Metzgerei arbeitet, nach Hause. Meistens reicht es aber hinten und vorne nicht, es gilt immerhin, eine achtköpfige Familie zu versorgen! Trotzdem sind die Wursters eine sehr glückliche Familie, die zusammen durch dick und dünn gehen. Eines Tages jedoch fällt Vater Wurster, der von jeher etwas gemütlicher war, in einen rätselhaften Schlaf. Anfangs hofft seine Familie, allen voran seine Frau Anneliese Wurster, dass er bald wieder aufwacht – sobald er eben ausgeschlafen hat. Doch bald wird klar, dass Traugott Wurster gar nicht daran denkt, seinen Schlaf zu beenden. Glücklich lächelnd schnarcht er leise vor sich hin und lässt sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Mutter Wurster bleibt nichts anderes übrig, als die Kinder übergangsweise zu Verwandten zu geben, denn arbeiten und die ganze Familie alleine versorgen – das ist einfach nicht zu machen. Markus hat dieses Mal wirklich kein Glück: er soll zu seinem Onkel Theodor und dessen Frau Erika. Die beiden haben keine eigenen Kinder und zumindest Onkel Theodor hat sich bisher auch keinen Ruf als Kinderfreund gemacht, eher im Gegenteil. Es ist also durchaus nachvollziehbar, dass Markus keine Luftsprünge macht, als er erfährt, dass er für einige Zeit oder zumindest so lange sein Vater schläft, zu dessen Bruder muss. Schnell ist ihm klar, dass die zwei Brüder sich nur optisch ähnlich sind. Theodor ist im Gegensatz zu Traugott nämlich ein knickeriger und tyrannischer Bürokrat. Tante Erika ist zwar furchtbar lieb, aber auch sie kann sich gegen Theodor nicht wehren. Doch Markus möchte sich nicht mit der Situation abfinden und beginnt, das eintönige Leben seiner Gastfamilie gehörig durcheinander zu bringen. Der Alltag wird für Onkel Theodor und Tante Erika zwar etwas komplizierter, vor allem aber viel bunter. Und dann bemerkt Markus’ Onkel Theodor auch noch, dass Kinder in unserer Gesellschaft hoffnungslos benachteiligt sind. Das muss sich ändern! Während Onkel Theodor aktiv wird und in die Politik drängt, hat Mutter Wurster eine Möglichkeit gefunden, Traugotts Dauer-Tiefschlaf professionell zu vermarkten: der schlafende Ehemann wird kurzerhand in ein Möbelhaus transportiert, wo er fortan im Schaufenster zu bewundern ist und sein Geld im Schlaf verdient – als Matratzen-Werbung!

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