Filmkritik - Mein Bruder ist ein Hund (2004)
 
 

Mein Bruder ist ein Hund

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,1)
Regie: Peter Timm
Darsteller: Renate Hiltl, Thomas Bieberstein
Laufzeit: 93min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Komödie (Deutschland, Großbritannien, Niederlande)
Verleih: Solo Film Verleih
Filmstart: 11. November 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wie das halt immer so ist: eigentlich fehlt Marietta nicht viel zu ihrem Glück... doch ausgerechnet ihr allergrößter Wunsch bleibt unerfüllt. Denn über nichts würde sie sich mehr freuen, als über einen kleinen Hund, doch auch an ihrem 10. Geburtstag bekommt sie von ihren Eltern wieder nur einen Stoffhund geschenkt. Wegen der Tierhaarallergie ihres kleinen Bruders Tobias – in Mariettas Augen eine totale Nervensäge – verbieten die Eltern ihrer Tochter den vierbeinigen Freund. Enttäuscht packt Marietta also an ihrem Geburtstagsmorgen die Geschenke aus und es gibt wieder mal keine bellenden Überraschungen – doch zumindest ein Geschenk weckt Mariettas Interesse: das Patenkind Said aus Afrika hat Marietta einen Stein geschickt und behauptet, der übergroße Kiesel habe magische Kräfte... Bevor sie den Stein jedoch testen kann, geht im Hause Bremer alles drunter und drüber. Mariettas Eltern machen sich auf eine Urlaubsreise, um die kriselnde Ehe zu retten. Denn vor allem Vater Martin ist so von seinem Forschungsprojekt zum Bau eines „ECO-Mobils“ eingenommen, dass er darüber oft die Familie vergisst. Und in einer etwas chaotischen Familie – wie die Bremers es sind – fällt die Abreise schon mal ziemlich hektisch aus. Bevor Marietta sich versieht, steht sie mit Tobias vor dem Haus, in Erwartung des schlimmsten Babysitters, den sie sich vorstellen kann: Oma Gerda. Ihre Galgenfrist bis zur Ankunft der putzwütigen und kinderverachtenden Oma verbringt Marietta damit, den mysteriösen Zauberstein auszuprobieren – doch nichts passiert. Marietta geht genau nach Saids „Bedienungsanleitung“ vor, sagt die Zauberworte, doch ein Hund ist nirgends zu sehen. Marietta will den Stein schon wütend in die Ecke werfen, da hört sie ein leises Kratzen an der Zimmertür... Marietta kann ihr Glück kaum fassen – der vielleicht süßeste kleine Hund des Universums sitzt vor ihrer Zimmertür! Doch der Freudentanz wird jäh unterbrochen als Marietta feststellt, dass ihr Bruder Tobias urplötzlich verschwunden ist. Dann schwant ihr Böses – der kleine Hund hat nicht nur Tobias’ Sucht nach Karamell-Bonbons übernommen, sondern zappt sogar genau wie Tobias durch die Fernsehkanäle. Und als Marietta bewusst wird, dass sie sich ja immer einen Hund anstatt einem nervigen Bruder gewünscht hat, ist die Sache klar – Tobias ist der Hund. In diesem Moment trifft Oma Gerda ein und stellt einige unangenehme Fragen zum Verbleib von Tobias. Marietta windet sich mit einer Notlüge heraus und schwindelt Oma Gerda vor, Tobias sei doch mit den Eltern in den Urlaub gefahren. Doch auch Marietta weiß, dass die Eltern bei ihrer Rückkehr das Kartenhaus zum einstürzen bringen werden. Testweise versucht sie Tobi zurück zu verwandeln – ohne Erfolg. Doch mit diesen Problemen will sie sich zunächst nicht so eingehend befassen. Die folgenden Tage sind für Marietta nämlich das reinste Paradies – abgesehen von den Motzereien und Flohpulver-Attacken von Oma Gerda, kann Marietta ungestört mit Tobi, dem Hund, durch die Gegend toben. Dann wird Tobi auch noch als Filmstar für einen Webespot entdeckt und Marietta genießt das Rampenlicht, das auf sie und den überdurchschnittlich intelligenten Vierbeiner fällt. Nur die Tatsache, dass Said ihr in einer E-Mail mitteilt, dass der Stein nur den allergrößten Herzenswunsch – und nicht jeden x-beliebigen – erfüllt, liegt ihr ziemlich schwer im Magen. Doch jedes Glück hat ein Ende – und das Ende kommt ziemlich plötzlich, als Oma Gerda sie mit einem Donnerwetter zur Rede stellt: wie konnte sie nur die Schule schwänzen, um mit dem Hund zu Dreharbeiten zu gehen... und der Oma nichts davon erzählen! Denn Oma Gerda wollte auch mal Schauspielerin werden und ist fast so fernsehsüchtig wie Tobias, nichts wäre für sie schöner, als Tobi zum Filmset zu begleiten. Von da an laufen die Dinge gegen Marietta: Oma Gerda und Tobi sind jeden Tag bis in die Nachtstunden am Filmset und Marietta fühlt sich einsam und traurig. Die Familie ist überall verstreut, niemand kümmert sich mehr um sie, und Marietta will nur noch, dass die Familie wieder glücklich vereint ist. Als sie den vom Filmen erschöpften Tobi nachts in ihr Bett holt, macht sie einen letzten Versuch, um Tobi mit dem Zauberstein seine alte Gestalt wiederzugeben... und diesmal klappt es! Auch Eltern haben sich im Urlaub wieder zusammengerauft und die vom Alltag überwucherte Liebe wieder gefunden, die sie vor Jahren zusammen gebracht hatte. Voller Heimweh nach ihren Kindern machen sie sich spontan auf den Rückweg – viel früher als erwartet. Währenddessen wacht im Haus der Familie Tobias auf und muss erkennen, dass er wieder stinknormal geworden ist. Doch die Fernsehkarriere will er sich nicht versauen lassen und nachdem er sich selbst wieder in einen Hund verwandelt hat, versteckt Tobi den Zauberstein. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Marietta traut ihren Augen kaum, als da wieder Tobi der Hund neben ihr liegt, und sofort entreißt ihr Oma Gerda den Vierbeiner, um ihn zum Set zu bringen. Genau in diesem Moment kommen auch noch die Eltern heim! Mariettas Lügengerüst fliegt auf und natürlich glaubt ihr nach all den Schwindeleien niemand die Geschichte von dem Zauberstein. Mariettas Eltern sind verzweifelt, der Sohn ist offensichtlich seit zwei Wochen spurlos verschwunden und die Tochter scheint Wahnvorstellungen zu entwickeln! Vergeblich versucht Marietta die Eltern zu überzeugen, doch als Vater Martin einem Fahrer Tobi wieder mit zum Filmset gibt, ist klar, dass sie die Dinge selbst in die Hand nehmen muss. In einer Nacht- und Nebel-Aktion bricht Marietta in das Studio ein und befreit Tobias. Nach einer wilden Verfolgungsjagd bei der auch Martins „Eco-Mobil“ dem Härtetest unterzogen wird, liegen Tobias und Marietta endlich daheim im Bett. Tobi merkt, wie sehr sich seine Eltern und seine Schwester Sorgen um ihn gemacht haben, und auch er erkennt, dass es auf der Welt keinen besseren Ort geben kann, als bei der eigenen Familie. Der Rückverwandlung steht nichts mehr im Wege. Am nächsten Morgen halten sich Verblüffung und grenzenlose Freude die Waage, als die Familie endlich wieder vereint ist. Und zum guten Schluss soll Marietta auch ihren kleinen Hund bekommen – ganz ohne Zauberkraft!

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