Filmkritik - Marie Antoinette (2006)
 
 

Marie Antoinette

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (6,4)
Regie: Sofia Coppola
Darsteller: Tom Meighan, Aurore Clement
Laufzeit: 118min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Drama, Biografie (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 02. November 2006
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
KAPITEL 1: ABSCHIED VON ÖSTERREICH Wir schreiben das Jahr 1768. Am Hof von Wien wird die 14-jährige Marie Antoinette (Kirsten Dunst) von Sonnenstrahlen geweckt. Soeben hat ihre Mutter, die strenge österreichische Kaiserin Maria Theresia (Marianne Faithfull), beschlossen, zur Festigung der politischen Beziehungen ihre Kinder an die europäischen Königsfamilien zu verheiraten. Für Marie Antoinette wurde die Hand des Enkels und Thronfolgers des französischen Königs, Louis-Auguste (Jason Schwartzman) auserkoren. Marie Antoinette könnte damit schon bald Königin von Frankreich werden. Mit ihren zwei engsten Vertrauten und ihrem Hund sowie dem österreichischen Botschafter Graf Mercy-Argenteau (Steve Coogan), der ihr fortan zur Seite stehen darf, begibt sich Marie Antoinette auf eine Reise ins Ungewisse. Ihren Zukünftigen kennt sie nur von einem Bild. An der Grenze zu Frankreich und dem Ort der offiziellen Übergabe wird Marie Antoinette von Comtesse de Noailles (Judy Davis) erwartet, eine ehrgeizige Verfechterin des Regelwerks des französischen Hofs, die die zukünftige Thronfolgerin in die höfische Etikette einweisen wird. Marie Antoinette muss sich von den Freundinnen, ihrem Hund und sogar von ihren Kleidern trennen – nichts, was einem anderen Hofe angehört, darf nach Versailles getragen werden. Auch Louis-Auguste und seine Freunde beschäftigt die Frage, welche Person er da heiraten wird. Louis-Auguste ist ein schüchterner, ungeschickter Teenager, der sich bis dato mit Mädchen ganz offensichtlich noch gar nicht beschäftigt hat. Bei der offiziellen Bekanntmachungs-Zeremonie sind auch die nahen Verwandten des Thronfolgers vor Ort – einschließlich der lästernden Tanten Sophie (Shirley Henderson) und Victoire (Molly Shannon) und seines Großvaters, König Ludwig XV. (Rip Torn). Die Tanten befinden, Maria Antoinette sähe aus wie ein Kind. Louis-Auguste befindet gar nichts. KAPITEL 2: VERSAILLES Der ganze Hof erwartet Marie Antoinette bei ihrer Ankunft in Versailles: Alle Blicke sind auf sie gerichtet, als sie die Treppen zum Palast hinaufgeht und ihre Gemächer und Bediensteten kennen lernt. Es folgt: die Hochzeit von Marie Antoinette und Louis-Auguste – und die Hochzeitsnacht. Unter den Augen aller nahe stehenden Verwandten werden Marie Antoinette und Louis-Auguste in ihr Schlafgemach geleitet, ausgezogen und zugedeckt. Dann wird ihr Ehebett von den höchsten Geistlichen gesegnet – bis ein Vorhang ihnen zumindest ein kleines Maß an Privatsphäre gestattet. Doch der Bericht an den König am nächsten Morgen ist enttäuschend: Es ist nichts passiert. Für Marie Antoinette beginnt der Morgen von nun an mit einer aufwändigen Ankleide-Zeremonie: Comtesse de Noailles weiht sie in das Ritual ein, dem rund zwanzig Angehörige des Adels beiwohnen, jede von bestimmtem Rang, jede privilegiert zu einem bestimmten Handgriff – vom Reichen der Wasserschüssel über das Halten des Handtuchs bis hin zum Überziehens des Unterrocks. Für Marie Antoinette ist es eine unangenehme Prozedur – sie wird von nun an keinen Handgriff mehr selbst verrichten dürfen und steht zitternd und nackt vor der Reihe der Prinzessinnen, bis endlich jene zur Stelle ist, die sie ankleiden darf – ihre Schwägerin (Aurore Clément), schon bald ihre engste Vertraute am Hof. Auch die Mahlzeiten nehmen Louis-Auguste und Marie Antoinette unter Beobachtung ein – Louis-Auguste ist ein großer Esser, aber ein schlechter Unterhalter. Beim Abendessen mit weiteren Mitgliedern des Hofs ist Marie Antoinette erneut den neugierigen Blicken und Tratschereien ausgesetzt. Sie macht die Bekanntschaft mit Madame du Barry (Asia Argento), der Mätresse des Königs, die von allen verschmäht wird. Auch in den nächsten Nächten wird die Ehe des Thronfolgerpaares nicht vollzogen – schon beginnt das Gerede, Marie Antoinette hätte kein Interesse an ihrem Gatten. Tatsächlich hat Louis-Auguste aber nicht das geringste Bedürfnis, seiner jungen Ehefrau näher zu kommen. Nachdem Marie Antoinette die Jagdgesellschaft ihres Mannes mit einem Picknick überrascht, erwartet sie eine Rüge von Mercy-Argenteau – es schicke sich nicht für die Thronfolgerin, andere zu bedienen. Außerdem überbringt er eine Nachricht von Marie Antoinettes Mutter – sie verbietet ihr das Reiten aus Rücksicht auf ihre Gesundheit und verlangt, dass die Ehe umgehend vollzogen werde, damit Marie Antoinettes Platz am französischen Hof eine Rechtfertigung erhält. Es läge an ihr, den Dauphin zu inspirieren. KAPITEL 3: PARTY-QUEEN Doch Louis-Auguste zeigt sich weiterhin leidenschaftslos. Die Tage vergehen mit den gewohnten Ritualen – und die besorgten Briefe der Kaiserin von Österreich wollen nicht enden. Der fehlende Erbe verschlechtere die Stimmung zwischen Frankreich und Österreich, zudem bestehe die Gefahr, dass die Schwester von Louis-Auguste noch vor Marie Antoinette schwanger und damit womöglich die Ehe der Thronfolger annulliert werden könnte. Ein Arzt soll sich der Sache annehmen – doch der stellt keine gesundheitlichen Störungen fest. Marie Antoinette findet Ablenkung bei einem Besuch der Oper in Paris – ihr Herz entflammt sofort für die Bühnenkunst. Sie lernt die lebenslustige Herzogin von Polignac (Rose Byrne) kennen und gewinnt die Sympathien des anwesenden Publikums, als sie spontan nach einer Szene Applaus spendet. Endlich erntet Marie Antoinette etwas Anerkennung. Das ändert nichts daran, dass sie kurz darauf in einem weiteren Brief von ihrer Mutter erfährt, dass ihr Bruder und dessen Gattin einen Erben gezeugt haben. Als auch ihre Schwägerin in Versailles einen Sohn zur Welt bringt, wird Marie Antoinette von allen Seiten beschimpft. Sie bricht weinend zusammen – und findet nur eine Ausflucht aus ihrer Misere ... Shoppen! Mit der Herzogin von Polignac und ihrer Schwägerin veranstaltet sie fortan wahre Einkaufsorgien in ihren Gemächern – von Schuhen, Stoffen, Federschmuck und süßen Kuchen eingelullt, frönen sie ihrem Luxusleben. Marie Antoinette entwickelt in Modefragen eine obsessive Hingabe, lässt sich die aufregendsten Kleider auf den Leib schneidern und die gewagtesten Frisuren auftürmen – und erntet noch mehr bewundernde wie kritische Blicke. Sie überredet ihren Ehemann, unerkannt einen Maskenball in Paris zu besuchen. Hier weckt sie die Aufmerksamkeit des schwedischen Grafen Fersen (Jamie Dornan). Marie Antoinette blüht förmlich auf. Doch kaum treffen sie frühmorgens wieder in Versailles ein, erwartet sie eine schlechte Nachricht: Der König ist an Pocken erkrankt. Als er stirbt, wird der Thron an Marie Antoinette und Louis-Auguste übergeben. Und Louis-Auguste spricht die flehentlichen Worte: „Gott helfe uns, denn wir sind zu jung zum Regieren.“ KAPITEL 4 : KÖNIGIN VON FRANKREICH Die Krönungszeremonie: ein rauschendes Fest! Auch ihren 18. Geburtstag feiert Marie Antoinette mit einer ausschweifenden Party. Tags darauf wird sie von Mercy-Argenteau darauf hingewiesen, dass ihre Ausgaben entschieden den Rahmen des Möglichen sprengen würden. In seiner Rolle als König zeigt sich schnell, wie sehr Ludwig XVI. auf Hilfe angewiesen ist. Er lässt sich überreden, mit größeren Zahlungen die amerikanischen Kolonien im Unabhängigkeitskrieg gegen England zu unterstützen. Noch immer ist die Ehe nicht vollzogen – schließlich stattet Marie Antoinettes Bruder Joseph (Danny Huston) Versailles einen Besuch ab und redet Ludwig XVI. ins Gewissen. Schon in derselben Nacht besinnt er sich auf seine ehelichen Pflichten – und Marie Antoinette bringt neun Monate später vor den Augen des Adels von Versailles ein Mädchen zur Welt, Marie-Thérèse-Charlotte. Nach der Geburt überreicht Ludwig XVI. Marie Antoinette die Schlüssel zu ihrem privaten Rückzugsort „Le Petit Trianon“. Hier genießt Marie Antoinette fortan ihre Freiheiten, sie lässt einen wilden Garten wachsen, ihr Töchterchen die Natur erleben, ein ganzes Dorf entstehen – und feiert vor hochrangigen Gästen aus Versailles ihre Premiere als Schauspielerin auf ihrer eigenen Bühne. Zu einem offiziellen Anlass kehrt Marie Antoinette nach Versailles zurück – unter den Gästen am Hof befindet sich auch Graf Fersen. Nach einem ausgelassenen Abend im „Le Petit Trianon“ landet Marie Antoinette im Bett mit dem schwedischen Offizier. Die nächsten Wochen erlebt die Königin eine leidenschaftliche Affäre. Als Fersen ihr kleines Dorf verlässt, um auf dem Schlachtfeld zu kämpfen, kehrt sie nach Versailles zurück – zutiefst unglücklich. KAPITEL 5: REVOLUTION Der König unterstützt weiter den Unabhängigkeitskrieg der USA – die Verschuldung des eigenen Staats steigt derweil und das französische Volk leidet Hunger. Marie Antoinette wird zum Sündenbock. Dabei hält die Königin nach bestem Wissen zu Frankreich – selbst als ihre Mutter, die österreichische Kaiserin stirbt, bleibt sie am Hofe von Versailles. Sie schenkt dem Land endlich einen Thronfolger, Louis-Joseph, doch die Gerüchte und Tratschereien reißen nicht ab. Ein weiterer Schicksalsschlag ereilt Marie Antoinette: Ihre zweite Tochter, Sophie-Beatrix stirbt kurz nach der Geburt. Es kommt der Tag, an dem sich das aufgebrachte Volk nicht mehr von den Toren von Versailles aufhalten lässt – und den Kopf der Königin verlangt. Doch als Marie Antoinette die Möglichkeit hat, den Hof zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen, trifft sie einen mutigen, aber folgenschweren Entschluss ...

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